Die Grasshoppers aus Zürcher erwischten den besseren Start ins Playoff-Halbfinal und sicherten sich den ersten Sieg in der Serie.
Souveräne Penaltyschützen
Das Penaltyschiessen wird gemeinhin als Lotterie bezeichnet. Die Gäste aus Zürich zeigten sich aber für einmal unschweizerisch souverän. Sämtliche Schützen konnten Wiler-Schlussmann Streit bezwingen. Lediglich der Pfosten verhinderte beim Versuch von Nico Scalvinoni eine makellose Bilanz der Zürcher. Auf Berner Seite scheiterten Adrian Zimmermann und Michael Flury. Letzterer hatte in den vorherigen 80 Minuten keine Sekunde gespielt.
Intensive Partie
Wiler-Ersigen erzeugte von der ersten Minute an viel Druck und versuchte mit einem aggressiven Forechecking bis weit in die Platzhälfte des Gegners hinein die Zürcher zu Fehlern zu zwingen. Diesen zeigten sich davon aber weitgehend unbeeindruckt und versuchten mit drei Linien das Tempo mitzugehen. Mit der gewohnt sicheren Defensive und schnell, ausgeführten Angriffen blieben sie ständig gefährlich und konnten sogar durch Topscorer Angst in Führung gehen. Einige Minuten später bot sich ihnen sogar die Chance im Powerplay die Führung auszubauen. Doch das Überzahlspiel der Zürcher war genauso harmlos wie dasjenige von Wiler später in der Partie.
Ungenutzte Chancen
Das überhaupt ein Penaltyschiessen nötig wurde lag vor allem an den Offensivkräften des Meisters. Die Berner kriegten das Spiel immer besser in den Griff und hatten deutlich mehr Spielanteile als die Gäste. Aber Mal für Mal scheiterten die Berner selbst aus aussichtsreichsten Positionen. Selbst ein Routinier wie Roger Gerber liess seine Kaltblütigkeit vermissen.
SV Wiler-Ersigen - Grasshoppers Zürich 2:3 n.P. (1:1, 1:1, 0:0, 0:0)
Grossmatt, Kirchberg - 852 Zuschauer
SR: Güpfert / Servodio
Tore: 04:19 Angst (Siegrist) 0:1, 13:54 Schild (Keller) 1:1, 25:46 Mendelin (Thorsell) 2:1, 33:31 Helfenstein (Maffioletti) 2:2
Penaltyschiessen: Zimmermann verschiesst, Maffioletti trifft, Thorsell trifft, Scalvinoni Pfosten, Gerber trifft, Angst trifft, Flury verschiesst, Jakupek trifft, Punkari trifft, Kuronen trifft
Strafen: Wiler 2x2', GC 2x2'
Wiler: Streit; Thorsell, Bichsel, Punkari, Jungo, Schild, Bieber; Krähenbühl, Gerber, Mendelin, Wittwer, Balmer, Zurflüh, Keller, Zimmermann, Zingg, Sladky, Flury
GC: Bruderer; Kamaj, Helfenstein, Jakubek, Scherrer, Osman, Hostettler; Allamand, Sutter, Maffioletti, Scalvinoni, Sigrist, Angst, Kuronen, Abegg, Pulfer
Bemerkungen: 59:18 Time-out Wiler