03.
2011
GC gelingt das Break
Die erste statistische Notiz gab es auf Seiten der Grasshoppers, als nach etwas mehr als einer Minute Nico Scalvinoni nur den Pfosten traf, doch ansonsten gehörte die Startphase klar den Gastgebern. So traf der aufgerückte Verteidiger Adrian Capatt nach einem Querpass von Martin Ostransky mit einer schönen Volley-Direktabnahme. Die Zürcher brauchten einige Momente, um dem Startfurioso der Allgiatoren entgegenzuwirken. Schliesslich glich Pascal Helfenstein unter gütiger Mithilfe von Michael Pfiffner aus. Doch die Führung hielt nur 17 Sekunden. Gianluca Lutz brachte das Heimteam mit einem verdeckt abgegebenen Schuss wieder in Front.
Mit einem Konter, den der aufgerückte Captain Ales Jakubek nach herrlichem Zuspiel von Jonas Thomsson abschloss, glichen die Zürcher abermals aus. Das Spiel begann nun zu kippen und plötzlich führten die Gäste: Manuel Hartmann hämmerte einen Ball in die Maschen. Damit hatten alle drei GC-Linien ihren Teil zur Wende beigetragen.
Im zweiten Abschnitt verschlief GC den Start nicht mehr. Christoph Meier demonstrierte bei einem Freistoss seinen gefährlichen Drehschuss. Und Linard Parli erhöhte nach Spielmitte gar auf 5:2. Dann kam aber die Minute von Martin Ostransky: Erst stand er im Powerplay bei einem Pass in die Mitte von Adrian Capatt goldrichtig und nur 20 Sekunden später wurde er von Keeper Martin Hitz auf die Reise geschickt und traf perfekt in die nahe hohe Torecke. Das Momentum in der Partie schien zu kippen.
Im Schlussabschnitt profitierte Linard Parli von einem Steilpass von Jakubek und einem groben Schnitzer von Goalie Hitz. Gleiches machte Meier, als Hakonen einen Ball passieren liess. Als der finnische Verteidiger, der einen schwachen Tag einzog, auch noch auf die Strafbank musste, spielte Parli ideal quer auf Scalvinoni - 8:4. In der Schlussphase, als Malans mit einem sechsten Feldspieler für den Goalie alles riskierte spielten Lukas Angst und Meier Katz und Maus mit den Alligatoren. Den Schlusspunkt setzte schliesslich Scalvinoni mit dem zweiten Empty Netter, bei dem sich Keeper Beat Bruderer einen Assist gutschreiben lassen konnte.
Der Sieg der Grasshoppers war nicht gestohlen. Die Verteidiger von Malans hatten Probleme mit dem aggressiven Pressing der GC-Stürmer. Und vor allem war Esa Jussila anzumerken, dass er nach seiner Verletzung aus dem Viertelfinal gegen Chur noch nicht wieder in Bestform ist.
Alligator Malans - Grasshopper Club Zürich 4:10 (2:3, 2:2, 0:5)
Turnhalle Lust, Maienfeld. - 689 Zuschauer. - SR Güpfert/Ziegler.
Tore: 4. Capatt (Ostransky) 1:0. 8. Helfenstein (Angst) 1:1. 8. Lutz (Brunner) 2:1. 11. Jakubek (Thomsson) 2:2. 11. Hartmann (T. Grüter) 2:3. 24. Meier (Lundström) 2:4. 32. L. Parli (Thomsson) 2:5. 33. Ostransky (Capatt/Ausschluss Mächler) 3:5. 33. Ostransky (Hitz) 4:5. 43. L. Parli (Jakubek) 4:6. 45. Meier 4:7. 50. Scalvinoni (L. Parli/Ausschluss Hakonen) 4:8. 57. Meier (Angst) 4:9 (ins leere Tor). 59. Scalvinoni (Bruderer) 4:10 (ins leere Tor).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Alligator Malans. 5-mal 2 plus 1-mal 10 Minuten (Boden) gegen Grasshopper Club Zürich.
Malans: Hitz; Pfiffner, Hakonen; Joss, Capatt; Eberhard, Berry; Manninen, Jussila, Laely; Lutz, Brunner, Lutz; Wyder, Lüthi, Buchli.
GC: Bruderer; Lundström, Helfenstein; Korhonen, Jakubek; Hostettler, Mächler; Meier, Angst, Bodén; Parli, Thomsson, Scalvinoni; Maffioletti, Grüter, Hartmann.