10.
2009
GC zu „Bodén“ gezwungen
Zu Boden gingen sie: GC-Bodén und Co. Aber erst ganz am Ende. Der wirblige Ex-Dalen-Spieler Alexander Bodén sorgte nämlich bis zum Schluss und immer wieder für gehörige Turbulenzen im Angriffsdrittel des Schweizer Meisters. Gegen einige seiner Ex-Kollegen (die beiden Hofbauers, Wallgren und Zürcher) war er denn auch besonders motiviert, wie er nach der knappen 5:6-Niederlage erklärte. Bei vier von fünf Toren war der Schwede beteiligt und quasi im Alleingang dafür verantwortlich, dass das anfänglich einseitige Spiel - 0:4 bis zur Spielmitte - am Ende noch ultra spannend wurde.
Bis dahin war die Vorstellung der Zürcher ziemlich peinlich. Die ersten drei Tore für den Schweizer Meister fielen alle nach demselben Muster: ein Pass von hinter dem Tor am nahen Pfosten vors Tor, ein Schuss, ein Tor. Zweimal war Mendelin auf Pass von Zürcher erfolgreich, beim zweiten Treffer Christoph Hofbauer nach Vorlage von Fankhauser. Und in der Offensive waren die Zürcher quasi inexistent, einzig mit einigen Kontern wurde es so etwas wie gefährlich.
Gerber verpasst Penalty und Entscheidung
Die Berger-Truppe wankte, fiel aber nicht. „Das tat gut, dass wir jetzt auch ein enges Spiel gewinnen konnten", resümierte Michael Zürcher, der stark aufspielte (1 Tor/2 Assists). Nach dem ersten Gegentreffer seien sie viel zu passiv geworden. Und so waren sie gezwungen wieder zuzulegen. „Und das ist uns nicht gänzlich misslungen", meinte Zürcher. Nach Alexander Bodén hätte GC einen Punkt verdient gehabt: „Wir zeigten heute, was wir können. Und das gegen eines der besten Teams von Europa. Wir können stolz sein."
Bei allen drei Niederlagen in dieser Saison hatte der GC allerdings erst im Schlussabschnitt klein beigeben müssen. Und so war es auch diesmal. Noch vor der Pause explodierte das Spiel schier: erst traf der 28-Jährige Bodén im Powerplay haargenau in den Winkel (2:5), nachdem Parli das 1:4 gelang, Maffioletti den alten Vorsprung aber wieder herstellte, indem er völlig unbedrängt Christoph Hofbauer von hinter der Grundlinie den Ball anschoss (1:5). Nach dem zweiten Treffer der Zürcher knallte der Jüngere der Hofbauers den Ball an die Latte, um im Gegenzug per Standard das 3:5 zu kassieren. All dies innnerhalb von nur 19 Sekunden. Endlich war etwas los in der grasgrünen Hardau: das Spiel spannend und wider Erwarten noch offen. Und dies auch nach dem sechsten Treffer des Schweizer Meisters (50.), denn Gerber verpasste mittels Penalty das 7:3 und so gelang Lundström kurz vor Ende bei sechs gegen fünf noch der Anschlusstreffer (59.).
GC Zürich - SV Wiler-Ersigen 5:6 (0:3, 3:2, 2:1)
Hardau, Zürich - 318 Zuschauer
SR: Keller/Stalder
Tore: 4. Mendelin (Zürcher) 0:1. 9. C. Hofbauer (Fankhauser) 0:2. 18. Mendelin (Zürcher) 0:3. 23. Zürcher (Mendelin) 0:4. 31. Parli (Bodén) 1:4. 37. C. Hofbauer 1:5. 40. (39.12) Bodén (Scalvinoni/Ausschluss Mendelin) 2:5. 40. (39.31) Scalvinoni (Maffioletti) 3:5. 50. Gerber (Mendelin) 3:6. 57. Grütter (Bodén) 4:6. 59. Lundström (Bodén, GC ohne Torhüter) 5:6
Strafen: keine gegen GC, 3mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen
GC: Bruderer; Maffioletti, Nilsson; Lundström, Jakubek; Helfenstein; Scalvinoni, Allamand, Racine; Boden, Grüter, Meier; Zimmermann, Mächler, Abegg; Parli
Wiler-Ersigen: Streit; J. Schneeberger, Flury; Hirschi, Wallgren; Bieber, Balmer; Wittwer, Gerber, Krähenbühl; Fankhauser, M. Hofbauer, Chr. Hofbauer; Mendelin (ab 41. Mutti), Mäkipää, Zürcher
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Berger, Eggs und Thorsell (alle verletzt). Steffen (U21). Haab (Ersatz). 40. Lattenschuss Chr. Hofbauer. 53. Gerber verschiesst Penalty. 57. Timeout GC. GC von 57.54 bis 59.00 und 59.26 bis 59.52 ohne Torhüter dafür mit sechstem Feldspieler
Beste Spieler: Bodén / Streit