05.
2002
WFC 2002: Stimmen zum Spiel gegen Tschechien
Stefan Lüthi |
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| Vieles war auf das Auftaktspiel
gegen Finnland ausgerichtet. Nach diesem Spiel fielen wir etwas in ein Loch, die Spannung
flachte ab. Das haben auch die Finnen gegen die Tschechen so erlebt und prompt verloren,
heute ging es den Tschechen in ihrem zweiten Auftritt genau so. Ich denke, dass wir uns
jetzt in das Turnier hinein gearbeit haben und voll da sind. Auch die Unsicherheit scheint
jetzt verflogen zu sein, wir haben uns heute mit zwei Blöcken ins Spiel bringen können.
Gegen die Finnen, die sehr viel Ballbesitz hatten, war das mit drei Blöcken sehr schwer. Vor der Partie haben wir eigentlich nicht gerechnet - wir wollten einfach unbedingt dieses Spiel gewinnen, um Selbstvertrauen zu tanken. Natürlich haben wir gegen Schluss dann gewusst, dass mit zwei Toren sogar noch der Gruppensieg drinliegen würde. Aber dieses unglückliche Tor nur 5 Sekunden nach meinem 6:2 hat diese Pläne dann zunichte gemacht. Egal, jetzt schauen wir vorwärts auf den Viertelfinal - und wenn wir den überstehen und im Halbfinal auf die Finnen treffen, wissen wir, dass wir unsere Chancen haben werden. Wir haben zwar schon auch Druck, man erwartet eine Medaille von uns und die Diskussionen um die nicht perfekte Vorbereitung hat uns Spieler auch berührt - aber der Druck auf den Finnen ist ungleich höher. |
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Tom Engel |
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| Es ist hart, von draussen zusehen
zu müssen. Meine "Tomate" ist zwar am abklingen, aber richtig sprinten kann ich
noch nicht. Morgen kann ich die Verletzung noch einmal richtig kurieren, dann hoffe ich,
dass es bis zu den Viertelsfinals reicht. Ich habe ja schon während den Playoffs
Erfahrung sammeln können, wie es ist, wenn man nicht selber mittun kann - trotzdem bin
ich während dem Spiel total nervös... Man sieht von der Tribüne oben auch besser, als
von der Bank, woran wir noch arbeiten müssen. In der Defensive müssen wir unbedingt noch
konsequenter werden und vorne noch zielstrebiger. Den neuen Modus mit den Viertelsfinals finde ich gut. Einerseits wäre die Schweiz als Gruppendritte mit dem alten Modus jetzt sogar ausgeschieden - das kanns ja nicht sein. Zudem gibt es so noch mehr Spiele, bei denen es um alles oder nichts geht. Auch diese für die Medien interessante Rechnerei, die jetzt stattgefunden hat, hätte es sonst nicht gegeben. Und auch die Viertelsfinals müssen erst gespielt werden! Was viele nicht verstehen - diese Spiele muss man erst einmal gewinnen, das ist nicht so leicht. |
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Jani Westerlund |
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| Wir haben in den ersten 19 Minuten Top-Unihockey gespielt. Wir haben schon vor dem Turnier gesagt, dass wir wohl vermehrt mit nur zwei Blöcken operieren müssen. Heute hat sich das gezeigt und bewährt. Gegen Tschechien hat nur der Sieg gezählt, uns war es egal, ob es am Ende auf Rang 2 oder 3 hinauslaufen würde. Wenn man in so einem Turnier weit kommen bzw. sogar Weltmeister werden will, muss man sowieso jeden schlagen - ob im Viertelfinal oder Halbfinal. Auch ich finde den Modus grundsätzlich gut, den das finnische Fernsehen den Organisatoren aufgebrummt hat (Anmerk.d.Red: das finnische Fernsehen überträgt alle Spiele der Finnen live und wollte die Viertelsfinals...). Er lässt aber noch zuviele Spekulationen offen, wie wir gerade am eigenen Leib erfahren haben. | ||