04.
2009
Uster gerät in Rücklage
Spielerisch war das dritte Aufeinandertreffen der beiden besten nationalen U-21-Teams kein Höhepunkt. Insbesondere in der Startphase war auf beiden Seiten Nervosität zu spüren. Rychenberg zeigte sich etwas engagierter und führte nach einem Drittel nicht unverdient mit 2:0. Ein Ustermer Torfurioso eröffnete den Mittelabschnitt. Erst schaffte Fischer in den letzten Sekunden einer Überzahl den Anschluss. Bolliger stellte nur gerade 8 Sekunden später mit einem Flachschuss auf 2:2. Noch einmal drei Minuten später traf Frei nach einem Vorstoss und Uster führte erstmals. Das Spiel schien nun für die Gäste zu laufen, zumal Goalie Patrick Weber wenig später auch noch einen für Rychenberg ausgesprochenen Penalty zunichte machte. Doch die Ustermer U-21 konnte den Schwung nicht mitnehmen und überliess je länger je mehr wieder den Eulachstädtern das Spieldiktat. Kurz nachdem Bohli von der Strafbank zurückgekehrt war, traf Gassmann zum 3:3-Ausgleich, der bis zur zweiten Pause Bestand hatte.
Rychenberg „ohne Ladehemmungen"
Erneut musste die Entscheidung also im Schlussdrittel fallen, und wie in Spiel 1 ging Rychenberg nach rund 50 Minuten in Führung. Dass Buff vier Minuten später nachdoppelte, brach den Ustermern das förmlich das Genick. Nach dem 6:3 (57.) setzte Coach Michael Reimann und sein Team alles auf eine Karte: Ein Timeout und ein sechster Feldspieler für Goalie Weber sollten es richten. Tatsächlich trug die Aktion vorerst Früchte. Vizzini profitierte von einem Defensivfehler der Winterthurer und verkürzte. Doch der absolute Glaube fehlte, und der UHC Uster kassierte binnen weniger Sekunden zwei Treffer ins verlassene Tor. „Nach dem 5:3 hat der eine oder andere gezweifelt", so Trainer Reimann nach der Partie. „Aber auch in diesem Spiel hatten wir genug Chancen. Aber Winterthur war von Anfang an entschlossener und hatte keine Ladehemmungen", suchte er nach Gründen für die Niederlage. Im eigenen Spiel habe insbesondere die Auslösung nicht funktioniert. „Wir wollten möglichst schnell auslösen, um dem ‚Doppeln' der Winterthurer Angreifer zu entkommen. Doch das hat nicht immer wunschgemäss funktioniert", so der Coach weiter.
Die Regel: Das Heimteam gewinnt
Am Ostermontag muss Usters U-21 damit vor heimischer Kulisse gewinnen, um ein fünftes und entscheidendes Spiel zu erzwingen. Glaubt man der Statistik, müssten die Rot-Weissen diese Partie gewinnen: Beide Teams gewannen in diesen Playoffs bisher alle ihre Heimspiele - verloren aber jeweils auswärts. Uster hat zudem in der ganzen Saison in heimischer Halle noch nie verloren. Dass sich ein lautstarkes Publikum auf die Leistungen seiner Spieler auswirkt, hat auch der Mann an der Bande gemerkt: „Vor so vielen Leuten zu spielen motiviert unheimlich. Die Spieler wollen dem Publikum etwas zurückgeben", so Reimann, der nicht zuletzt der guten Heimbilanz wegen optimistisch auf das Spiel am Ostermontag (16 Uhr im Buchholz) blickt.
Rychenberg Winterthur - UHC Uster 8:4 (2:0, 1:3, 5:1)
Oberseen, Winterthur - 403 Zuschauer
SR: Müller/Ziegler
Tore: 8. Maag 1:0. 19. Meier 2:0. 21. Fischer (Vizzini/Ausschluss Grunder) 2:1. 22. Bolliger 2:2. 25. Frei (Suter) 2:3. 30. Gassmann (Maag) 3:3. 50. Reiser (Schaub) 4:3. 54. Buff (Lüthi) 5:3. 57. Buff (Lüthi) 6:3. 58. Vizzini (Uster ohne Torhüter) 6:4. 58. Meier (Bosshardt, ins leere Tor) 7:4. 59. Grunder (Borth) 8:4
Strafen: HCR 4x2', Uster 3x2'
Rychenberg: Meier; Maag, Hintermüller; Lüthi, Hunn; Schaub, Bosshardt; Grunder, Borth, Buff; Locher, Gassmann, Meier; Reiser, Friolet, Schwerzmann
Uster: Weber; Schaufelberger, Bohli; Zollinger, Honold; Frei, Gmür; Hubmann; Fischer, Werner, Vizzini; Bolliger, Kyburz, Brunner; Suter, Peng, Zeier
Bemerkungen: 25. Maag scheitert mit Penalty an Weber. 57. Timeout Uster, danach vereinzelt ohne Torhüter