10.
2011
Die Zuger Krise geht weiter
Winterthurs Offensivkraft schlug bereits nach 16 Sekunden ein erstes Mal zu. Skalik liess es sich bereit im ersten Angriff nicht nehmen denn Ball in den Maschen zu versenken. Zugs Abwehr wurde in dieser Phase komplett überfahren. Bevor sich das Heimteam von dieser kalten Dusche erholen konnte, schlug der Tscheche in der dritten Minute ein zweites Mal zu und bescherte seinen Farben einen Traumstart wie er in jedem Unihockey-Gameplan-Buch steht. Danach stabilisierte sich die Zuger Defensive zwar einigermassen, die Offensive war jedoch weiterhin nicht viel mehr als ein laues Lüftchen. Logische Konsequenz war, dass der HCR gegen Ende der ersten zwanzig Minuten seinerseits noch einmal einen Doppelschlag landen konnte. Das 0:4 zum ersten Pausentee konnte bereits so etwas wie eine Vorentscheidung gedeutet werden.
Blau-Weiss nahm sich zwar in der Garderobe nach einer Brandrede des Coachingstaffs vor zu reagieren, vermochte aber in einem über weiten Strecken ereignislosen zweiten Abschnitt die Abwehr der Gäste nur vereinzelt in Bedrängnis zu bringen. Und wenn, scheiterten sie an der eigenen Abschlussschwäche. Auf der positiven Seite konnten die Löcher vor dem eigenen Tor einigermassen gestopft werden. Der einzige Treffer musste in einem Powerplay hingenommen werden, kurz bevor die zweite Sirene ertönte. 0:5 nach vierzig Minuten.
Rückfall
Das letzte Drittel war von einer resignierten United gezeichnet. Bereits früh erhielten sie zwei weitere vermeidbare Tore und lagen danach bereits mit 0:7 zurück. Es ging bestenfalls noch um Schadensbegrenzung. Während die Zürcher einen Gang zurückschalteten, blieb aber auch weiterhin eine Reaktion aus. Tassio Suter gelang schliesslich gut zehn Minuten vor Ende der Ehrentreffer, das war es dann von einem tristen Unihockeyabend in der Stadthalle. 1:10 lautete einmal mehr das überdeutliche Resultat gegen einen nicht übermächtigen Gegner.
Auswärts am Mittwoch
Bereits Mitte Woche steht mit dem Spiel gegen Alligator Malans der letzte Vergleich vor der Nationalmannschaftspause auf dem Programm. Nach einer Regenrationseinheit am Montag bereiten sich die Kolinstädter am Dienstag auf die Herausforderung vor. Angestrebt wird zumindest ein positiver Abschluss dieser ersten Sequenz. Manninens Denkaufgabe für den kurzen Unterbruch diesmal könnte klarer nicht sein: „Jungs, es braucht nun Leader um diesen Karren aus dem Dreck zu ziehen!"
Zug United - HC Rychenberg Winterthur 1:10 (0:4, 0:1, 1:5)
Stadthalle - 160 Zuschauer - SR: Güpfert/Ziegler
Tore: 1. Skalik (Hautaniemi) 0:1. 3. Skalik (Kinnunen) 0:2. 16. Kinnunen (Skalik) 0:3. 17. Dolski (Grunder) 0:4. 37. Kinnunen (Skalik) 0:5. 42. Grunder (Dolski) 0:6. 42. Schaub (Studer) 0:7. 45. Huber (Lax) 0:8. 50. Hautaniemi (Lax) 0:9. 51. Suter (Sidler) 1:9. 52. Kinnunen (Hautaniemi) 1:10.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 2Mal 2 Minuten gegen Winterthur
Zug United: Suter, Müller,Strebel, Hautamäki, Trinkler, Bützer, B.Strebel, Manninen, Schelbert, Eberle, Sidler, Schuler, Poletti, Maag, Meier, Grüter, Arnold, Oderbolz, Blöchliger, Wyttenbach
Rychenberg Winterthur: Hautaniemi, Kast, Pulfer, Kinnunen, Grunder, Lüthi, Schaub, Studer, Buff, Gassmann, Skalik, Hartmann, Meier, Näf, Kradolfer, Volslei, Meister, Huber, Lax
Bemerkungen: Zug ohne Kari (Krank) Pätynen, Fallegger (Ausland) Rosenberg, Püntener