05.
2006
Stockholm-Splitter 24.5.2006
An der Pressekonferenz nach Italien-Russland wurde Russlands Zweimeter-Mann und Spielertrainer Yuri Erofeev gedolmetscht, was öfters vorkommt. Ungewöhnlich hingegen war, dass sich Erofeev auch die englischen Ausführungen von Luca Tomatis auf russisch übersetzen liess. Offenbar wollte der grosse alte Mann des russischen Unihockeys eine Erklärung für die Niederlage finden, denn auf russisch hatte er gesagt: „Ich habe keine Ahnung, was heute schief gelaufen ist, wir haben Spieler gewechselt, die Taktik geändert, nichts hat funktioniert“. Die Russen werden gegen Deutschland gegen den Abstieg in die B-Gruppe kämpfen müssen.
Von Finnlands Trainer Ahonen war bereits die Rede. Nicht ganz sicher ist man im Journalistenlager, ob die Perücke arrogant oder lustig ist. Offenbar kann man sich aber auf einen weiteren Auftritt Ahonens am Samstag freuen – Finnlands Trainercrew soll sich vor dem Turnier mit diversen Utensilien eingedeckt haben. Ob die IKSU-Coaches mit ihren langen Ledermänteln in Ostrava einen neuen Trend eingeläutet haben?
Für Verwirrung sorgten die Namen zweier italienischer Spieler. Fredrik Olsson und Daniel Lindahl heissen im italienischen Pass Fredrik Campese und Daniel Camarda. Wie also soll man die Spieler nun nennen? Tomatis sprach ein Machtwort. „Campese und Camarda“. Dies, obwohl die Nr. 5 der Italiener gross und deutlich mit Lindahl angeschrieben ist.
Nach der Partie gegen
Lettland (6:3) verköstigten sich die Tschechen ausgerechnet im Restaurant
Edelweiss in Solna. Die zahlreichen „Schweizer“ im Team scheinen wohl so etwas
wie Heimweh verspürt zu haben. Auf das in der Karte geführte „Schweizer
Schnitzel“ mussten sie allerdings verzichten, es gab gesunde Kost. Sportlich
folgt sowieso als nächster Gang „Russischer Bär“, bevor es dann im Halbfinal an
den „Schwedischen Elch“ gehen dürfte.