12.
02.
NLA Männer | Autor: Pfannenstiel Egg

Pfanni zum Auftakt mit Glück

So hatte sich der UHC Pfannenstiel den Playoff-Start nicht ganz vorgestellt. Gegen einen sehr aufsässig und fast fehlerfrei agierenden UH Appenzell tat sich der Qualifikationszweite äusserst schwer und konnte das Heimspiel vor 247 lautstarken Zuschauern erst in der Schlussphase drehen und mit 6:5 für sich entscheiden.

Pfanni zum Auftakt mit Glück Pfannenstiel Egg kam zum Start der Viertelfinal-Serie mit einem blauen Auge davon. (Bild: Pfannenstiel Egg)

Die Zürcher Oberländer waren gewillt das Zepter von Beginn an in die Hand zunehmen und gegen den ohne Ligatopscorer Alder angetretene UH Appenzell das Tempo zu bestimmen. Der Start verlief nach dem Gusto der Einheimischen. Bereits in der ersten Minute hatte Bartenstein eine gute Abschlussmöglichkeit, welche allerdings im letzten Moment weggeblockt wurde. In der 5. Minute wanderte dann der Appenzeller Anderegg wegen eines Stockschlages auf die Strafbank. Nur 46 Sekunden später brach dann erstmals Jubel in der Kirchwies-Halle aus. Heierli schloss aus der Distanz ab und Bartenstein verwandelte den zweiten Abpraller zum 1:0 Führungstreffer für das Heimteam. Wenig später allerdings dasselbe Bild auf der Gegenseite. Ernst musste wegen eines Stockschlages auf die Strafbank und auch die Gäste liessen sich nicht zweimal bitten und glichen durch Untersander zum 1:1 aus.

Ein unglücklicher Ballverlust und ein Wechsel zu Unzeit standen am Ursprung dieses Gegentores. Kurz vor Drittelsmitte fasste sich dann Scheuner nach einem Rush ein Herz und zog aus der Distanz ab, traf allerdings nur die Querlatte. Eine Unachtsamkeit auf der Seite des Heimteams führte nur 10 Sekunden später zu einer erneuten Unterzahlsituation wegen eines Wechselfehlers. Pfanni verteidigte jedoch gut und hatte auch das Quäntchen Glück, als Schellenberg reaktionsschnell vor dem einschussbereiten Blaser retten konnte. In der 15. Minute war aber die erstmalige Gästeführung dann doch Tatsache. Wolf verwandelte einen einfach ausgeführten Freistoss aus mit einem unhaltbaren halbhohen Schuss zum 2:1. Diese Führung für die Appenzeller sollte dann auch noch nach 20 Minuten Bestand haben. Pfanni fand in diesem Drittel noch kein geeignetes Mittel gegen die stark verteidigen und physischen spielenden Appenzeller. Zu wenig Abschlussmöglichkeiten konnten erspielt werden. Das musste sich im Mitteldrittel zwingend verbessern.

Schläpfer hatte nach 16 Sekunden und einer schönen Kombination den Ausgleich auf dem Stock, scheiterte aber von der rechten Seite am gut reagierenden Sutter im Gäste-Tor. Wenig später konnte sich dann Pfanni innert Sekunden zweimal bei Weber bedanken, dass die Appenzeller den Vorsprung nicht ausbauen konnten. Zuerst scheiterte Frischknecht mit einer 1:0-Situation und nur 11 Sekunden später rettete Webers Hand gegen den Abschluss von Wolf. Appenzell hatte nun etwas mehr vom Spiel und profitierte auch von ungewohnten Fehlern des Heimteams. In der 25. Minute durchbrach Moser mit einem Lauf die Pfanni-Defense, scheiterte aber an Weber. Besser machte es keine Minute später dann Frischknecht, der nach einem Distanzabschluss von Dörig den Abpraller eiskalt zum 3:1 für die Gäste verwertete. Die Reaktion von Pfanni folgte nur 4 Sekunden später.

