19.
09.
2010
NLA Männer | Autor: HC Rychenberg Winterthur

Ein Blitzstart in die Saison

Mit einem fulminanten Startdrittel lenkt der HC Rychenberg das Derby gegen den UHC Uster bereits früh in die gewünschten Bahnen und gewinnt zum Saisonstart fast problemlos 7:3.

Der HC Rychenberg hat dem Druck stand gehalten und ist erfolgreich ins Jahr 1 nach der unerwarteten Finalteilnahme gestartet. Mit dem ungefährdeten 7:3 gegen den Kantonsrivalen UHC Uster konnten nicht nur jene Zweifel ausgeräumt werden, welche den Saisonstart stets begleiten, sondern auch jene drei Punkte ins Trockene gebracht werden, die gegen einen Aufsteiger büdgetiert sind. Dass dies nicht immer so einfach ist, haben in der vergangenen Saison die Punktverluste gegen Lok Reinach gezeigt.

Es war schon sehr verblüffend, wie der HC Rychenberg die diffizile Situation meisterte. Die Mannschaft des neuen finnischen Trainers Lars Eriksson liess sich ihre Anspannung nicht anmerken, sondern war vom Anpfiff an hellwach, zeigte eine erstaunliche Ballsicherheit und Passgenauigkeit und hielt die Intensität übers ganze Startdrittel hinweg hoch. Es war nur folgerichtig, dass die Früchte dieser Anstrengungen schon bald geerntet werden konnten: In der dritten Minute markierte Felix Buff auf feines Zuspiel Thomas Wolfers das Führungstor, in der zehnten nutzte Vojtech Skalík einen rasch ausgeführten Freistoss zum 2:0, in der 13. traf Marc Huber aus der Distanz und in der zwanzigsten verwertete Wolfer einen halbhohen Pass volley zum 4:0 Pausenstand.

Und was war mit Uster? Der Aufsteiger war in den ersten zwanzig Minuten mit Abwehrarbeit voll ausgelastet. Nennenswerte Gegenstösse brachte er keine zu Stande, vielleicht mal abgesehen von der Halbchance in der zehnten Minute, die Rychenbergs Goalie Pascal Meier aber sicher entschärfte. Das Beste am Startdrittel war für Uster noch das Resultat, denn es hätte genauso 0:6 heissen können. Marc Schadegg konnte Jukka Kinnunens Zuspiele aber zwei Mal allein vor dem leeren Tor nicht verwerten. Auch in der Folge rackerte der Ostschweizer glücklos, traf er im letzten Abschnitt doch noch die Latte.
Die restlichen zwei Drittel sind rasch beschrieben. Rychenberg baute mit der komfortablen Führung im Rücken deutlich ab und bot damit seinem Torhüter vorab im Mitteldrittel wiederholt Gelegenheit, sich mit sicheren Interventionen auszuzeichnen. Uster seinerseits bemühte sich um den Anschluss, mehr als etwas Resultatkosmetik lag an diesem Abend aber nicht drin. Spätestens nach 38 Minuten und einer Doublette von Jonas Thomsson und Joel Rossier zum 6:1 waren die drei Punkte vergeben. Rychenberg agierte im Schlussabschnitt wieder ausreichend solide und liess nichts mehr anbrennen.

Rychenbergs Assistenztrainer Thomas Weber war primär froh, dass seine Mannschaft dem Druck widerstanden hatte. Darüber hinaus sah er freilch nicht nur Licht, sondern auch Schatten: «Wir begannen mit recht hoher Intensität, Laufbereitschaft und Ballkontrolle. Nach dem 4:0 liessen wir aber deutlich nach. Dies hatte nichts mit dem Gegner zu tun, sondern nur mit der nachlassender Konzentration. Alles wurde etwas langsamer und etwas weniger konseqent durchgeführt. Dadurch unterliefen uns genau da Fehler, wo Uster darauf wartet: in der Mittelzone.»

Es fehlte in dieser Phase des Konterns und Gegenkonterns aber auch einer, der mal einen Gegenstoss abgebrochen hätte und so Ruhe ins Rychenberger Spiel gebracht hätte. Das beidseits hektische und nervöse Treiben spielte den Gästen geradezu in die Hände. Freilich konnten diese wegen Meier und wegen der eigenen mangelnden Kaltschnäuzigkeit nur ein einziges Mal Profit schlagen. Dass Chur am kommenden Sonntag solche Nachlässigkeiten ähnlich generös ungestraft lässt, ist unwahrscheinlich.

HC Rychenberg Winterthur - UHC Uster 7:3 (4:0, 2:1, 1:2)
Oberseen, Winterthur. - 337 Zuschauer. - SR: Kaiser / Meier.
Tore: 3. Buff (Wolfer) 1:0, 6. Locher 2:0, 10. Skalik (Wolfer, Ausschluss Schaufelberger) 3:0, 20. (19.16) Wolfer (Buff), 27. Vizzini (Fischer) 4:1, 34. Thomsson (Schadegg) 5:1, 38. Rossier (Dolski) 6:1, 50. Züger (Berweger) 6:2, 53. Skalik 7:2, 59. Berweger (Aellig) 7:3.
Strafen 4x2 Min gegen Uster, 3x2 Min gegen HCR.
HCR: Meier; Kast, Thomsson; Eichmann, Huber; Locher, Kradolfer, Moschen; Schadegg, Kinnunen, Skalík; Wolfer, Friolet, Buff; Rossier, Dolski, Grunder.
Uster: Bieri; Mahler, Krienbühl, Maag, Schaufelberger, Widler, D. Bohli, Schlüssel; Berweger, Aellig, Züger, Fröberg, R. Bohli, Hürlimann, Fischer, Vizzini, Jaggi, Huber, Bolliger.

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