10.
2011
Chur lässt einen Punkt in St. Gallen liegen
In St. Gallen hat gestern die OLMA begonnen. „Die schönste Jahreszeit in St. Gallen", wie es in der Bratwurst-Kapitale so schön heisst. Auch unweit des Athletik-Zentrums, wo sich Waldkirch-St. Gallen und Chur gestern gegenüber standen, waren die Marktstände zu sehen und vor allem zu schmecken. So richtig Feststimmung wollte unter den 280 Zuschauern - viele kamen sogar direkt von der Herbstmesse - aber erst im Schlussdrittel aufkommen. Mit zwei späten Toren (55./59.) zum 3:3 erkämpften sich die St. Galler einen wichtigen Punkt. Nach der torlosen Verlängerung verwandelten Churs Finnen Kari Koskelainen und Jani Helenius ihre Strafstösse zum 4:3-Sieg. WaSa's Jarko Kumpulainen scheiterte in seinem letzten Versuch - trotz grosser „Show" - kläglich.
Zu viele Chancen ausgelassen
Nach dem lahmen Startdrittel („Das schwächste in dieser Saison", laut dem verletzten Churer Lukas Meuli) trat Chur im zweiten Abschnitt kräftig aufs Gaspedal. Schon nach 36 Sekunden glich Markus Studer die St. Galler Führung aus. Danach hatte Chur das Geschehen mehrheitlich im Griff , scheiterte aber immer wieder am starken WaSa-Torhüter Dominik Jud. Erst zu Beginn des Schlussdrittels erhöhten die Bündner dank einer Doublette von Sandro Cavelti (42./46.) auf 3:1. Einen möglichen Sieg verschenkten die Churer, als sie sich nach erneut vielen ausgelassenen Torchancen, zu früh auf die Verwaltung des knappen Vorsprungs beschränkten.
Chur zu siegessicher
Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ging nochmals ein Ruck durch die Reihen der Hausherren. Ausgelöst hatte den das 2:3 von Chris Eschbach, welcher vor dem Churer Tor mustergültig von Roman Mittelholzer freigespielt wurde. Das gleiche Duo - in umgekehrtem Ablauf - war denn auch für den Ausgleich knapp zwei Minuten vor der Sirene verantwortlich. In der Verlängerung hatten beide Teams Chancen das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Das Fazit ist klar: WaSa gewann einen Punkt dank einem starken Finish. Chur dagegen verlor einen, da der Betrieb bereits nach 55 Minuten eingestellt wurde. Sepp Herberger selig hätte wohl gesagt „Ein Spiel dauert 60 Minuten". Zumindest wenn man drei Punkte holen möchte.
Waldkirch-St. Gallen - Chur Unihockey 3:4 n.P. (1:0, 0:1, 2:2, 0:0)
Athletik-Zentrum. - 280 Zuschauer. - SR Kaiser/Meier.
Tore: 11. Kumpulainen (Väänänen) 1:0. 21. Studer (Koskelainen) 1:1. 42. Cavelti (Schneider) 1:2. 47. Cavelti (Bürer) 1:3. 55. Chris Eschbach (Roman Mittelholzer) 2:3. 59. Roman Mittelholzer (Chris Eschbach) 3:3.
Penaltyschiessen: Chris Eschbach -, Darms -, Jucker -, Koskelainen 0:1, Roman Mittelholzer 1:1, Schneider -, Väänänen -, Helenius 1:2, Kumpulainen -.
Strafen: keine.
Waldkirch-St. Gallen: Jud; Preisig, Hühler; Zellweger, Brunner; Lieberherr, Meier; Väänänen, Kumpulainen, Chris Eschbach; Thomas Mittelholzer, Roman Mittelholzer, Haag; Jeanot Eschbach, Jucker, Hess.
Chur: Kellenberger; Kivilehto, Kamaj; Schneider, Bürer; Darms, Frigg; Helenius, Koskelainen, Studer; Bernieck, Cavelti, Riedi; Engel, Fauser, Blaser.
Bemerkungen: Waldkirch-St. Gallen ohne Kläger, Wick (verletzt), Chur ohne Jenni, Putzi, Meuli (verletzt). -- 53. Pfostenschuss Haag, 58. Time-out Waldkirch-St. Gallen, 60. Time-out Chur. - Jud (Waldkirch-St. Gallen) und Schneider (Chur) als beste Spieler ausgezeichnet.