30.
12.
2016
NLA Männer | Autor: unihockey.ch

Wiler investiert in die Jugend

Der SV Wiler-Ersigen hat das Rennen um den slowakischen Shooting-Star Michal Dudovic gemacht. Die Verpflichtung solcher junger Spieler hat beim zehnfachen Meister System.

Wiler investiert in die Jugend Michal Dudovic an der Weltmeisterschaft im Dezember. (Bild: IFF)

Spätestens nach der Weltmeisterschaft in Riga war der Name von Michal Dudovic allen Unihockey-Experten ein Begriff. Mit sechs Toren und sechs Assists katapultierte sich der erst 17-jährige Slowake von ATU Kosice in die Top Ten der Scorerliste und schoss im Klassierungsspiel gegen Lettland den entscheidenden Treffer in der Verlängerung. Dass ein solches Talent nicht lange in einer Liga wie der slowakischen bleiben würde, schien klar. Obwohl die halbe tschechische Superliga ihn umwarb, hat Dudovic sich nun für einen grösseren Schritt entschlossen und trägt ab Januar die Farben des SV Wiler-Ersigen.

Solche Transfers von jungen Ausnahmekönnern haben beim SVWE mittlerweile Tradition. In den vergangenen Jahren gelang es immer wieder, junge ausländische Spieler zu verpflichten. Die beiden bekanntesten haben sich schon rasch in der NLA-Equipe einen Stammplatz erkämpft: Daniel Sesulka, der tschechische Verteidiger mit Jahrgang 1995, steht bereits in seiner dritten Saison in der höchsten Liga und bestritt dieses Jahr seine erste WM.

Wie eine Bombe hat diesen Herbst die finnische Neuverpflichtung Ville Lastikka eingeschlagen. Der Topscorer der letzten U19-Weltmeisterschaft entschied sich diesen Sommer überraschenderweise gegen die finnische Liga und für einen Wechsel in die Schweiz, wo er bei den gegnerischen Torhütern für machen Schweissausbruch sorgt. Der 20-jährige ist mit 21 Treffern drittbester Torschütze der Liga.

Für den SVWE-Sportchef Marcel Siegenthaler sind dies die Früchte der intensiven Betreuung, welche die ausländischen Jugendlichen geniessen, sowie der optimalen Trainingsbedingungen in Zusammenarbeit mit der Unihockeyakademie. Bis zu acht Trainings pro Woche können die Nachwuchsspieler so absolvieren. Doch die Nachwuchsbemühungen bei Wiler-Ersigen beschränken sich nicht nur auf ausländische Athleten. Letztere fallen zwar durch eine besonders hohe Opferbereitschaft auf, doch die Schweizer Junioren haben da mittlerweile auch einen Schritt vorwärts gemacht. Insgesamt acht Spieler im U21-Alter standen diese Saison bereits für Wilers NLA-Team im Einsatz - es ist nur eine Frage der Zeit, bis mit Michal Dudovic ein weiterer dazukommt.

geb dir schon recht 5.149.36.21

18:32:56
30. 12. 2016
Du hast wohl recht dass das dem schweizer unihockey nichts bringt, denoch denke dass solche aktionen dem unihockey international was bringt. Ich gebe dir jedoch recht das es sicher sinnvoller gewesen eine "könizer strategie" anzuwenden. Anderer Meinung bin ich jedoch im Bezug aus Weltklasse Spieler. Wenn du z.B. schmocker als weltklasse spieler nennst denke ich das wiler auch ein paar "weltklasse" spieler zu bieten hat.(z.B. nicolas wolf, lukas meister oder auch dave wittwer auch wenn ich ihnen nicht "weltklasse" spieler sagen würde

so wird das nix mit dem weltmeister titel 213.55.176.143

16:57:55
30. 12. 2016
sehr fragwürdig dieses System. Was bringt das dem schweizer Unihockey? Eher wenig. Der junge Ausländer nimmt dem talentieren schweizer Nachwuchsspieler den Platz weg. Es wäre sinnvoller einen talentieren CH-Spieler nach Wiler zu lotsen. Besser wäre eine Truppe mit 1-2 Stars (erfahrene Ausländer) gespickt mit jungen CH-Talenten zusammenzustellen. Ausbeutung junger billiger gastarbeiter, so nennt sich dieses System. Das oben genannte Modell, dass ich anspreche, bewährt sich schon seit Jahren bei Köniz. Unvergessen die Zeiten mit mit Calebsson & co.. Nennt mir einen CH-Weltklasse Spieler der bei Wiler ausgebildet wurde in den letzten Jahren... Schmocker, Bischofberger usw. zählen nicht, da diese ja nicht aus der Jugend von Wiler stammen. Genau, da müssen wir ganz weit zurück schauen. Matthias Hofbauer.
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