19.
05.
2002
05.
2002
NLA Männer | Autor: Keller Damian
WFC 2002: Stimmen zum Spiel gegen Lettland
Auch nach der Partie gegen die Letten stellten sich wieder einige Schweizer den Interview-Wünschen von unihockey.ch. Matthias Hofbauer, Sämi Dunkel und Adi Capatt äussern sich zum Spiel.
Adi Capatt |
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| Wir wussten von den Letten, dass sie gut schiessen und über einen ausgezeichneten Torhüter verfügen. Dass sie mit ihren Abschlüssen zum Erfolg kommen können, ist logisch, wenn man ihnen etwas Platz lässt. In den ersten 40 Minuten ist unser Spiel "nach hinten losgegangen". Das Mitteldrittel war jetzt zweimal unser grosses Problem - mich persönlich stört die ungewöhnlich lange Pause zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt (15 Minuten), da verliert man etwas die Konzentration. Wir müssen halt etwas mehr machen in dieser Pause, um das zu verbessern. Die Manndeckung der Letten war eigentlich nicht das Problem, aber als Stürmer vor dem gegnerischen Tor bekommt man schon eine seltene Härte zu spüren. | ||
Matthias Hofbauer |
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| Natürlich waren wir von der Leistung der ersten 40 Minuten enttäuscht. Aber wir sind auch in der Garderobe cool geblieben. Wir sind mental gut darauf vorbereitet worden, die Geduld nicht zu verlieren. Das ist gerade in solchen Spielen unheimlich wichtig. Wir waren sicher, dass die Tore spätestens dann fallen werden, wenn wir auf zwei Blöcke reduzieren, und so ist es ja auch gekommen. Auch die Schweden knorzten gegen die Dänen im ersten Drittel (1:1), ehe sie sich deutlich durchsetzten. Man kann eben nicht mehr einfach aufs Feld kommen und gleich alles klar machen, so einfach ist das nicht. Die Spiele gegen Finnland und Lettland waren total unterschiedlich - die heutige Partie können wir als Testlauf für den Match gegen die Tschechen ansehen. Auch dort werden wir es sein, die das Spiel machen müssen. Mit dieser Uebung sollten wir dann auch nicht mehr 40 Minuten brauchen, um zu unserem Spiel zu finden. | ||
Sämi Dunkel |
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| Ich fühle mich im Team und hier in Helsinki grundsätzlich sehr wohl, die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Heute morgen hatte ich beim Aufstehen um 7.00 zwar etwas Mühe, das ist ungewöhnlich früh... Wir müssen unbedingt noch mehr miteinander sprechen, auch die Offensivtaktik im Detail anschauen. Wir machen zuviele Flüchtigkeitsfehler und bauen so den Gegner jeweils unnötig auf. Es ist auch keine Sicherheit vorhanden - wir denken auf dem Platz zuviel, anstatt dass einfach Automatismen spielen würden. Und auf diesem Niveau ist man meistens verloren, wenn man zuerst überlegen muss, was man jetzt mit dem Ball anstellt. Trotzdem, gegen die Tschechen werden wir versuchen müssen, das Spiel zu gestalten. Wir sind spielerisch und technisch besser als die Tschechen, wir müssen das "nur" umsetzen. | ||