11.
2006
Männer NLA: Neuer Leader nach Derbysieg
Eines gleich vorneweg: Es war kein hochklassiges Spiel, welches den 1350 Zuschauern in der ausverkauften Grossmatthalle geboten wurden. Doch es war ein überaus intensiv, hart geführtes und spannendes Berner Derby. Die Tigers gingen unerschrocken und zeitweise auch ohne Rücksicht auf Verluste ans Werk und verhinderten dadurch, dass Wiler zu einer spielerischen Gala ansetzen konnte. Auch die Berger-Truppe musste sich in die Partie hineinbeissen und dagegenhalten, um nicht zermürbt zu werden. Doch die Einheischen fanden die Balance zwischen Kampf und Kreativität recht gut und liessen sich auch durch die frühe Führung der Gäste nicht aus dem Trott bringen.
Das Berger-Team agierte denn auch 40 Minuten lang plangemäss mit drei Linien, während die Tigers von Beginn weg ihre besten Kräfte in zwei Linien forcierten. Dies tat indes auch Wiler, allerdings noch konzentrierter, im Powerplay nämlich. Gleich das erste nutzte Vesa Punkari mit einem seiner gekonnten Weitschüsse zum 1:1-Ausgleich. Als dann dem dritten Block nach schönem Ablenker Zurflühs und Matthias Hofbauer erneut im Powerplay noch vor der ersten Pause zwei weitere Tore glückten, schienen die Gastgeber bereits auf die Siegestrasse einzubiegen, zumal Christoph Hofbauer (auch er in Ueberzahl) gar noch zum 4:1 erhöhen konnte (29.). Die Führung war auch in dieser Höhe verdient, da die erste Spielhälfte doch klar an die Einheimischen ging und die Strafen auch eine Folge der teilweisen Ueberforderung der Gäste war.
Doch die Tigers zeigten Moral und kehrten mit zwei Treffern innerhalb von 46 Sekunden wieder ins Spiel zurück (34.) Nun hatten die Gäste ihre beste Phase, waren dem Ausgleich in einigen Situationen sehr nahe, doch scheiterten sie am starken SVWE- Goalie Streit, an ihrem Unvermögen oder einmal auch an der Latte (Kronholm). Mit zwei Undiszipliniertheiten (Spielverzögerung und Reklamieren) brachen sich die Gäste aber gleich selbst das Genick und kassierten innerhalb von 26 Sekunden zwei weitere Unterzahltore zur Entscheidung (50.). Die weiteren Tore nach dem 6:3 zum Schlussresultat von 8:4 waren nur noch Dreingabe. Somit siegte Wiler-Ersigen in diesem Derby am Ende doch klar, bleibt die Nummer 1 im Kanton Bern und vor allem: verteidigte zum Abschluss der Vorrunde seine Leaderposition.
Wiler-Ersigen – Unihockey Tigers Langnau 8:4 (3:1, 1:2, 4:1)
Grossmatt Kirchberg. – 1'350 Zuschauer.
SR: Güpfert/Servodio
Tore: 3. Stucki (Luginbühl) 0:1, 8. Punkari (M. Hofbauer) 1:1, 15. Zurflüh (Schild) 2:1, 19. M. Hofbauer (Chr. Hofbauer) 3:1, 29. Chr. Hofbauer (Punkari) 4:1, 33. (32.43) M. Gerber (Canerstam) 4:2, 34. (33.29) Lüthi (Held) 4:3, 50. (49.35) R. Gerber (M. Hofbauer) 5:3, 51. (50.01) Chr. Hofbauer (Punkari) 6:3, 56. (55.13) Stucki (Burkhalter) 6:4, 57. (56.36) R. Gerber 7:4, 60. (59.29) Krähenbühl 8:4.