Nach gewonnenem Bully spielte Hurni auf Nideröst, welcher in bekannter Manier den Ball am überraschten Sutter vorbei zum 2:3-Anschlusstreffer versenkte. In der Folge gab es Chancen auf beiden Seiten, wobei Appenzell einiges schnörkelloser und direkter den Weg Richtung Tor suchte als die Einheimischen. Nicht entgegen kamen Pfanni auch die vielen Strafen. So erwischte es zu Spielmitte Bartenstein mit 2+10 Minuten für Unsportlichkeit. Die erforderte einige Umstellungen in den Linien von Pfanni. Zwar wurde das Unterzahlspiel erfolgreich gemeistert, doch kurz danach verwerteten die Gäste eine 2:1-Kontersituation eiskalt. Anderegg spielte auf Untersander und dieser hämmerte den Ball zur erneuten Zweitore-Führung für die Gäste in die Maschen. Pfanni war nun definitiv gefordert und konnte kurz vor dem Pausentee nochmals jubeln. Durch eine angezeigte Strafe gegen die Gäste konnte Pfanni mit 6 gegen 5 Feldspieler spielen. Mit viel Geduld und Übersicht fand Nideröst links aussen an der Bande Kulmala, der mit einem Direktabschluss den erneuten Anschlusstreffer erzielen konnte. Somit hiess das Pausenresultat nach 40 Spielminuten 3:4 aus Sicht des Heimteams.

Das letzte Drittel begann Pfanni nur noch mit 2 Linien. Die Intensität sollte erhöht werden und so der Gegner zu Fehler gezwungen werden. Dieses Mittel schien zu fruchten. In der 47. Minute liess Luchsinger zwei Appenzeller stehen und legte mit einer traumhaften Vorlage quer zu Bartenstein, welcher den umjubelten Ausgleich bewerkstelligen konnte - ein absolut sehenswertes Tor. Die Freude währte allerdings nur kurz, genau gesagt 64 Sekunden. Nach einem Ballverlust in der Pfanni Auslösung konnte Anderegg abschliessen, Weber im Pfanni-Tor reagierte blitzschnell, doch gegen den Nachschuss von Blaser war er dann machtlos und schon lagen die Gäste wieder in Führung. Doch auch hier war die Freude nur von kurzer Dauer. In der 49. Minute konnte Nideröst nach Vorlage von Scheuner erneut ausgleichen zum 5.5. Die Schlussphase war also definitiv eingeläutet. Beide Teams hatten in den folgenden Minuten die Möglichkeit in Führung zu gehen, doch die beiden Torhüter konnten ihr Tor vorerst reinhalten.

Es war dann in der 55. Minute Sutter, der als nächster hinter sich greifen musste. Nach einem Appenzeller Fehlpass in der Auslösung - gefühlt ihr erster Fehler - war es Hafner, der den Ball eroberte und mit viel Übersicht Nideröst freispielte, der denn Ball mit seinem dritten persönlichen Tor zum 6:5 im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Appenzell zog nun sein Time-Out ein und bereitete die Schlussoffensive vor. Diese wurde wenig später noch durch eine Undiszipliniertheit von Pfanni und somit eine weitere Strafe unterstützt. Pfanni konnte aber in Unterzahl erneut überzeugen und das Powerplay neutralisieren. Im Anschluss hatten 2x Nideröst und Forrer die Siegsicherung auf dem Stock, doch die Körnung blieb diesen Chancen verwehrt. Letztendlich rettete Pfanni die Eintore-Führung über die Zeit und konnte den wichtigen ersten Sieg in dieser Serie feiern. Pfannenstiel zeigte sich an diesem Sonntagnachmittag überaus fehleranfällig und fand erst im letzten Drittel wirklich ins Spiel. Es gebührt aber auch ein grosses Kompliment dem Gegner, die eine starke und fast fehlerfreie Partie ablieferten und es so Pfanni äusserts schwer machten. Es war ein überaus spannender, intensiver und attraktiver Playoff-Start, der von den beiden Schiedsrichtern souverän geleitet wurde.

Verteidiger Heierli hob auch die Leistung des Gegners hervor: «Appenzell war ein motivierter und aufsässiger Gegner, der unsere doch ungewohnt grosse Anzahl an Fehlern eiskalt ausnutzte. Wir hatten Glück konnten wir mit unsere überschaubaren Leistung mit einem Sieg krönen. Am kommenden Samstag müssen wir geduldiger und konzentrierter sein». Auch 3-fach Torschütze und Best Player Nideröst war nicht wirklich zufrieden mit dem Gezeigten: «Das wichtige erste Spiel heute war geprägt von Fehlern, die Appenzell immer wieder zum Toreschiessen einlud. Trotzdem konnten wir mit einem Starken letzten Drittel den Unterschied ausmachen. Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute gekämpft und viel Charakter gezeigt».

