04.
2013
Stimmen zum Malanser Meistertitel
Nach dem sechsten Finalspiel haben wir uns auf Stimmenfang bei den Protagonisten von Alligator Malans und Floorball Köniz gemacht.
Akseli Ahtiainen (Trainer Alligator Malans): «Das ist nicht nur der heutige Erfolg, der zählt, sondern die ganze Arbeit in den letzten elf Monaten. Wir haben sehr hart trainiert, die Spieler mussten sehr viel laufen. Das hat sie nicht immer gefreut, aber heute war es der Unterschied. Wir waren einfach fitter. Okay, im sechsten Spiel waren wir etwas die glücklichere Mannschaft, wir schossen die Tore, Köniz nicht. Das letzte Puzzlestück zum Erfolg war Mathias Larsson. Ein unglaublicher Spieler, den man sich als Trainer nur wünschen kann. Erstaunt war ich über das Level der Finalspiele in der Schweiz. Da muss man sich mit der Nationalmannschaft nicht so grosse Sorgen für die Zukunft machen. Es kommen einige sehr gute junge Spieler nach.»
Sandro Dominioni (vierfacher Finaltorschütze): «Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich kann es noch gar nicht fassen. Zwei Minuten vor Schluss habe ich es endgültig gespürt, dass wir es schaffen werden. Die Pause bei Spielhälfte war für uns besser, Köniz kam zuvor wieder in Schwung. Die vier Tore sind schön, doch es ist ein Mannschaftserfolg. Und jetzt gilt nur noch ‚Party, Party, Party!‘»
Tim Braillard (Malanser Jungstar): «Der Fehlpass von Michael Pfiffner nach zehn Sekunden war ein Weckruf. Wir hatten mehr Kraft, da wir mit drei Linien spielen konnten. Und natürlich weil wir so viel gelaufen sind im Training. Das verflucht man im Sommer, jetzt wissen wir aber, warum wir das gemacht haben. Ich freue mich riesig über diesen Titel.»
Emanuel Antener (Topskorer Floorball Köniz): «Natürlich bin ich enttäuscht. Es müsste nach den ersten fünf Spielen nicht unbedingt 3:2 für Malans heissen. Dann wäre Alligator mit einer anderen Einstellung angetreten in Spiel 6. Wir haben einfach zu viele enge Spiele verloren. Fünf Spiele waren wir auf Augenhöhe, nur in Spiel 6 waren sie klar besser. In den entscheidenden Momenten haben Spieler wie Lauri Kapanen, Martin Ostransky oder Sandro Dominioni den Unterschied ausgemacht. Ich gratuliere Malans zum Titel.»
Samuel Thut (Torhüter Floorball Köniz): «Klar, die Ernüchterung überwiegt. Weil es einfach bitter ist, den Final zu verlieren. Aber wir haben gegen ein sackstarkes Malans verloren, das muss man neidlos anerkennen. Die Alligatoren waren einfach unglaublich effizient. Wir hatten viel mehr Ballbesitz - sie konterten und skorten. Zudem nutzten sie praktisch jeden Fehler von uns aus. Mein Fazit ist klar: Das Team ist mit jedem Spiel enger zusammengerückt. Wir dürfen stolz sein, denn wir haben das Optimum rausgeholt.»