14.
01.
2019
NLA Männer | Autor: UHC Alligator Malans

Malans verliert wieder gegen GC

20 Stunden nach der knappen, aber kapitalen Niederlage im Cup-Halbfinal mussten die Alligatoren wieder als ebenbürtiger Gegner und Verlierer vom Feld. Malans konnte nie in Führung gehen, das Momentum blieb stets bei GC - auch wenn sich die Bündner mit maximalem Einsatz dagegen stemmten.

Malans verliert wieder gegen GC Oscar Lundin verliert mit Malans gegen GC zweimal innert 24 Stunden. (Bild: Erwin Keller)

Nach einer sicherheitsorientierten Startphase zeigten beide Teams gefälliges, taktikgeprägtes Unihockey. Gelegentliche Torchancen waren das Ergebnis von spontanem Pressing mit Ballgewinn in der Offensive oder darauf folgenden Gegenstössen. Beide Teams beklagten je einen Pfostenschuss. In der 19. Minute kam Ursin Thöny nach einer Malanser Druckphase zu einer guten Chance, die Nati-Hüter Meier aber zunichtemachte, worauf im Gegenzug Zolliker das erste Tor für GC erzielen konnte.

Im zweiten Abschnitt fielen fünf sehenswerte Tore. Erst vergab GC eine Grosschance, was Simon Nett einen Konter ermöglichte: alleine und mit genügend Zeit liess er Meier aussteigen. Nach Julkunens Führungstreffer war es in der 30. Spielminute Veltsmid, der Übersicht bewies und Oscar Eriksson-Elfsberg im Slot anspielen konnte. Aus der Drehung erzielte dieser den erneuten Ausgleich. Aus Malanser Sicht war ärgerlich, dass nur kurze Zeit später der Zürcher Zürcher Torhüter Vogt aus spitzem Winkel im hohen Eck erwischte. Der Torreigen machte das Spiel nun attraktiv und spannend - Malans kam zu guten Chancen und spielte in dieser Phase mit viel Energie, Elfsberg, Vetsch und auch Kevin Berry kamen zu guten Abschlüssen. Für das Tor zum 3:3 war in der 36. Minute Joel Friolet besorgt, der in Überzahl feine Hände bewies.

Als die Zürcher bis zur 44. Minute mit zwei relativ einfachen Toren in Führung gingen, senkten sich die Blicke auf der eher spärlich besuchten Tribüne in Maienfeld. Konnte sich die Mannschaft nochmals aufraffen und den Rückschlag einstecken? Die Antwort war Ja - mit viel Willen und noch mehr Kampfgeist brachten die Bündner jetzt Emotionen ins Spiel. Sinnbildlich dafür ein bissig gewonnener Zweikampf zwischen Joel Friolet und GC-Captain Graf; der Ursprung zum Anschlusstreffer durch Dan Hartmann (45`). Das Spiel war nun packend, das taktische Korsett wurde abgelegt, es gab einige umstrittene Duelle, die Schlussphase bot viel Spektakel. Als Malans auch das zweite Powerplay des Abends durch Friolet zum Ausgleich nutzte, war der Glaube an den Sieg wieder greifbar. Aber ein Zuordnungsproblem in der Bündner Defensive nutzte Laely zur postwendenden Zürcher Führung. Die letzten, wütenden Angriffe (zuletzt ohne Torhüter) brachten einen weiteren Pfostenschuss und eine Grosschance - aber es sollte nicht sein. Die leicht abgeklärteren Grasshoppers konnten das Spiel trotz starker Gegenwehr knapp für sich entscheiden.


 

UHC Alligator Malans - Grasshopper Club Zürich 5:6 (0:1, 3:2, 2:3)
Turnhalle Lust, Maienfeld. 461 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 19. C. Zolliker (S. Laubscher) 0:1. 23. S. Nett (M. Holenstein) 1:1. 25. E. Julkunen (L. Graf) 1:2. 30. O. Eriksson-Elfsberg (L. Veltsmid) 2:2. 32. M. Zürcher (C. Zolliker) 2:3. 37. J. Friolet (M. Karlander) 3:3. 41. C. Laely (Eigentor) 3:4. 44. F. Wenk (C. Meier) 3:5. 48. D. Hartmann (U. Thöny) 4:5. 53. J. Friolet (K. Berry) 5:5. 54. C. Laely (T. Heller) 5:6.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
GC: Meier; Vizzini, Mock; Zürcher, Graf; Berlinger, Bier; Meier, Laely, Rüegger; Laubscher, Julkunen, Zolliker; Göldi, Steiger, Wenk;
Ersatz: Heller, Stocker, Unternährer.
Alligator Malans: Vogt; Braillard, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Berry; Hartmann, Thöny, Friolet; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Vetsch; Holenstein, Bärtschi, Nett;
Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Obrecht, Bebi. Ohne Buchli (gesperrt)

 

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