11.
2009
Rychenberg unterliegt Köniz
Mit einem Auswärtssieg beim Tabellenzweiten Alligator Malans hatte der HC Rychenberg vor Wochenfrist aufhorchen lassen. Dank dem damit einhergehenden Zuwachs an Selbstvertrauen hatte die Mannschaft um Spielertrainer Radim Cepek gehofft, auch dem Tabellendritten Floorball Köniz ein Bein zu stellen. Bis zur vierzigsten Minuten waren diese Hoffnungen freilich verdunstet wie Wasser auf einem heissen Stein. Nach zwei Dritteln führten die Berner diskussionslos 6:0. Darüber hinaus hatten sie noch zwei Schüsse an die Torumrandung zu beklagen. Hätte irgendjemand zu diesem Zeitpunkt auch nur einen Sou auf den HC Rychenberg gesetzt, wäre ihm reihum der Vogel gezeigt worden.
Nicht dass die Winterthurer sonderlich schlecht gespielt hätten, aber hinter den Aktionen der Berner lag wesentlich mehr Über-zeugungskraft. Sie verteidigten derart geschickt, dass es dem HC Rychenberg nicht gelang, zusammenhängende Aktionen zu platzieren, und sie liessen vierzig Minuten lang keinen einzigen nennenswerten Konter zu. Sie griffen aber auch geduldig und präzise an und bewiesen dabei eine beeindruckende Effizienz: Im Startdrittel erzielten sie aus den ersten fünf Abschlussversu-chen vier Tore. Indizien für eine selbstsichere, gefestigte Mannschaft.
Im Mitteldrittel verflachte die Partie beträchtlich. Rychenberg war zu keiner nennenswerten Reaktion fähig und Köniz be-schränkte sich weitestgehend aufs Verwalten des Vorsprungs. Erst gegen Ende des Abschnitts legten die Berner ihre offensive Zurückhaltung wieder ab und erhöhten prompt auf 6:0. Der Match schien damit gelaufen.
Der Schein trog jedoch. Die Berner hatten den HC Rychenberg zu früh abgeschrieben. Begünstigt durch nun auftretende Fehler des Gegners setzte das Heimteam im Schlussdrittel zu einer erstaunlichen Aufholjagd an. Primärer Akteur war dabei die junge dritte Linie, welche nun vermehrt zum Zuge kam. Ihr Routinier Marc Schadegg erzielte das vermeintliche Ehrentor (42.), die Talente Felix Buff (43.) und Lukas Grunder (45. und 60.) brachten die Hoffnung zurück. Dazu reihte sich Spielertrai-ner Cepek unter den Torschützen ein (55.).
Am Ende reichte es nicht mehr ganz zum Punktgewinn. Der Anschlusstreffer von Captain Thomas Weber zum 6:7 fiel etwas zu spät. Den beiden späten Pfostenschüssen nachtrauern, woll-te Cepek nicht: «Was uns in der Startphase fehlte, waren die 'Big Saves' von Goalie Edi-Marc Schütz. So hätten wir im Spiel bleiben können. Es wäre freilich vermessen, in jedem Spiel Grosstaten von ihm zu erwarten. Dass wir anschliessend selbst beim 0:6 den Glauben nicht verloren, gibt uns Selbstvertrauen.» Zu diesem Zeitpunkt hütete längst Pascal Hauri das Tor.
HC Rychenberg Winterthur - Floorball Köniz 6:7 (0:4, 0:2, 6:1)
Oberseen, Winterthur. - 218 Zuschauer. - SR Brugger/Moser.
Tore: 5. Angst (Calebsson) 0:1. 7. Kissling (Nino Wälti) 0:2. 13. Zingg (Angst) 0:3. 20. Angst (Calebsson) 0:4. 37. Angst (Calebsson) 0:5. 39. Trüssel (Calebs-son; Ausschluss Weber) 0:6. 42. Schadegg 1:6. 43. (42:20) Buff 2:6. 43. (42:31) Nino Wälti (Kuchen) 2:7. 45. Grunder 3:7. 55. Cepek (Wolfer) 4:7. 60. (59:20) Grunder (Penalty) 5:7. 60. (59:35) Weber (Rychenberg ohne Goalie) 6:7.
Rychenberg: Edi-Marc Schütz (21. Pascal Hauri); Thomas Weber, Marc Huber; Dominik Heller, Manuel Zehr (41. Joel Friolet); Tobias Kast, Roger Moschen; Thomas Wolfer, Radim Cepek, Vojtìch Skalík; Pirmin Koller, Jonas Thomsson (49. Zehr), Cornel Koller; Felix Buff, Marc Schadegg, Lukas Grunder.
Köniz: Remo Leisi; Kaspar Schmocker, Sacha Trüssel; Samuel Muralt, Florian Kuchen; Pascal Geiser, Simon Holdener; Samuel Ottiker; Lukas Angst, Daniel Calebsson, Manuel Zingg; Stefan Kissling, Philipp Wanner, Nino Wälti (47. Cedric Fröhlich); Dario Wälti, Pascal Sigg, Daniel Danuser.
Strafen: 3x2 Minuten gegen Rychenberg (8. Grunder, 38. Weber, 48. Cornel Koller), 1x2 Minuten gegen Köniz (8. Sigg).