24.
01.
2016
NLA Männer | Autor: SV Wiler-Ersigen

Spät platzte der SVWE-Knoten

Im Verfolgerduell kam Wiler-Ersigen gegen GC Zürich zu einem letztlich klaren und verdienten 8:4-Sieg. Die Differenz schaffte der Meister in einem intensiven und teilweise hektischen Spiel im Schlussdrittel, als der Knoten in der Offensive endlich wieder einmal platzte (5:1). Damit liegt der SVWE wieder auf Rang 2.

Das Heimteam wollte vor beinahe 700 Zuschauern augenfällig mehr, investierte enorm viel und wurde schliesslich mit dem berühmten «Ketchup-Effekt» belohnt. Innerhalb von nur drei Minuten flutschten im Schlussabschnitt vier Bälle rein und der Meister zog von 3:3 auf 7:3 davon. Das Spiel war entschieden, GC in der Tabelle wieder überholt. Ein starkes Signal des Titelverteidigers, dessen Probleme im Abschlussbereich für Verunsicherung sorgten.

Mit drei Niederlagen innerhalb einer Woche und dem Wissen, dass die Verfolger vorgelegt hatten, war der Druck nicht unerheblich. Vor zwei Wochen noch mit dem Qualisieg liebäugelnd, drohte bei einer weiteren Niederlage gar noch das Abrutschen auf Rang fünf und der Verlust des Heimspielrechts in den Viertelfinals. Doch der SVWE zeigte sich unbeeindruckt von der Ausgangslage und stieg konzentriert, engagiert und dominant ins Spiel.

Doch der «Täglich grüsst das Murmeltier-Effekt» liess lange Zeit Böses erahnen. Die besten Chancen wurde ausgelassen, die Torimpotenz drohte erneut zum Spielverderber zu werden. Im ersten Powerplay brach Topskorer Manninen zwar den Bann (13.), und als auch Kekkonen noch mittels Abpraller traf, hatte der Meister im Startdrittel doch noch zweimal eingenetzt. Dennoch stand es „nur" 2:2 nach dem Startdrittel, weil GC zwar vieles schuldig blieb, aber aus den wenigen Möglichkeiten dank Doppeltorschütze Scalvinoni das Maximum herausholte.

Die Zürcher schienen nach dem Sieg im Cuphalbfinal mental nicht ganz auf der Höhe, litten scheinbar auch unter einer Grippewelle, welches das Team unter der Woche erfasst haben soll. Ihre beste Phase hatten die Gäste im Mitteldrittel, doch die letzte Konsequenz fehlte im Spiel der Zürcher und Superstar Kim Nilsson wurde von der Wiler Defense hervorragend abgeschirmt. Dass GC nie in Führung gehen konnte - auch in der Phase als das Heimteam seine Chancen noch fahrlässig liegen liess - spielte dem SVWE zusätzlich in die Karten. Dieser überzeugte mit einer ausgeglichenen Leistung über alle drei Blöcke, nachdem zuletzt nur eine Formation gefährlich war. Die diversen Umstellungen wirkten sich positiv aus.


SV Wiler-Ersigen - Grasshopper Club Zürich 8:4 (2:2, 1:1, 5:1)
Sportzentrum Zuchwil. - 682 Zuschauer. - SR Kaiser/Schoch.
Tore: 13. Manninen (Hofbauer, Ausschluss GC) 1:0. 17. Scalvinoni (Vizzini) 1:1. 18. Kekkonen (Sesulka) 2:1. 20. Scalvinoni (Zürcher, Ausschluss SVWE) 2:2. 28. Wittwer 3:2. 34. Vizzini (Meier) 3:3. 48. Bischofberger (Wittwer) 4:3. 48. Hofbauer (Hofbauer) 5:3. 49. Rentsch 6:3. 51. Louis (Sebek) 7:3. 55. Manninen (Hofbauer) 8:3. 60. Nilsson (Zürcher, Auschluss SVWE) 8:4.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 3mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
Bemerkungen: SVWE mit Wolf im Tor, ohne D.Känzig, Stettler, Nussbächer (verletzt), Mendelin (Basel Regio)

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