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NLA Männer | Autor: Güngerich Etienne

Zwei unterschiedliche Duelle

Vor den Playoff-Halbfinals scheint nur eine Sache bereits klar zu sein: auch in der siebten Austragung des Superfinals wird ein Team aus dem Kanton Bern vertreten sein. Derweil kann an diesem Wochenende Floorball Thurgau bereits den Aufstieg in die höchste Spielklasse bewerkstelligen.

Zwei unterschiedliche Duelle Jan Ziehli und Manuel Engel werden um den Einzug in den Superfinal kämpfen. (Bild: Fabian Trees)

Die Rivalität zwischen dem SV Wiler-Ersigen und Floorball Köniz entstand in den 90er-Jahren, als sich die beiden Vereine in der NLB um einen Platz in der NLA bekämpften. Nach der Jahrtausendwende lieferten sich die Berner Klubs etliche brisante und emotionale Duelle in der höchsten Spielklasse. Bis zur Einführung des Superfinals (Saison 2014/2015) behielten, den Cupfinal von 2008 ausgeklammert, meist die Oberemmentaler die Oberhand. Danach verliefen die Duelle in der Qualifikationsphase zumeist ausgeglichen. Auffallend ist jedoch, dass Köniz vor allem in einzelnen Entscheidungsspielen die Nase vorne hatte, so wie in den Superfinals von 2018 und 2021. Eine Playoffserie haben die Berner Vorstädter allerdings gegen den Rekordmeister noch nie gewonnen.

SVWE macht auf Understatement
Die einzige Serie im best-of-seven-Modus gab es zwischen diesen beiden Equipen im Halbfinal vor drei Saisons. Der SVWE schaltete den damaligen Titelverteidiger mit 4:1-Siegen aus. Bei den verlorenen Superfinals waren es übrigens die Ersiger, die versuchten, ihren Titel zu verteidigen. Der letztjährige Gewinn der Meisterschaft könnte sich für die Könizer also in der diesjährigen Halbfinal-Affiche noch als schlechtes Omen herausstellen.

Auf Seiten Wiler-Ersigens wird die Favoritenrolle den Vorstädtern zugeschoben. Zu wenig produktiv und zu wenig breit sei das Team von Thomas Berger. Zu wenig offensive Akzente können die Verteidiger im Vergleich zu Köniz setzen und zu wenig erfahren sei die dritte Linie, heisst es. Gewiss dürften einige der erwähnten Punkte der Wahrheit entsprechen. Allerdings hat der SVWE im Viertelfinal gegen den HCR mit drei Overtimesiegen und einem nach Penaltyschiessen gezeigt, dass er über eine starke Spitze mit Spielern wie Joonas Pylsy, Michal Dudovic, Marco Louis und Deny Känzig verfügt, die mit Einzelaktionen Spiele entscheiden kann.

Kambundji erweist die Ehre
Ebenfalls nicht erwähnt wird, dass auch Köniz in der Vorrunde erhebliche Probleme mit WaSa und sich selber bekundete. Seit Jahresbeginn gelang es dem Team von Jyri Korsman nie, eine durchwegs konstante Leistung auf den Platz zu bringen. In der Serie gegen die Ostschweizer wirkte FBK in taktischer Hinsicht sogar ratlos und liess sich mal für mal austricksen. Die defensive Organisation bei 5-gegen-5 oder im Unterzahlspiel, über Jahre eine der grössten Stärken der Könizer, funktionierte über weite Strecken nicht. Am Ende rettete die individuelle Klasse einzelner Spieler, die Breite des eigenen Kaders sowie der Fakt, dass WaSa am Ende erneut die Kraft ausging, die Berner in den Halbfinal.

So kommt es dort zu einer Serie zweier Teams, die über sehr viel Potential verfügen und zu den engsten Meisterschafts-Favoriten zählen, aber noch nicht ganz in die Gänge kamen. Im Derby wird auch viel über den Leidenswillen und die Emotionen gehen. Dazu beitragen werden auch die Zuschauer, die zahlreich erwartet werden. Bei Köniz geht man davon aus, dass zum ersten Spiel um die 1'500 Fans in die Sporthalle Weissenstein pilgern werden. Nicht zuletzt auch darum, weil in der ersten Drittels-Pause die waschechte Könizerin Mujinga Kambundji für ihren Hallen-Weltmeistertitel über 60 Meter geehrt wird.

GC zurück aus den «Ferien»
Klarer ist die Favoritenrolle beim zweiten Halbfinal aufgeteilt. Es wäre eine faustdicke Überraschung, wenn Zug United Qualifikationssieger GC aus dem Meisterschaftsrennen kippen könnte. Die Zentralschweizer haben ihr Saisonziel mit der Halbfinalqualifikation eigentlich schon erreicht. Ihnen gelang damit nach dem Aufstieg vor fünf Jahren ein weiterer kleiner Schritt in ihrer Entwicklung. Die Aufholjagd gegen Malans nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand inklusive 100-minütiger Torflaute war beeindruckend und die Halbfinalteilnahme damit verdient. Aber mit den Grasshoppers wartet nun ein anderes und vor allem konstanteres Kaliber als es die Bündner waren.

