04.
2017
Superfinal-Vorschau Männer, Teil 3
Am Samstag wird in der Swiss-Arena in Kloten zum dritten Mal der Superfinal ausgetragen. Bis Samstag nehmen wir für euch die Finalteilnehmer Wiler-Ersigen und Alligator Malans in mehreren Teilen etwas genauer unter die Lupe.
In diesem Teil der Vorschau stehen die Trainerstaffs und die Geschichte der Finalteilnehmer im Fokus. Wer steht bei Wiler und Malans eigentlich alles hinter der Bande? Was für Duelle aus der Vergangenheit blieben haften?
Trainer:
Wiler-Ersigen:
Hinter der Trainerbank des SV Wiler-Ersigen befindet sich viel Erfahrung. Thomas Berger ist der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des Schweizer Unihockeys und wurde in seiner ersten Amtszeit mit dem SVWE sieben Mal Schweizer Meister. Seine Assistenten Olle Thorsell (fungierte in der abgelaufenen Saison als Headcoach) und Radek Sikora (seit vier Jahren im Staff) spielten jahrelang auf höchstem Niveau. Komplettiert wird das Trainerteam von Simon Linder, der in dieser Saison als Aushilfscoach mit dem Frauen-Kleinfeld Team des UHC Oekingen bereits zwei Titel feiern konnte. Dem Vernehmen nach sollen die Aufgaben bei Wilers Coachingstaff optimal den entsprechenden Kompetenzen verteilt sein.
Alligator Malans:
Erst seine erste volle Saison als Trainer bestreitet Esa Jussila. Kurz vor den Playoffs 2016 übernahm er bei Malans das Zepter vom geschassten Daniel Hahne. Jussila bringt vor allem viel Erfahrung als Spieler mit. In der NLA gehörte er bei Malans und Wiler zu den besten Spielmachern der Liga und wurde mit Finnland zwei Mal Weltmeister. Dafür weisen die Assistenten Patrick Britt und Peter Lüthi viel Erfahrung im Trainermetier auf. Letzterer spielte früher für Winterthur, Chur und Malans und stiess 2013 zum Trainerteam. Britt ist der mit Abstand dienstälteste Assistenztrainer der Liga und schon so lange dabei, dass schon fast das Archiv nicht mehr mithalten kann. Für Jussila wird der Superfinal das letzte Spiel als Malans-Trainer sein. Der Finne wird aus familiären Gründen in seine Heimat zurückkehren. Auch Lüthi wird Ende Saison zurücktreten.
Geschichte:
SV Wiler-Ersigen gegen den UHC Alligator Malans ist ein wahrer Finalklassiker. In diesem Jahr kommt es bereits zur sechsten Auflage. Im ewigen Duell führen die Berner mit 3:2-Siegen. Die einzige Niederlage von acht Teilnahmen in der Ära Berger erlitt der SVWE ausgerechnet gegen Malans - mit dem heutigen Trainer Jussila als Spielgestalter. Letztmals in einem Endspiel trafen die beiden Mannschaften bei der erstmaligen Austragung des Superfinals 2015 aufeinander. Wiler führte nach etwas mehr als 20 Minuten mit 4:1 und machte mit einem 6:5-Sieg «La Decima» perfekt.
Auch in den letzten beiden Jahren begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe. Im letztjährigen Viertelfinal bodigten die Malanser den Favoriten in einer nervenaufreibenden Serie nach sieben Spielen. In dieser Saison gewann Qualifikationssieger Wiler die Direktduelle zu Hause mit 7:6 nach Verlängerung und auswärts mit 6:5. Unvergessen bleibt natürlich auch das Duell im Playoff-Halbfinal (damals noch im best-of-three Modus) von 1998 mit der nicht enden wollenden Verlängerung. Damals mussten fast fünf Drittel nachgespielt werden, ehe der Sieger feststand. Daraufhin wurde das Penaltyschiessen nach der Verlängerung eingeführt.
Statistiken:
Der Weg in den Final:
Viertelfinals:
SV Wiler-Ersigen (1.) - Kloten-Bülach Jets (8.) 4:1 (2:3 n.V., 6:5, 14:4, 6:5 n.V., 6:5)
UHC Alligator Malans (4.) - Chur Unihockey (5.) 4:3 (5:4, 3:5, 7:2, 3:7, 7:6 n.V., 2:5, 6:2)
Halbfinals:
SV Wiler-Ersigen (1.) - Unihockey Tigers Langnau (7.) 4:0 (6:5, 5:4 n.V., 11:2, 7:6)
Grasshopper Club Zürich (3.) - UHC Alligator Malans (4.) 0:4 (5:6, 3:4 n.V., 5:6, 3:4 n.V.)
Direktvergleich Saison 2016/2017:
16.10. 2016: SV Wiler-Ersigen - UHC Alligator Malans 7:6 n.V. (1:1; 1:2, 4:2; 1:1)
Tore für Wiler: Lastikka (3), Louis (2), Fankhauser, Chr. Hofbauer
Tore für Malans: Nurmela (3), Berry, Friolet, Hartmann.
21.01. 2017: UHC Alligator Malans - SV Wiler-Ersigen 5:6 (3:1; 1:3, 1:2)
Tore für Malans: Nurmela (2), Laely (2), Tromm.
Tore für Wiler: Louis (2), Mendelin, M. Hofbauer, Fankhauser, T. Känzig.
Quali-Bilanz:
Wiler: Rang 1, 22 Spiele, 16 Siege, 4 Siege nach Verlängerung, 1 Niederlage, 1 Niederlage nach Verlängerung, 177:107 Tore, 57 Punkte.
Malans: Rang 4, 22 Spiele, 12 Siege, 3 Siege nach Verlängerung, 5 Niederlagen, 2 Niederlagen nach Verlängerung, 145:101 Tore, 44 Punkte.
Playoff-Bilanz:
Wiler: 9 Spiele, 8 Siege, 1 Niederlage, 63:39 Tore.
Malans: 11 Spiele, 8 Siege, 3 Niederlagen, 53:47 Tore.
Playoff-Topskorer:
Wiler: 1. (1. ligaweit) Ville Lastikka (13 Tore, 11 Assists, 24 Punkte), 2. (5.) Patrick Mendelin (8/8/16), 3. (6.) Matthias Hofbauer (8/6/14), 4. (16.) Marco Louis (6/4/10), 5. (25.) Deny Känzig (4/4/8).
Malans: 1. (2.) Tim Braillard (8/10/18), 2. (10.) Remo Buchli (7/5/12), 3. (13.) Claudio Laely (6/5/11), 4. (19.) Kevin Berry (6/3/9), 5. (21.) Joel Friolet und Dan Hartmann (5/4/9).
Gründungsjahr:
Wiler: 1984
Malans: 1991
Erfolge:
Wiler: Europacupsieger 2005, Schweizer Meister 2004, 2005, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2014, 2015, Cupsieger 2005, 2013.
Malans: Schweizer Meister 1997, 1999, 2002, 2006, 2013, Cupsieger 2002, 2006, 2012, 2015.