03.
04.
2017
NLA Männer | Autor: UHC Alligator Malans

Hartmann schiesst Malans in den Final

Nun ist es amtlich: Schweizermeister Grasshopperclub Zürich ist entthront! Alligator Malans steht nach einer hartumkämpften fairen Halbfinalserie nach dem 4. Sieg in Folge, verdient im Playoff-Superfinal und trifft auf Ligakrösus SV Wiler-Ersigen!

Hartmann schiesst Malans in den Final In der 66. Minute kullerte der Ball über die Torlinie. (Bild: Erwin Keller)

Das Spiel begann wie man es erwartet hatte, mit einem wahren Feuerwerk und hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten. Pascal Meier im Zürcher Tor durfte sich in der Startphase über mangelnde Arbeit wahrlich nicht beklagen, wurde er doch durch den offensiven Malanser-Druck unter Dauerbeschuss genommen. Die 935 Zuschauer, in der sehr gut gefüllten Maienfelder Sporthalle, bekamen einen intensiv und auf hohem Niveau geführten Playoff-Kampf zu sehen. Eine fragwürdige Entscheidung wegen eines hohen Stocks gegen Joel Friolet, führte zur ersten Malanser Strafzeit, welche fürs Gastteam aus Zürich aber ungenutzt blieb. Doch kaum wieder komplett musste bereits die nächste Strafe gegen Malans ausgesprochen werden. Diesmal traf es Sandro Dominioni welchem ein Stossen geahndet wurde. Das Malanser Box-Playspiel jedoch absolut auf der Stelle, denn sie waren es, welche den Ball geschickt in ihren Reihen behalten konnten und Zeit damit verstreichen liessen. Es kam aus ihrer Sicht noch besser, denn es erwischte nun auch Sandro Cavelti auf Zürcher Seite. Die Strafzeiten verstrichen aber ohne Zählbares, doch unmittelbar, beiderseitig wieder in Vollbesetzung, traf Kevin Berry in der 16. Spielminute zum Führungstreffer für das Heimteam. Doppelschlag der Alligatoren kurze Zeit danach, denn immer noch lief dieselbige Spielminute als Friolet gar auf 2:0 erhöhte. Wie meist in einer umkämpften Serie, kam die Antwort des Gegners postwendend, denn nur eine Zeigerumdrehung später traf Cyril Zolliker zum Anschlusstreffer. Bis zur Pause blieb es bei dieser knappen Malanser-Führung.

Das Drittel war gerade mal 38 Sekunden alt, als der sträflich alleingelassene Cavelti bereits den Ausgleichstreffer für die Grasshoppers erzielte. Für einmal stand die Malanser Defensive bei diesem Treffer alles andere als optimal. Die Zürcher witterten nun in der Folge Morgenluft und nahmen nun die klar besseren Spielanteile zu sich. Bei Spielhälfte konnten die Alligatoren das Geschehen wieder etwas ausgleichen und kamen wieder besser ins Spiel zurück. Dennoch wirkte der Halbfinal in dieser Phase etwas zerfahren, konzeptlos und mehrheitlich auf Zufall basierend. Gegen Ende des Mitteldrittes nahm der Druck von Alligator deutlich wieder an Fahrt auf, doch es blieb auch bis zur Pause weiter beim unentschiedenen Spielstand.

Wie schon so oft in dieser Serie, reduzierte Esa Jussila ab der 40. Minute sein Team auf zwei Blocks zurück. Anfänglich zeigte diese Massnahme noch keine grössere Wirkung. Die Torhüter wurden auf beiden Seiten kaum ernsthaft geprüft. In der 48. Spielminute knallte Berry den Ball aber an die Torlatte und läutete damit so eine Art Schlussoffensive der Malanser ein. Die Gäste hielten jedoch dagegen und in der 51. Spielminute traf Emil Julkunen nach einem Kontervorstoss sogar zur erstmaligen GC-Führung. Und wieder kann das im Rückstand liegende Team postwendend antworten. Tim Braillard verwertete das Zuspiel von Remo Buchli direkt zum neuerlichen und viel umjubelten Ausgleich. Die Grasshoppers drückten nun enorm aufs Malanser Tor um dem drohenden Saisonende zu entgehen, doch während der regulären Spielzeit konnte keines der beiden Kontrahenten das entscheidende Tor noch erzielen und so kam es bereits zum zweiten Mal in diesem Halbfinale zu einer Verlängerung.

Die Verlängerung war nun definitiv nichts mehr für schwache Nerven. Ein offener Schlagabtausch mit leicht besseren Chancen für das Heimteam. Die Uhr zeigte bereits 65.08 an, als Friolet nur die Latte traf und sie zeigte 65.15 als Dan Hartmann für sein Team mit dem Golden-Goal das Finalticket definitiv löste! Der Jubel in der Halle bei Spielern und Alligatoren Fans kannte keine Grenzen mehr!

Der Schweizermeister muss seine im letzten Jahr erreichte Meister-Krone wieder ablegen und ist damit entthront. Dem Grasshopperclub Zürich gebührt absolut hohen Respekt. Sie haben den Alligatoren alles abverlangt und spielten die gesamte Serie auf Augenhöhe mit den Malansern. Keines der vier Finalspiele wurde mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen. Danke GC-Zürich für die guten und fairen Unihockeyspiele.

Damit zieht Alligator Malans nun bereits zum zweiten Male in den grossen Superfinal ein und triff wie schon vor zwei Jahren auf Liga-Dominator SV Wiler-Ersigen welche Tigers-Langnau ebenfalls mit einem 4:0 in die Ferien schickten. Wie schon vor zwei Jahren stehen also die zwei langjährigen Kontrahenten und ewigen Rivalen im Schweizer Unihockey erneut bei einem Final um den Schweizermeistertitel gegenüber. 60 harte Spielminuten stehen den Malansern also noch im Programm, um im 25. Jubiläumsjahr einen möglichen 6. Titel zu erreichen.


UHC Alligator Malans - Grasshopper Club Zürich 4:3 n.V. (2:1, 0:1, 1:1, 1:0)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 935 Zuschauer. SR Baumgartner/Kläsi.
Tore: 16. K. Berry (T. Braillard) 1:0. 16. J. Friolet (J. Nurmela) 2:0. 17. C. Zolliker (J. Rüegger) 2:1. 21. S. Cavelti (E. Julkunen) 2:2. 51. E. Julkunen (A. Honold) 2:3. 53. T. Braillard (R. Buchli) 3:3. 66. D. Hartmann (J. Friolet) 4:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
Alligator Malans: Hitz; Berry, Tromm; Camenisch, Veltšmíd; Koller, Künzli; Braillard, Laely, Buchli; Nurmela, Hartmann, Friolet; N. Vetsch, Dominioni, Nett; Nicht eingesetzt: Vogt, Bärtschi, Gartmann.
Grasshopperclub Zürich: P. Meier; Graf, Honold; Berlinger, Chr. Meier; Vizzini, Ladner; Julkunen, Zürcher, Cavelti; Zolliker, Kekkonen, Rüegger; Pedoliin, Wagineres, Steiger; Nicht eingesetzt: Unternährer, Juhola.
Bemerkungen: Alligator Malans ohne P.Vetsch (verletzt); 48. Lattenschuss Berry, 66. Lattenschuss Friolet.
Beste Spieler: Tim Braillard für Alligator Malans, Pascal Meier für Grasshopperclub Zürich.

 

 

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