11.
2018
GC für Zug zu effizient
Vor der grossen WM-Pause erhielt Zug United vom neuen NLA-Leader Grasshoppers eine Lektion in Sachen Effizienz. Die Zürcher siegten 8:3 und die Schweizer WM-Fahrer zeigten sich in guter Form.
Bis vor dieser Saison waren die Grasshoppers vornehmlich dafür bekannt, den Zuschauern ein offensives Spektakel zu bieten. Dies war attraktiv anzuschauen, aber nicht immer erfolgreich. Auf diese Saison stellten sie ihre Spielweise um. Weniger offensiver Wahnsinn und mehr Spielkontrolle. Die Zuger rannten sich am Mittwochabend in der Sporthalle Hardau darin fest. Dabei waren die Zentralschweizer keineswegs das schlechtere Team. Im ersten Drittel vergaben Steven Fiechter, Billy Nilsson und Andreas Dahlqvist vergaben ihre ausgezeichneten Chancen - oder scheiterten am ausgezeichnet aufgelegten Keeper Pascal Meier, der am Ende Spiels zum besten Spieler bei den Stadtzürchern gekürt wurde. Auf der anderen Seite trafen die Grasshoppers dreimal nach Freischlägen - und dreimal sah die Abwehr inklusive Torhüter Daniel Mück nicht gut aus.
Einmal in Führung liegend, liessen die Grasshoppers nicht mehr aus der Reserve locken. Geschickt und geduldig liessen sie den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren, bis Zug seinen defensiven Riegel öffnen musste. Dazwischen setzten sie die Zuger Abwehr mit einem aggressiven Pressing immer wieder unter Druck. Allerdings öffnete genau dieses Pressing wiederholt Kontermöglichkeiten für die Zuger, die sie jedoch nicht zu nutzen vermochten. Einzig Verteidiger Manuel Staub gelang es, mit einem Energieanfall und einem Dribbling über das ganze Feld den Bann zu brechen. Weil es das einzige Tor im mittleren Spielabschnitt war, blieb die Spannung für den Schlussabschnitt erhalten.
Die Hoffnung bei den Gastgebern währte letztlich zwei Konter und knapp drei Minuten. Erst bediente Emil Julkunen im Rücken der Abwehr Simon Laubscher und nur 46 Sekunden später entwischte Florian Wenk seinem Beacher Kostov-Bredberg und traf aus kurzer Distanz. Weil schliesslich der letztjährige Ligatopskorer Joel Rüegger im einzigen Powerplay ebenfalls traf, lagen die Zürcher fünf Einheiten im Vorsprung. Wohl gelangen Tim Mock, wie Staub mit langjähriger GC-Vergangenheit, und Billy Nilsson noch zwei Treffer. Doch mehr Zählbares schaute in der Schlussoffensive nicht mehr heraus. Der Poker mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters ging nicht auf: Zweimal trafen die Gastgeber noch ins verlassene Gehäuse und sorgten für einen letztlich klaren Sieg - bereits der zehnte de suite für den neuen Leader.
Grasshopper Club Zürich - Zug United 8:3 (3:0, 0:1, 5:2)
Sporthalle Hardau, Zürich. 243 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 7. Steiger (Göldi) 1:0. 14. Heller (Claudio Laely) 2:0. 18. Christoph Meier (Rüegger) 3:0. 32. Staub 3:1. 42. (41:55) Laubscher (Julkunen) 4:1. 43. (42:41) Florian Wenk (Steiger) 5:1. 49. Rüegger (Christoph Meier/Ausschluss Kostov-Bredberg) 6:1. 52. Tim Mock (Yannick Schelbert) 6:2. 55. Nilsson (Rokka) 6:3. 59. (58:48) Rüegger (Heller) 7:3 (ins leere Tor). 60. (59:43) Florian Wenk (Bier) 8:3 (ins leere Tor).
Strafen: keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen Zug United.
GC: Pascal Meier; Heller; Moritz Mock; Graf, Zürcher; Bier, Berlinger; Rüegger, Christoph Meier, Claudio Laely; Julkunen, Laubscher, Zolliker; Florian Wenk, Göldi, Steiger; Moritz Wenk, Stocker, Nussle.
Zug: Mück; Uhr, Kostov-Bredberg; Menon, Yannick Schelbert; Staub, Furger; Peter Flütsch, Tim Mock, Nilsson; Abt, Rokka, Dahlqvist; Poletti, Marco Laely, Fiechter; Joshua Schelbert, Grüter.
Bemerkungen: GC ohne Reusser und Scalvinoni (beide verletzt). 59. Time-out Zug, danach ohne Torhüter bis 59:43.