Die Hoppers haben nach dem Cupsieg Ende Februar ihre Stärke auch im Viertelfinal demonstriert und den UHC Uster kompromisslos vom Feld gefegt. Der 11:1-Sieg in der vierten Partie liegt allerdings bereits drei Wochen zurück, was einer gefühlt halben Sommerpause entspricht. Zug wird darauf hoffen, aus der fehlenden Spielpraxis Profit schlagen und vorlegen zu können. Je länger die Serie aber dauern wird, desto schwieriger dürfte es für die Zentralschweizer, bei denen die Kräfteverhältnisse auf weniger Schultern verteilt sind, werden - zumal Spiel 3 und Spiel 7 innerhalb von zehn Tagen ausgespielt werden würden.

Letzter Strohhalm für Thun
Ganz andere Sorgen hat derweil der UHC Thun. Die Berner Oberländer stehen nach acht Saisons im Oberhaus kurz vor dem Abstieg in die NLB und liegen gegen Floorball Thurgau mit 0:3 im Hintertreffen. Die Serie zu drehen, kommt einer Herkulesaufgabe gleich, strotzt der B-Meister doch voller Selbstvertrauen.

Ein Lebenszeichen gab dagegen Ad Astra Sarnen von sich. Die Obwaldner siegten am Mittwoch bei Basel Regio mit 5:3 und glichen die Serie zum 1:1 aus. Nun darf das Chrapek-Team am Freitag und Dienstag zweimal vor eigenem Publikum antreten, dazwischen liegt am Sonntag das Auswärtsspiel in der Sandgruben.


NLA Männer, Playoff-Halbfinal 1

Samstag, 2. April
Floorball Köniz - SV Wiler-Ersigen
17:00 Uhr - Sporthalle Weissenstein, Köniz

Grasshopper Club Zürich - Zug United
18:00 Uhr - Sporthalle Hardau, Zürich


NLA Männer, Playoff-Halbfinal 2

Sonntag, 3. April
Zug United - Grasshopper Club Zürich
17:00 Uhr - Dreifachsporthalle Kantonsschule, Zug

SV Wiler-Ersigen - Floorball Köniz
18:00 Uhr - Sportanlage Grossmatt, Kirchberg


NLA/NLB Männer, Auf-/Abstiegsspiele 3

Freitag, 1. April
Ad Astra Sarnen - Basel Regio
20:00 Uhr - Dreifachhalle Sarnen


NLA/NLB Männer, Auf-/Abstiegsspiele 4

Samstag, 2. April
UHC Thun - Floorball Thurgau
19:00 Uhr - MUR-Halle, Thun

Sonntag, 3. April
Basel Regio - Ad Astra Sarnen
17:00 Uhr - Sandgruben Basel


NLA/NLB Männer, Auf-/Abstiegsspiele 5

Sonntag, 3. April
evtl. Floorball Thurgau - UHC Thun
17:00 Uhr - Paul Reinhart Halle, Weinfelden

 

 

 

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Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich+7154.000
2.Floorball Köniz+4047.000
3.SV Wiler-Ersigen+3847.000
4.Zug United+1238.000
5.HC Rychenberg Winterthur+834.000
6.UHC Alligator Malans+2132.000
7.UHC Uster-1031.000
8.Waldkirch-St. Gallen-1130.000
9.Chur Unihockey+529.000
10.Tigers Langnau-1028.000
11.Ad Astra Sarnen-6711.000
12.UHC Thun-979.000
1.Kloten-Dietlikon Jets+9448.000
2.Skorpion Emmental Zollbrück+9248.000
3.piranha chur+5744.000
4.Red Ants Winterthur-1027.000
5.Wizards Bern Burgdorf+723.000
6.Unihockey Berner Oberland-522.000
7.Zug United-1822.000
8.UHC Laupen ZH-2320.000
9.FB Riders DBR-7313.000
10.UH Red Lions Frauenfeld-1213.000
1.Floorball Thurgau+10056.000
2.Unihockey Basel Regio+4944.000
3.Kloten-Dietlikon Jets+2641.000
4.Regazzi Verbano UH Gordola+036.000
5.Ticino Unihockey-337.000
6.UHC Grünenmatt+331.000
7.UHT Eggiwil-1931.000
8.UHC Sarganserland-2330.000
9.Floorball Fribourg-1328.000
10.I. M. Davos-Klosters-3223.000
11.Unihockey Langenthal Aarwangen-3423.000
12.RD March-Höfe Altendorf-5410.000
1.Waldkirch-St. Gallen+6352.000
2.UH Appenzell+3541.000
3.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf+2839.000
4.Aergera Giffers+2232.000
5.UH Lejon Zäziwil+726.000
6.Nesslau Sharks-1323.000
7.Unihockey Basel Regio-1422.000
8.UC Yverdon-2917.000
9.Floorball Uri-3610.000
10.Visper Lions-638.000

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