Weiter geht es für Pfanni am kommenden Wochenende auswärts in der Turnhalle Gringel in Appenzell. Das Spiel findet am Samstag, 17.02.2024 um 17:00 Uhr statt. Mit einem Sieg wäre Pfanni vorzeitig für den Halbfinal qualifiziert, eine Niederlage hätte ein Entscheidungsspiel am Sonntag, 18.02.2024 um 16:00 Uhr in Egg zur Folge. Pfanni wir in jedem Falle bestrebt sein bereits in Appenzell den Sack zuzumachen, dass dies jedoch ein schwieriges Unterfangen werden wird, haben sie am heutigen Tage aufgezeigt bekommen.


 

UHC Pfannenstiel - UH Appenzell 6:5 (1:2, 2:2, 3:1)
3-fach Kirchwies, Egg - 247 Zuschauer - SR: Pitschen / Senn
Tore: 6. Bartenstein (Heierli) 1:0. 8. Untersander (Blaser) 1:1. 15. M.Wolf (J.Neff) 1:2. 26. Frischknecht (Dörig) 1:3. 27. Nideröst (Hurni) 2:3. 35. Untersander (Anderegg) 2:4. 40. Kulmala (Nideröst) 3:4. 47. Bartenstein (Luchsinger) 4:4. 48. Blaser (Angehrn) 4:5. 49. Nideröst (Scheuner) 5:5. 55. Nideröst (Hafner) 6:5.
Strafen: 4-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Bartenstein) gegen UHC Pfannenstiel, 2-mal 2 Minuten gegen UH Appenzell
UHC Pfannenstiel: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Schläpfer; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Kulmala, Ernst, Chlebda; Bär, Schellenberg, Schüpbach, Ushiu, Forrer.
UH Appenzell: C.Sutter (Tor), M.Inauen (Ersatz); R.Zahner, A.Wolf, M.Neff, A.Sutter, J.Neff, Frischknecht, Angehrn, S.Inauen, Moser, Anderegg, Fässler, Dörig, Untersander, M.Wolf, Blaser, Lamminger, M.Sutter, Solenthaler.
Bemerkung: UHC Pfannenstiel ohne Schindele, Büsser, Feldmann, Frischknecht, Spälti, M.Weber und Zumkehr. 09:02 Lattenschuss UHC Pfannenstiel. 54:38 Time-Out UH Appenzell. 59:23-60:00 UH Appenzell ohne Torhüter. Best Player: Nideröst (UHC Pfannenstiel) und Angehrn (UH Appenzell).

 

Die 40. Hauptversammlung (HV) des SV Wiler-Ersigen stand unter dem Motto „Back to the roots" und gleichzeitig Aufbruch in neue Dimensionen: So wurde einerseits bei der... SVWE durchbricht vor Jubiläum eine Schallmauer
Der UHC Uster hat sein Nachwuchstalent Joris Hänseler mit einem UPL-Vertrag bis Saison 2025/26 ausgestattet und kann somit einen weiteren, hoffnungsvollen Spieler für die... Uster bindet Nachwuchshoffnung
An der Generalversammlung von Floorball Thurgau hat der bisherige Präsident Benjamin Kuhn das Zepter an den bisherigen Vizepräsidenten Patrick Marthaler übergeben. Nach... Kontinuität und Zuversicht bei Thurgau
Mit Martin Sindelar wechselt ein langjähriger und zuverlässiger Offensivspieler vom tschechischen Serienmeister und diesjährigen Triple-Gewinner Tatran Stresovice zu... Tschechischer Triple-Gewinner zu Alligator Malans

Community Updates

Tabellen

1.Floorball Fribourg+4053.000
2.Ad Astra Obwalden+2950.000
3.Kloten-Dietlikon Jets+6548.000
4.UHC Thun+6247.000
5.Unihockey Limmattal-434.000
6.Ticino Unihockey-1430.000
7.UHC Lok Reinach-1630.000
8.I. M. Davos-Klosters-529.000
9.Regazzi Verbano UH Gordola-2723.000
10.UHC Grünenmatt-3919.000
11.UHT Eggiwil-4617.000
12.UHC Sarganserland-4516.000
1.Waldkirch-St. Gallen+6146.000
2.Unihockey Basel Regio+2338.000
3.UH Lejon Zäziwil+3137.000
4.Nesslau Sharks+734.000
5.UH Appenzell+2229.000
6.Chilis Rümlang-Regensdorf+829.000
7.Floorball Uri+1628.000
8.Visper Lions-5312.000
9.UH Red Lions Frauenfeld-339.000
10.UH Zulgtal Eagles-828.000

Quicklinks