02.
2010
HCR erkämpft sich den Matchball
Die Vorzeichen standen nicht gut für den HCR. Die Partie am Vorabend endete mit einer Kanterniederlage und dem Verlust von Vojtech Skalik. Somit musste die erste Linie - die Lebensversicherung der Winterthurer - neu gebildet werden. Spielertrainer Radim Cepek startete überraschend mit den Gebrüdern Koller an seiner Seite und stand bei der Hälfte der Tore seines Teams auf dem Feld.
Eichmann definitiv zurück
In der Weihnachtspause hatte Simon Eichmann sein Comeback verkündet, beim Playoffbeginn griff er erstmal richtig ins Geschehen ein und heute Abend meldete der Tösstaler sich definitiv zurück. Zwei Tore erzielte er selber, aber noch wichtiger war die Stabilität, welche als Center der zweiten Linie brachte. So lastete nicht die ganze Verantwortung auf Radim Cepek und seinen Flügeln.
Über weite Strecken dominiert
Nicht zum ersten Mal in dieser Serie hatten die Grasshoppers deutlich mehr vom Spiel. Und dies nicht nur, weil der HCR meist in Führung lag und sich darum zurückzog und auf Konter lauerte. Augenfällig traten heute Abend aber auch die Defizite der Grasshoppers zurück. Zu oft wurde der schnelle Abschluss gesucht ohne auf den besser postierten Mitspieler zu achten. Damit wurde Edi-Marc Schütz die Arbeit wesentlich erleichtert. Der zweite Schwachpunkt der Stadtzürcher war erneut das Powerplay. Während den vier Minuten Überzahl heute zirkulierte der Ball zwar ansprechend, aber gefährliche Abschlüsse konnte man an einer Hand abzählen.
Mit dem Rücken zur Wand
Nach der dritten Niederlage im fünften Playoffspiel stehen die Stadtzürcher nun mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage gegen den HCR wäre gleichbedeutend mit dem Saisonende. Trotzdem kann schon jetzt gesagt werden, dass sich die Wahl des Kantonsrivalen als Playoffgegner gelohnt hat. Die bisherigen Spiele lockten ungewohnt viele Zuschauer in die Hallen und waren beste Werbung für den Unihockeysport im Kanton Zürich.
GC Unihockey - HC Rychenberg 4:6 (1:3, 2:1, 1:2)
Hardau, Zürich - 550 Zuschauer - SR: Güpfert / Kaiser.
Tore: 05:54 Koller P. (Koller C.) 0:1, 07:02 Jakubek (Grütter) 1:1, 09:49 Eichmann (Wolfer) 1:2, 19:22 Koller C. (Cepek) 1:3, 23:44 Boden (Sutter) 2:3, 28:19 Scalvinoni (Meier) 3:3, 34:15 Wolfer (Schadegg) 3:4, 53:03 Eichmann (Heller) 3:5, 56:02 Cepek (Grunder) 3:6, 57:57 Scalvinoni (Sutter, GC ohne Torhüter) 4:6.
Strafen: GC keine, HCR 2x2'.
GC Unihockey: Bruderer; Helfenstein, Hostettler, Jakubek, Lundström; Abegg, Allamand, Boden, Grütter, Meier, Parli L., Scalvinoni, Sutter, Zimmermann
HC Rychenberg: Schütz; Heller, Huber, Moschen, Thomsson, Weber; Buff, Cepek, Eichmann, Friolet, Grunder, Koller C., Koller P., Schadegg, Wolfer
Bemerkungen: 7. Pfostenschuss Schadegg, 54. Timeout GC, ab 56:14 GC teilweise ohne Torhüter, 60. Timeout HCR, 60. Lattenschuss Hostettler
Beste Spieler: Lundström / Eichmann