04.
2004
Herren NLA: Entscheidung in der Verlängerung
Sense Tafers empfing zur Barrage um den letzten
NLA-Platz die Ostschweizer aus St. Gallen. Die Nervosität der Spieler in den
Anfangsminuten zeigte die Wichtigkeit dieser Begegnung auf. Mancher einfache
Pass wurde ungenau gespielt und fand seinen Abnehmer in einem Gegenspieler. Die
Freiburger versuchten ihren Gegner schon früh in der gegnerischen Platzhälfte
zu stören und eroberten sich damit einige Bälle. Das Skore in diesem Spiel
eröffneten jedoch die St. Galler. Schärli behielt bei einem Wirrwarr vor dem
Sense-Tor die Übersicht und schoss seine Farben in Führung. Die Reaktion des
Heimteams liess nicht lange auf sich warten: Kaeser verwertete ein Pass von
Delaquis eiskalt zum Ausgleich. Das Spiel war damit lanciert. Die erneute
Führung von Schärli glich wiederum Kaeser zum 2:2 aus. Ende des ersten
Drittels kamen die St. Galler besser ins Spiel und liessen den Ball in ihren
eigenen Reihen laufen. Mit Drehschüssen suchten sie den Torerfolg. Von einem
Missverständnis beim Sense-Aufbau profitierte Stauffer, welcher Torhüter
Overney bei seinem Abschluss keine Chance liess. Mit diesem Resultat ging es in
die 1. Pause. Im zweiten Drittel fanden die Freiburger besser ins Spiel und sie
erspielten sich einige Chancen. Nach einem Foul an A. Fasel sprach das souverän
pfeifende Schiedsrichterpaar Kläsi/Baumgartner einen Penalty aus. Wasa-Hüter
Aebli liess sich aber von Delaquis nicht überlisten und machte diese gute
Ausgleichschance zunichte. Der Ausgleich fiel aber kurz später. Andrey spielte
bei einem Freistoss auf Haymoz, welcher mit einem Knaller das schönste Tor an
diesem Abend erzielte. Sense zeigte sich damit aber noch nicht zufrieden und
Delaquis brachte in der 38. Minute seine Farben per Backhand zum ersten Mal in
Führung. Das letzte Drittel hatte typischen Playoff-Charakter. Das Spiel beider
Mannschaften war durch viel Kampf und Krampf gekennzeichnet. Schöne
Ballstafetten und zusammenhängende Aktionen waren Mangelware, auf einen Angriff
folgte sofort ein Gegenangriff. Die Freiburger verpassten es mit einem weiteren
Tor dem Gegner den Todesstoss zu geben und das Spiel blieb weiter sehr spannend.
80 Sekunden vor Schluss fiel der Ausgleich, Furrer traf einen hohen Ball gekonnt
und erzwang mit seinem Tor die Verlängerung. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel
gegen Torpedo Chur hatten die Freiburger in diesem Spiel das glücklichere Ende
für sich. Nach einem Pfostenschuss von Haymoz stocherte Kaeser geschickt nach
und löste mit seinem dritten Treffer den Freiburger Jubel aus.
Am nächsten Samstag (24.4.) findet in der Kreuzbleiche St. Gallen das
Rückspiel statt. Mit einem Sieg im Hexenkessel können sich die Freiburger den
Aufstieg sichern. Bei einem Sieg der Ostschweizer käme es am nächsten Sonntag
(25.4.) zum Entscheidungsspiel in Wünnewil.
Sense Tafers – Waldkirch St. Gallen 5:4 n.V. (2:3, 2:0, 0:1,1:0)
Sporthalle, Wünnewil – 270 Zuschauer
SR: Kläsi/Baumgartner
Tore: 4. Schärli (Brunner) 0:1, 6. Kaeser (Delaquis, Andrey) 1:1, 11. Schärli (Thürlemann) 1:2, 14. Kaeser (Delaquis) 2:2, 16. Stauffer (Brunner) 2:3, 31. Haymoz (Andrey) 3:3, 39. Delaquis (Kaeser) 4:3, 59. Furrer 4:4, 62. Delaquis (Haymoz) 5:4
Strafen: 1x2' Sense Tafers, 1x2' Waldkirch-St. Gallen
Sense: Overney; Wälchli, Ruch; Haymoz, Buchs; A. Fasel, Pittet, Hayoz; Andrey, Delaquis, Kaeser; Aebischer, Blaser, T. Jungo; Schwaller, Boschung
Bemerkungen: 29. Aebli hält Penalty von Delaquis