31.
03.
2010
NLA Männer | Autor: Keller Damian

"Wir werden Gas geben und beissen müssen"

Kurz vor Beginn der Finalserie zwischen Wiler und Rychenberg haben wir uns mit HCR-Center Simon Eichmann unterhalten. Der ehemalige Internationale hätte sich nicht träumen lassen, dass sein Comeback so verlaufen würde.

Simon EichmannSimon Eichmann, im letzten Dezember hast du dich nach anderthalb Jahren Pause zum Comeback entschlossen ...
... ja, weil ich den Sport einfach vermisst habe. Ich war im Herbst einige Monate in England, da ist der Entschluss gereift, zumindest wieder mittrainieren zu wollen. Relativ schnell hat es sich dann ergeben, dass ich auch wieder spielen würde.

Vier Monate später stehst du mit Rychenberg im Playoff-Final. Hättest du das gedacht?
(lacht) Natürlich nicht. Ich habe einfach aus Freude am Sport wieder zum Stock gegriffen.

Rychenbergs zweite Linie mit dir, Thomas Wolfer und (meistens) Marc Schadegg läuft hervorragend. Überrascht dich das?
Nun, wir hatten seit Saisonbeginn mit der Verletzung von Jonas Grunder einen Center zu wenig. Ich bin froh, dass ich helfen konnte, diese Lücke zu schliessen. Unsere Linie harmoniert gut - überhaupt lief es uns ja in den Playoffs bisher ausgezeichnet.

Wie weit kommt der HCR mit „es läuft gut" gegen Wiler?
Noch nicht sehr weit. Wir werden Gas geben und beissen müssen, es wartet viel Laufarbeit auf uns. Wir haben sicher grossen Respekt vor Wiler und sind in der Rolle des Aussenseiters.

In der Qualifikation hat der HCR dem Meister aber die erste Saisonniederlage beigebracht ...
Ich glaube schon, dass wir für Wiler so etwas wie ein Angstgegner sind. Wiler kommt nicht gerne nach Winterthur.

Geschlagen wurde Wiler in Oberseen, nun trägt der HCR seineEichmann Heimspiele aber in der Eishalle Deutweg aus. Wie siehst du das als Spieler?
Als Spieler hätte ich gerne eine echte Heimhalle. Mit Garderoben, die nicht für Schulkinder gemacht sind, mit einem eigenen Spind, wo auch mal Material deponiert werden kann. Das wäre ein Schritt Richtung Professionalität. Ansonsten fühlen wir uns in Oberseen und auch der Eulachhalle wohl - nur eben eine einzige Heimhalle wäre schön.
Aus Sicht des Vereines verstehe ich es, dass man für diese Finalspiele in die Eishalle umzieht. Das ist ein „Big Place" und finalwürdig. Sportlich gesehen wären unsere Chancen in Oberseen aber wohl grösser.

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