05.
2002
WFC 2002: Stimmen zum Eröffnungsspiel
Verantwortlicher vom Finnischen Verband
Für sämtliche Konstruktionen, wie auch die Beleuchtung, ist die Hartvall-Arena
verantwortlich, nicht der Verband. Wir entschuldigen uns für den verspäteten Spielbeginn
und sind sehr froh, dass niemand zu schaden gekommen ist. Die Verzögerung entstand, weil
wir einen intensiven Sicherheits-Check vorgenommen haben.
Jani Westerlund (Coach Schweiz)
Die Verspätung war kein Problem, wir hatten genügend Zeit für ein zweites Warm-Up. Es
war für uns aber nicht einfach, in dieser Halle und vor so vielen Leuten (Finnen) zu
spielen. Wir haben heute gegen ein starkes Finnland verloren, können an diesem Turnier
aber immer noch viel erreichen. Wir hatten heute in zu vielen Situationen Angst oder
zumindest zuviel Respekt vor den Finnen. In den ersten 40 Minuten hat kaum einer das
gespielt, was er kann. Mit dem Ausfall von Tom Engel hat uns auch noch der Leader gefehlt,
ab da wurde es noch schwieriger, einige Spieler hat das zusätzlich verunsichert. Wir
hatten auch unsere Chance und hätten mindestens 2-3 Tore mehr machen müssen. Aber die
Finnen haben natürlich verdient gewonnen.
Mark Wolf
Ich war schon nach wenigen Minuten warmgeschossen. Vielleicht haben wir die Verspätung
doch nicht so gut weggesteckt, denn ich hatte das Gefühl, es waren nicht alle von Beginn
an voll bei der Sache. Ich habe in den letzten Jahren sehr viel an solchen mentalen Sachen
gearbeitet - in der Schweiz ist es wohl aber so, dass wir hier noch grosse Defizite
aufweisen. Auch, was konkrete taktische Aufgaben auf dem Feld anbelangt. Wir wussten zwar
fast genau, was die Finnen tun würden - konnten sie aber trotzdem nicht daran hindern.
Das erste Tor zum Beispiel: Ich habe schon x-mal gesehen, wie die das machen, und wir
hatten das in der Vorbereitung auch genug besprochen. Die Umsetzung auf dem Feld hat aber
leider nicht geklappt - wenn man das strikte Einhalten von einzelnen Aufgaben in der
Meisterschaft zu wenig übt, klappt es eben auch hier nicht so einfach. Immerhin haben wir
im letzten Drittel all das hinter uns lassen und das Spiel ausgeglichen gestalten können.
Das ist der ein Lichtblick und macht Mut für die weiteren Spiele.
Pasi Tilander (Coach Finnland)
Wir wussten genau, wie die Schweizer spielen würden, sie haben in den letzten 2 Jahren
nichts anderes gemacht. Warum sie uns nicht mit einem anderen System überrascht haben?
Ich weiss es nicht... Es ist wohl auch eine Frage der personellen Ressourcen. Hier hat
Finnland gegenüber der Schweiz klare Vorteile - wir können aus einem grösseren
Reservoir an talentierten Spielern schöpfen. Zudem sind die Finnen bezüglich Taktik und
Technik den Schweizern schon etwas voraus. Wir fühlten uns durch die Zuschauer überhaupt
nicht unter Druck gesetzt - im Gegenteil wir haben uns alle auf den Beginn dieses Turniers
gefreut.