18.
03.
2005
NLA Männer | Autor: Keller Damian

Sense auch bei Sense?

Floorball Thurgau hat sein NLA-Team bereits zurückgezogen. Bei Unihockey Sense könnte der gleiche Fall eintreten. Die Spielerinnen wehren sich aber gegen den Vorstand.
Sense auch bei Sense?

Der Vorstand von Unihockey Sense Tafers hat dem Verband mitgeteilt, dass man die NLA-Mannschaft der Damen auf kommende Saison hin zurückziehe. Man wolle eine Zusammenarbeit mit Aergera Giffers anstreben und mit dem dort existierenden NLB-Team als Basis die Zukunft planen. Gegen diese Pläne wehren sich die Spielerinnen, allen voran Andrea Stauffiger und Andrina Hauzenberger. Sie möchten die Damen von Unihockey Sense abspalten und in der NLA bleiben.

Zustimmung und Widerruf

Am 28. Februar hat der Sense-Vorstand den Spielerinnen schriftlich die Zustimmung zur Abspaltung erteilt – diese am 14. März aber widerrufen. Ein wohl einmaliger Vorgang, ebenso, dass sich die Spielerinnen im Anschluss daran an die Presse und den Verband wandten. Andrea Stauffiger dazu: „Man spricht hier von Förderung des Damenunihockeys – was hat die Streichung unseres NLA-Platzes damit zu tun? Wir haben mit den Giffers-Spielerinnen gesprochen – die meisten sind mit zwei Trainings pro Woche und dem Verbleib in der NLB zufrieden, das wollen wir nicht. Wir wollen in der NLA bleiben“. Einen Trainer für nächstes Jahr hätte man auch schon – den im Verlauf der Saison gegen den Willen der Spielerinnen vom Vorstand entlassenen Beat Moser.  Stauffiger sagt weiter: „Letzte Saison hatte Beat schon früh zugesagt – bis der Vorstand aber endlich reagierte und ihn verpflichtete, war es schon sehr spät, wir konnten uns nicht mehr verstärken. Es ist uns klar, dass es von unserer Seite her grosse Anstrengungen braucht, wenn es zu einem neuen Verein kommt. Aber wir sind bereit, das anzupacken. Vorstandsmitglieder sind vorhanden, mit der Abspaltung würden auch viele Energien freigesetzt“.

Knappe Basis
Vom Sense-Vorstand äussert sich Roland Rindlisbacher wie folgt. „Trotz der Damen-WM in unserer Region ist der Boom ausgeblieben, es fehlt die Basis. Das NLA-Team verfügt über zuwenig Qualität, das hat man in dieser Saison erneut gesehen. Das Kader ist knapp, bei den Elite-Juniorinnen auch. Die Arbeit der eingesetzten Arbeitsgruppen hat ergeben, dass der Weg der Zusammenarbeit mit Aergera die beste Variante ist. Die Abspaltung käme zu kurzfristig, wenn man schon nur an die Hallen, die Juniorinnen und Sponsoren denkt. Zudem haben wir von den Spielerinnen keine Namen eines künftigen Vorstandes erhalten.“
Erstaunlich ist auf jeden Fall, dass so ein gravierender Entscheid ohne Generalversammlung alleine vom Vorstand getroffen wurde. Faktisch läuft es auf den Rauswurf der Frauen bei Unihockey Sense hinaus. Rindlisbacher dazu: „Die Damen hätten eine ausserordentliche Generversammlung verlangen können“. Stauffigers Kommentar: „Der Vorstand hätte die GV einberufen können, wollte aber keine – wir hätten bei den Mitgliedern Unterschriften sammeln müssen, dafür fehlte uns die Zeit“.

Verband versucht zu retten
Bei den bisherigen Teamrückzügen (Jona-Uznach Flames, GC, Thurgau) fehlten in erster Linie die Spielerinnen. Bei Sense sind diese vorhanden, auch wenn die Voraussagen Stauffigers und Rindlisbachers bezüglich Kadergrösse weit auseinander liegen. Auch die Hallen dürften im Kanton Freiburg, der über erstaunliche Kapazitäten verfügt, kein Problem sein.
War Sense dieses Jahr eine gute NLA-Mannschaft? Nein. Wäre Sense nächstes Jahr eine wirklich starke NLA-Mannschaft? Nein. Hat man eine Chance auf den Ligaerhalt? Ja, notfalls in Duellen gegen ein NLB-Team. Das Worst-Case Szenario ist also ein sportlicher Abstieg der Sense-Damen (oder wie der Verein dann auch heissen wird) nach der nächsten Saison. Swiss Unihockey Geschäftsführer Patrick Falk und NL-Präsident Ruedi Zesiger sagen es treffend: „Es kann nicht im Sinne des Verbandes sein, dass sich jedes Jahr ein NLA-Team der Damen zurückzieht“. Sie hoffen auf die Einsicht des Vorstandes von Sense – am nächsten Montag soll eine klärende Sitzung stattfinden.

Höfen steigt auf

Fest steht schon einmal, dass neben dem fixen Aufsteiger Floorball Riders nun auch Höfen definitiv in der NLA angelangt ist. Das Team von Trainer Roger Krebs steigt als Zweiter der NLB direkt auf, da das Duell gegen Floorball Thurgau entfällt. Sollte Sense tatsächlich beim Rückzug bleiben, droht eine erneute Neunerliga in der nächsten Saison. Es ist nicht vorgesehen, dass der Dritt- oder gar Viertplatzierte aus der NLB zum Handkuss kommt.

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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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