03.
2011
Malans holt sich den ersten Matchball
Wölfe statt Schafe werden die Zuschauer sehen, versprach Malans-Verteidiger Petri Hakonen vor dem dritten Halbfinale zwischen Malans und den Zürcher Grasshoppers. Der junge Finne hielt Wort. Mit einem Penalty der Marke "Extraklasse" zum 6:3 "biss" Hakonen in der 37. Minute ein erstes Mal entscheidend zu. Zuvor gehörte die Bühne vor allem Martin Ostransky. Dem Tschechischen Nationalspieler in den Reihen der Malanser gelangen bis zur 31. Minute gleich vier der fünf Bündner Tore.
Nach dem 7:3 von Gianluca Lutz (52.) sahen die Malanser wie der sichere Sieger aus. Mit zwei Toren innert 19 Sekunden (54.) läuteten die Grasshoppers jedoch eine spannende Schlussphase ein. Die Malanser Abwehr hielt dem GC-Druck aber stand. In der 59. Minute machte Esa Jussila mit dem 8:5 ins leere Zürcher Tor alles klar.
Erster und zweiter Block überzeugen
Nach der 3:7-Niederlage in Spiel 2 stellte gestern GC-Trainer Magnus Svensson seine Equipe um. Der Tschechische Nationalverteidiger Ales Jakubek rückte zwecks Stabilisation in die zweite Linie, dafür musste Svensson zu Beginn auf den angeschlagen Jonas Thomsson verzichten. Nur an Krücken konnte Hannu Korhonen die Partie verfolgen. Nach einer Bänderverletzung, erlitten im zweiten Spiel, ist die Saison für den Routinier beendet.
Der Malanser-Coach Petteri Nykky vertraute auf die gleichen Formationen wie im erfolgreichen zweiten Spiel. Hiess, dass alle Ausländer, sowie Adrian Capatt im ersten Block spielten. Diese Formation drückte dem Spiel auch den Stempel auf. Bei praktisch allen Einsätzen der "Fab Five" wurde es gefährlich vor dem Zürcher Tor. Aber auch die zweite Formation mit den jungen Angreifern Claudio Laely und Gianluca Lutz wusste mit zwei Treffern zu überzeugen.
Ostransky stoppt Zürcher Aufschwung
Das erste Drittel gehörte vor allem den Malansern. Die Grasshoppers gingen zwar in Führung (13.), mit drei Toren in drei Minuten kehrten die Bündner aber das Resultat auf 3:1 noch vor der ersten Pause. Im zweiten Abschnitt starteten die Zürcher - mittlerweile mit Thomsson - besser und kam durch Linard Parli zum 3:2-Anschlusstreffer (22.). Martin Ostransky wusste die passende Antwort mit einem Tor, genauso wie nach Thomas Grüter Kontertreffer (28.). Jeweils postwendend stellte Ostransky den alten Abstand wieder her, in der 31. Minute erhöhte er gar auf 5:3.
Alligator Malans - Grasshoppers Zürich 8:5 (3:1, 3:2, 2:0)
Lust Maienfeld. - 627 Zuschauer. - SR Brechbühler/Gallo.
Tore: 13. Zimmermann (Grüter) 0:1. 15. (14:17) Ostransky (Manninen/Ausschluss Helfenstein) 1:1. 16. (15:53) Ostransky (Capatt) 2:1. 17. (16:48) Laely (Brunner) 3:1. 22. Linard Parli (Scalvinoni) 3:2. 25. Ostransky (Manninen) 4:2. 28. Grüter (Bruderer) 4:3. 31. Ostransky (Jussila) 5:3. 37. Hakonen 6:3 (Penalty). 52. Lutz (Laely) 7:3. 54. (53:02) Scalvinoni (Linard Parli) 7:4. 54. (53:21) Helfenstein 7:5. 59. Jussila 8:5 (ins leere Tor).
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Malans, 2-mal 2 Minuten gegen GC Zürich.
Malans: Hitz; Hakonen, Jussila; Joss, Pfiffner; Berry, Eberhard; Ostransky, Capatt, Manninen; Laely, Brunner, Lutz; Buchli, Lüthi, Wyder.
GC Zürich: Bruderer; Helfenstein, Lundström; Jakubek, Hostettler; Kaiser, Mächler; Angst, Bodén, Meier; Parli, Scalvinoni, Hartmann; Maffioletti, Grüter, Zimmermann; Thomsson.
Bemerkungen: Malans ohne Grass, Vetsch, GC Zürich ohne Korhonen (alle verletzt), Niculin Parli (überzählig). - Time-out GC Zürich (52.).