04.
2017
Superfinal-Vorschau Männer, Teil 1
Am Samstag wird in der Swiss-Arena in Kloten zum dritten Mal der Superfinal ausgetragen. Bis dahin nehmen wir für euch die Finalteilnehmer Wiler-Ersigen und Alligator Malans in mehreren Teilen etwas genauer unter die Lupe.
In diesem Teil der Vorschau stehen die Kader der jeweiligen Mannschaften im Fokus. Wie ist das Team zusammengesetzt und welche Spieler gilt es zu beachten?
SV Wiler-Ersigen:
In den letzten Jahren wurde im Kader des SV Wiler-Ersigen ein leichter Umbruch vollzogen. Junge Spieler wie Deny Känzig, Claudio Mutter oder Marco Rentsch spielen mittlerweile mehr, als dass sie auf der Ersatzbank sitzen. Alle drei erzielten sie in dieser Saison mehr als 20 Skorerpunkte. Marco Louis, ein weiterer Akteur der jüngeren Generation, konnte sich in seiner zweiten Saison einen Stammplatz in der ersten Formation ergattern, ist mit 52 Punkten der drittbeste Wiler-Skorer und wurde für seine starken Leistungen vor wenigen Tagen mit einem Nati-Aufgebot belohnt.
Die Routiniers Matthias Hofbauer, Adrian Zimmermann, Tatu Väänänen oder Patrick Mendelin bleiben aber nach wie vor die Schlüsselspieler in Thomas Bergers Ensemble. Kommt es hart auf hart, werden diese Namen auf dem Feld stehen und dafür verantwortlich sein, den Unterschied auszumachen.
Neben der ersten Formation mit dem gefährlichen Duo Hofbauer/Louis gefiel in den Playoffs vor allem die zweite Linie. Diese wird von Weltmeister Väänänen, dem wohl besten Verteidiger der Liga, orchestriert. Neben dem unermüdlichen «Chrampfer» Zimmermann sorgt Nationalspieler Mendelin mit seinem ausgeprägten Torinstinkt für offensive Gefahr. Der wohl wichtigste Spieler ist mit Ausnahmetalent Ville Lastikka dann doch ein «Junger», der diese Linie komplettiert. Der 19-jährige Finne hat in seiner ersten Saison in der Schweiz bereits 62 Skorerpunkte (38 Tore, 24 Assists) produziert.
Alligator Malans:
Um die Schlüsselspieler der Bündner zu finden, muss man nicht lange suchen. Seit Jahren sind Kevin Berry, Tim Braillard, Claudio Laely und Remo Buchli nicht mehr aus der Malanser-Equipe wegzudenken. Die vier spielten praktisch immer gemeinsam in einer Linie - auch in der Nationalmannschaft, wie an der letzten WM in Riga. Das Quartett bildet die erste Formation und damit das Herz der Alligatoren.
Aber auch die zweite Sturmreihe mit Jarkko Nurmela, Joel Friolet und Dan Hartmann kann an einem guten Tag die Differenz erzeugen - so wie in den letzten beiden Spielen in der Halbfinalserie gegen GC. Friolet hat sich nach einer schwierigen Vorsaison gefangen und trumpft vor allem in den Playoffs gross auf. Nurmela kämpfte gegen Ende der Qualifikation mit Verletzungen, konnte sich aber gerade rechtzeitig wieder zurückmelden, während Dan Hartmanns Leistungen als Center von Nati-Trainer Jansson mit einer EFT-Nomination belohnt wurde.
Dazu kann Trainer Jussila neben Berry mit Lukas Veltsmid, Florian Tromm und Christoph Camenisch auf drei spielstarke Verteidiger zurückgreifen. Und im Tor bringt Martin Hitz, in seiner wohl letzten Saison, wesentlich mehr Erfahrung mit als Nicolas Wolf von Wiler-Ersigen. Erfahrung bringt auch Sandro Dominioni mit, der diese in der dritten Linie einbringen soll.