03.
04.
2018
NLA Männer | Autor: "Luzerner Zeitung"

Sarnen darf wieder hoffen

Ad Astra Sarnen gewinnt das dritte NLA/NLB-Auf-/Abstiegsspiel gegen Thun 7:3. Die Oberklassigen aus dem Berner Oberland hatten erstmals in dieser Serie keine Antwort bereit.

Sarnen darf wieder hoffen Roman Schöni erzielte für Sarnen einen Hattrick. (Bild: Ad Astra Sarnen, Simon Abächerli)

Der UHC Thun war gestern Abend in der Sarner Dreifachhalle restlos bedient. Stürmer Tim Aebersold streckte den Sarner Verteidiger Robin Markström nieder. Der Schiedsrichter konnte gar nicht anders, als den Berner mit einem Restausschluss zu sanktionieren. Der Frust des Gastes konnte den Sarnern schliesslich egal sein: Etwas mehr als eine Minute nach dieser unnötigen Szene war die Partie zu Ende. Die Zuschauer auf der rechten und mittleren Rampe spendeten stürmischen Applaus - Ad Astra darf dank dem ersten Sieg in dieser Serie wieder auf einen Aufstieg in die NLA hoffen. Dafür braucht es allerdings in dieser Best-of-7-Serie noch drei weitere Erfolge.

«Wir haben im Vorfeld festgehalten, dass wir dieses Heimspiel unbedingt gewinnen müssen, um zurückzukommen», sagte Ad-Astra-Captain Roman Schöni hinterher. Schöni erzielte die Treffer zum 5:1 und 6:2 und wurde auf Obwaldner Seite zum besten Spieler gewählt.

Nun benötigt Sarnen einen Auswärtserfolg
Es war eine eindrückliche Reaktion auf die samstägliche 2:8-Niederlage in Thun (zum Spielbericht), die allerdings zu hoch ausfiel, weil das Heimteam die letzten drei Treffer im verlassenen Sarner Gehäuse unterbrachte. Dabei begann diese zweite Partie optimal für die Gäste: Cornel von Wyl traf in der zweiten Minute zum 1:0. Knapp vor Spielhälfte überwand Christof Ming Torhüter Thomas Fankhauser zum 2:0. Und wenig später ergab sich in Unterzahl sogar die Chance, auf 3:0 zu erhöhen: Doch Lauri Liikanen scheiterte mit seinem Penalty (28.). Bis zum Ende des zweiten Spielabschnittes kehrten die Thuner die Partie und führten mit 3:2 - die Obwaldner wussten darauf keine Antwort mehr. Die Parallelen zum Ostermontagsspiel waren zu Beginn verblüffend: Wiederum führte Sarnen mit 2:0, Thun verkürzte auf 2:1 (14.). Doch anschliessend spielte der Unterklassige so abgeklärt, wie man dies eigentlich von den Gästen erwartet hätte. Diese liessen sich jedoch verunsichern: Setzten sie die Sarner zu Beginn in deren Zone unter Druck, fanden diese dennoch Wege, sich immer wieder zu lösen.

Ab dem zweiten Spielabschnitt wechselte Thun die Taktik, machte die eigenen Räume dicht. Doch die Sarner zeigten sich in besserer Spiellaune und bewiesen den stärkeren Siegeswillen. «Wir waren diesmal besser eingestellt», sagte Roman Schöni. Und es brauche gar nicht viel, um auch auswärts zum Erfolg zu kommen, «wir müssen einfach auf dieselbe Art und Weise hinten rausspielen und die Ruhe bewahren». Dazu kann Sarnen auf einen sich in bester Spiellaune befindenden Goalie zählen: Mario Britschgi liess die Thuner fast verzweifeln. «Das kennen wir schon seit Beginn der Playoffs», schloss Schöni mit einem verschmitzten Lächeln.

Quelle: "Luzerner Zeitung", René Barmettler


 

Astra Sarnen - Thun 7:3 (3:1, 2:0, 2:2)
Dreifachhalle, Sarnen. 756 Zuschauer. SR Preisig/Schaffter.
Tore: 7. Markström (Abegg) 1:0. 11. M. Schöni (B. von Wyl) 2:0. 13:30 Witschi (Scheuner) 2:1. 13:53 Haas (Höltschi) 3:1. 25. Pass (Höltschi) 4:1. 38. R. Schöni (Ming) 5:1. 45. Witschi (Meier) 5:2. 55. R. Schöni (Markström/Ausschluss Götti) 6:2. 56. Abegg (Eronen) 7:2 (ins leere Tor). 58. Ammann (Stulz) 7:3 (Thun ohne Torhüter).
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 3-mal 2 Minuten plus 5 Minuten plus Spieldauer (Aebersold) gegen Thun.
Sarnen: Britschgi; Läubli, Berchtold; Höltschi, Pass; J. von Wyl; Ming, Zurmühle, R. Schöni; Abegg, Markström, Eronen; B. von Wyl, M. Schöni, C. von Wyl; Haas.
Thun: Körner (ab 38. T. Fankhauser); Saurer, Meier, Bühler, Brügger, M. Fankhauser, Beaud; Thomas, Witschi, Aebersold, Kropf, Stulz, Taurama, Scheuner, Wettstein, Kummer, Frey, Götti, Graber, Zimmermann, Ammann.
Bemerkungen: Sarnen ohne Amrein, Amstutz, Boschung und Dubacher (alle Ersatz) sowie Liikanen (verletzt). 14. Pfostenschuss Haas. 38. Timeout Sarnen. Thun ab 55:24 mehrheitlich ohne Torhüter und mit 6. Feldspieler. R. Schöni (Sarnen) und Witschi (Thun) als beste Spieler ihrer Teams ausgezeichnet.

 

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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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