07.
2006
Rücktritt von Markus Wolf
Wolf zieht damit die Konsequenz aus der intensiven Zeit rund um die Weltmeisterschaft in Schweden. „Die Doppelfunktion als Natitrainer und als Leiter von „graubünden sport“ liess die Arbeitsbelastung derart hoch werden, dass ich die beiden Aufgaben nicht mehr mit dem von mir gewünschten Aufwand ausführen konnte“, sagte der Bündner. Mit der erstmaligen und erfolgreichen Durchführung des Spezial-WK’s zur WM-Vorbereitung und dem darauf folgenden Gewinn der Bronze-Medaille an der Weltmeisterschaft in Stockholm konnten die gesteckten Ziele erreicht werden. Das war für Markus Wolf nicht genug. „Die Art und Weise, wie diese Ziele erreicht wurden, stimmte für mich persönlich nicht. Meine Doppelfunktion brachte eine dauernde mentale Belastung mit sich, welche mich nicht frei arbeiten liess. Hinzu kam das Pilotprojekt WK, welches für mehrere Monate wichtige zeitliche Ressourcen blockierte, welche für das eigentliche Kerngeschäft, nämlich die Arbeit mit der Mannschaft, benötigt worden wären. Unter den beschriebenen Umständen sehe ich mich schweren Herzens dazu gezwungen, das Amt des Nationaltrainers niederzulegen.“
Die Zukunft von Markus Wolf ist offen. Ob es eine weitere Zusammenarbeit mit Swiss Unihockey gibt, ist derzeit nicht entschieden. „Zuerst widme ich mich nun meinem Privatleben und meiner beruflichen Tätigkeit. Alles Weitere wird die Zukunft zeigen.“ Swiss Unihockey seinerseits hat die hoch qualifizierte Arbeit von Markus Wolf sehr geschätzt. Wolf hat durch seinen generösen Einsatz zum Wohle der Nationalmannschaft einen grossen Beitrag zum Gewinn der Bronze-Medaille geleistet. Vor allem dank seiner Fachkompetenz und seiner grossen Arbeitsleistung war das Schweizer Nationalteam bestens auf die Weltmeisterschaften vorbereitet und hat praktisch das Optimum erreicht. Swiss Unihockey dankt an dieser Stelle Markus Wolf für seine grossartige Arbeit in den vergangenen zwei Jahren.