Jussilas Rekord, Ahonen als Leningrad Cowboy, der Zorro-Trick der russischen Nr. 18 und die Suche nach der Stimmung.
Drei Tore, sieben Assists –
diese Bilanz wies Esa Jussila nach dem 20:0 von Finnland gegen Italien auf.
Rekord – bisher waren mehrere finnische Internationale mit neun Skorerpunkten
aus einem Spiel zu Buche gestanden.
Mika Ahonen, SSV-Coach und
Nati-Assistenz-Trainer, trägt seine Haare normalerweise kurz. Sprich er ist mit
Glatze unterwegs. Anders hier. Offenbar als Tribut an die finnischen
Eurovisions-Sieger tritt er mit einer Perücke auf, die an die Leningrad Cowboys
erinnert. Genaueres wissen nicht einmal die Spieler, die sich noch nicht zu
fragen getraut haben…
Baumi/Kläsi hatten beim Spiel Lettland-Russland keinen einfachen Job. Die Ostblöckler beharkten sich auf
dem ganzen Feld bis zum Schluss, weil auch das Spiel nicht vorzeitig durch die
Letten entschieden werde konnte. Die Russen hinterliessen einen besseren
Eindruck als in den letzten Jahren. Mit vier Blöcken auf der Bank statt dem
üblichen „letzten Aufgebot“, mit Trikots mit den Spielernamen und mit ein paar
auffallenden Spielern. Einer davon, Roman Druzininsky, buchte gegen Lettland ein
wunderbares Zorro-Tor. Schon gegen Finnland war er positiv in Erscheinung
getreten, was seinen Trainer an der Pressekonferenz prompt zur Aussage
verleitete, dass „Roman gerne mal im Ausland spielen möchte“. Wenn er so weiter
macht, könnten Druzininsky durchaus Angebote ins Haus flattern.
Weiterhin grosse Abwesende
ist die Stimmung. Anders als in Malmö gibt es in Solna keine Schulkinder, die
für Stimmung sorgen. Alles scheint auf das Wochenende und die Spiele im Globen
zu warten.