04.
2016
GC steht im Superfinal
Es war die erwartet enge Partie, welche die Zürcher Grasshopper mit 3:2 vor 2250 Zuschauern Winterthur gewannen. Wie meist zuvor in der Serie entschied ein spätes Tor das Spiel und nun den Halbfinal. GC setzt sich mit 4:2 Siegen verdient durch und bekommt die Revanche für die Cupfinal-Niederlage gegen Floorball Köniz.
Das Stadtzürcher Team erwischte einen guten Start ins Spiel. HCR-Torhüter Eder wurde schon in der ersten Minuten warm geschossen. Winterthur brachte im ersten Spielabschnitt nur zwei bis drei gute Schüsse aufs Tor, während GC eine Topchance nach der anderen ausliess. Dass GC-Hüter Meier kaum einzugreifen hatte, lag auch an der Verteidigung der Hopper, welche gut die Bälle abfing. Das erste Drittel endete ohne Tore, dafür ging es mit mehr Spannung nach der Pause weiter.
Die Teams gingen das zweite Drittel effizienter an. Schwerzmann brachte in der 22. Minute den HCR in Führung, als er ungedeckt den Raum ausnützte. Das Tor fiel gegen den Spielverlauf. Geburtstagskind Sandro Cavelti gelang mit einem satten Schuss nur eine Zeigerumdrehung später der Ausgleich. Mit dem ersten Schuss auf das GC-Gehäuse des HCR seit der vormaligen Führung gelang Buff das 2:1. Der Stürmer tankte sich in der 26.Minute durch und liess mit seinem Schuss in die hohe Ecke GC-Hüter Meier keine Chance. Die Hausherren waren einem weiteren Treffer nahe, als Hautamieni in Überzahl nur den Pfosten traf. Ab Spielmitte waren die Spielanteile ausgeglichen, beide Teams suchten offensiv den nächsten Torerfolg. Erfolgreich war schliesslich Rüegger für GC in der 33. Minute mit dem Ausgleich zum 2:2. Auf die verschiedenen Gesichter der beiden ersten Spielabschnitte angesprochen, meinte Florian Bolliger: "Die Spielanlage der beiden Perioden war etwa gleich - mit dem Unterschied, dass wir im ersten Drittel mehr Schüsse geblockt haben."
Die Entscheidung fiel wiederum im Schlussdrittel
Zur Mitte des dritten Spielabschnitts erarbeitete sich GC spielerische Vorteile. Wohl aus Konsequenz daraus, musste HCR-Captain Grunder wegen einem Stockschlag eine Strafe nehmen. Scalvinoni machte dem gefürchteten Überzahlspiel von GC alle Ehre und schoss sein Team 3:2 in Führung (53.). Der HCR hatte nun nichts mehr zu verlieren, drückte vehement auf den Ausgleich und eröffnete GC Möglichkeiten bei Gegenstössen. Jedoch selbst als Winterthur zwei Minuten vor Schluss Torhüter Eder durch einen Feldspieler ersetzte, gelang kein Tor mehr.
Wiederum hat ein spätes Tor die Partie entschieden - und heute auch die Serie. GC setzt sich über alles gesehen verdient durch und darf am 30. April in der Swiss Arena in Kloten gegen Floorball Köniz zur Revanche für den verlorenen Cupfinal antreten. Der HCR verabschiedet sich in die Sommerferien und wird sich an eine spannende Halbfinal-Serie erinnern. HCR-Coach Rolf Kern meinte auf die Frage, was denn in der Serie den Unterschied gemacht habe: "Es waren kleine Dinge. GC war besser in den Special Teams. Während der HCR im Powerplay Mühe hatte, machte GC gerade dieses gut und hat auch in diesem Spiel in Überzahl den entscheidenden Treffer erzielt."
HC Rychenberg Winterthur - Grasshopper Club Zürich 2:3 (0:0, 2:2, 0:1)
Eishalle Deutweg, Winterthur. - 2250 Zuschauer. - SR Hürzeler/Peter.
Tore: 22. Schwerzmann (Koskelainen) 1:0. 23. Cavelti (Ladner) 1:1. 26. Buff 2:1. 33. Vizzini (Scalvinoni) 2:2. 52. Scalvinoni (Ausschluss Grunder) 2:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
GC Zürich: P. Meier; Honold, Vizzini; Chr. Meier, Scalvinoni, Rüegger; Trüssel, Bolliger; Berlinger, Nilsson, Zürcher; Ladner, Kaiser; Zolliker, Cavelti, Staub.