11.
2008
Starker Abschluss der Hinrunde
Schläfriger Beginn
Das Spiel in der spärlich besetzten Mooshalle in Gümligen war anfänglich nicht gerade ein Leckerbissen für Unihockey-Gourmets, im Gegenteil: Beide Teams agierten überaus vorsichtig und das Tempo der Partie war vergleichbar mit dem eines gemütlichen Sonntagsspaziergangs. Chancen ergaben sich fast nur als Folge von Eigenfehlern der beiden defensiv stärksten Teams der Liga. Eine Ausnahme bildete der 1:0-Führungstreffer für die Gäste aus Zug: Der finnische Verteidiger Sandström lancierte den Angriff mit einem weiten Pass auf Hartmann, dieser passte quer vors Tor, wo Thomas Grüter nur noch einzuschieben brauchte. Entgegen den Erwartungen wirkte dieser Treffer jedoch nicht als Weckruf und auf dem Feld wurde munter weitergeschlafen. Im ersten Drittel hatten die Berner noch einige Einschussmöglichkeiten, im zweiten Spielabschnitt waren sie jedoch über weite Strecken offensiv inexistent. Die Coaches der United nutzten die Gunst der Stunde und versuchten zwei Linien zu forcieren und so das Tempo zu erhöhen. Die Massnahme verfehlte ihre Wirkung nicht und die Kolinstädter erhöhten durch Oderbolz und wenige Sekunden vor der Sirene durch Illi auf 3:0.
Steigerung zum Schluss
Eines vorweg: Das letzte Drittel war das unterhaltsamste und spielerisch ansprechendste der gesamten Partie. Beide Teams zeigten sich etwas offensiver und so wogte das Spiel hin und her, eines blieb jedoch beim Alten: Zug United erzielte weiterhin Tore, währenddem die Berner mit ihren Abschlüssen scheiterten. Müller mit einem Backhand-Ablenker vor dem Tor, Hartmann mit einem abgelenkten Drehschuss und noch einmal Müller mit einem satten Schuss in die nahe Ecke sorgten für das Schlussresultat von 6:0 für Zug United. So resultierte ein in seiner Höhe den Spielanteilen entsprechend zwar etwas zu hoch ausfallender, aber vollauf verdienter Sieg für die Zuger.
Starke Defensivleistung
Die statistisch beste Verteidigung der Liga zeigte gegen Bern eine starke Kollektivleistung. Die Zahl der Eigenfehler konnte tief gehalten werden, zahlreiche Schüsse wurden geblockt und diejenigen Schüsse, die trotzdem aufs Tor kamen, wurden zur Beute jenes Mannes, welchen Trainer Juha Leinonen nach dem Spiel wie folgt lobte: „Es gibt den Spielern Sicherheit und Spielraum, einen starken Schlussmann hinter sich zu wissen. Unser Torhüter strahlte heute bei seinem Shutout genau diese Sicherheit aus." Dank des Erfolges über Bern und den damit verbundenen drei Punkten schliesst Zug United die Hinrunde mit 18 Punkten aus neun Partien auf dem äusserst erfreulichen und etwas überraschenden zweiten Platz ab. Zeit zum Ausruhen bleibt den Zugern indes nicht: Am Mittwoch folgt der Cupviertelfinal gegen das NLA-Team aus Grünenmatt und bereits am kommenden Sonntag fällt mit der Partie gegen Langenthal der Startschuss zur Rückrunde.
Bern Capitals - Zug United 0:6 (0:1/0:2/0:3)
Sporthalle Moos, Gümligen. - 100 Zuschauer. - SR Gmür/Wunden.
Tore: 16. T. Grüter (Hartmann) 0:1. 32. Oderbolz (Amstutz) 0:2. 40. Illi (T. Grüter) 0:3. 47. Müller (T. Grüter) 0:4. 49. Hartmann (T. Grüter) 0:5. 54. Müller (Sandström) 0:6.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern; 1mal 2 Minuten gegen Zug.
Bern Capitals: Vidic, Galli, Muralt, Jaggi, Lothamer, Wittwer, Lussi, Hovivuori, Galli, Baumann, Stettler, Gerber, Tröhler, Geiser, Farine, Schorno, Kilchenmann, Gysel, Tröhler.
Zug United: Schwerzmann, Bumbacher, Trinkler, Schönenberger, Amstutz, Michel, Rosenberg, T. Grüter, Hartmann, Pulver, Müller, Andermatt, Stutzer, Sidler, F. Schuler, Sandström, Illi, Oderbolz, Kälin.