10.
10.
2009
NLA Männer | Autor: Lok Reinach

Unbelohnte formidable Leistung

Gegen das vermeintlich übermächtige Floorball Köniz ruft Lok Reinach eine hervorragende Leistung ab und verliert knapp mit 5:6.

Wer hätte das gedacht, dass Reinach gegen die mit Nationalspielern gespickte Mannschaft von Floorball Köniz, welche diese Saison erst einmal als Verlierer vom Feld musste, um Punkte mitspielen kann? Der Prozentsatz der so Denkenden war minim. Reinach startete wie erwartet als schwächeres Team in die Partie und lag auch schon nach drei Minuten zurück, Nationalmannschaftsverteidiger Schmocker war derjenige, welcher das Skore eröffnete. Die Lok aber keineswegs geschockt durch den frühen Rückstand, bereits zwei Minuten später ertönte der Torpfiff erneut - Reinach glich aus.
Es entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Bis zur ersten Pause konnten beide Teams Tore erzielen - zwischenzeitlich baute Köniz seine Führung auf zwei Tore aus - zum Pausentee ging es aber mit einem drei zu drei unentschieden. Tendenziell hatte Köniz in diesem ersten Drittel eher mehr vom Spiel, dennoch hätte aber auch für Reinach der eine oder andere Treffer mehr resultieren können.

Timeout zeigte Wirkung
In der Folge kam das effizienteste Drittel von Köniz in dieser Partie. Die Berner waren teilweise massiv überlegen, technisch brillant, herrliche scharfe und präzise Pässe prägten das Spiel. Nicht weiter verwunderlich, dass Köniz wiederum in Führung ging und bis zur Drittelspause nochmals einen Treffer erzielen konnte. Die Führung für Köniz sicher verdient zu diesem Zeitpunkt. Reinach sah sich kurz nach Spielmitte gezwungen, sein Timeout zu nehmen, welches seine Wirkung nicht verfehlte. Bis zur zweiten Drittelspause musste man den Könizern keinen weiteren Treffer zugestehen und kam selber kurz vor Ende der Periode durch De Icco zu einer tollen Aktion.

Druckvolle Schlussphase
Nachdem die Berner Anfang des letzten Drittels ein Powerplay zum weiteren Ausbau der Führung nutzen konnten, zeigten die Reinacher aber, was für ein Kämpferherz in jedem Einzelnen steckt. Reinach beschränkte sich nicht auf die Rolle des Underdogs, welcher das Resultat versucht in Grenzen zu halten, nein man griff frisch und froh an, setzte den Gegner massiv unter Druck, dominierten diesen phasenweise sogar. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man die beiden Kader der Protagonisten-Teams miteinander vergleicht. Fünf Minuten vor Schluss, Reinach hatte bereits Torhüter Cazzato durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, zahlte sich der Druck der Reinacher aus, und der vierte Treffer ist Tatsache. Dätwyler auf Pass von Gustafsson sind die Punkteempfänger. Angepeitscht vom frenetischen Publikum kann eine Minute später dasselbe Duo für den Anschlusstreffer sorgen - dieses Mal aber traf Gustafsson. Noch knapp drei Minuten waren zu spielen, Reinach kratzte an der Sensation. Die Oberwynentaler spielten in dieser Phase äusserst diszipliniert, kamen auch noch zu Chancen, welche aber nichts zählbares mehr ergaben. Das Spiel wurde abgepfiffen, Reinach musste knapp geschlagen vom Feld.

Disziplin als Schlüssel, Publikum als siebter Mann
Trotz der Niederlage zeigte Lok Reinach, was für ein Potential in der Mannschaft steckt. Mit einer solch disziplinierten, kompakten und solidarischen Spielweise ist es sogar möglich, Titelanwärter an den Rand einer Niederlage zu bringen. Die jungen, unerfahrenen Spieler von Lok standen den Routiniers des Favoriten in Nichts nach. Hat man dann noch ein derart anpeitschendes, sensationelles Publikum im Rücken, spornt dies umso mehr für solch exzellente Efforts an. Kann Reinach konstant solche Leistungen abrufen, werden Punkte gegen schwächere Teams der besten Liga der Schweiz die Regel, nicht die Ausnahme.

Lok Reinach - Floorball Köniz 5:6 (3:3, 0:2, 2:1)
Pfrundmatt, Reinach. - 193 Zuschauer. - SR: Brechbühl / Jost.
Tore: 03:09 Schmocker (Calebsson) 0:1, 05:24 Wittwer (Spahija) 1:1, 09:55 Wälti (Schmocker) 1:2, 16:01 Danuser (Calebsson) 1:3, 16:07 Hunziker (Spahija) 2:3, 19:19 Gustafsson (De Icco) 3:3, 22:10 Wälti (Kissling) 3:4, 26:02 Calebsson (Wälti) 3:5, 44:49 Wälti (Calebsson) 3:6, 56:16 Dätwyler (Gustafsson) 4:6, 57:14 Gustafsson (Dätwyler) 5:6.
Strafen: 11:44 Binder 2', 12:02 Höltschi 2', 19:19 Dätwyler 2', 19:19 Trüssel 2', 43:28 Wittwer 2', 49:36 Sigg 2', 49:36 Gustafsson 2'.
Lok Reinach: Cazzato; Binder, Höltschi, Kaufmann, Näf, Ramseier, Wittwer; Benz, Dätwyler, De Icco, Gustafsson, Hediger, Hunziker, Husi, Jansen, Merki, Spahija
Floorball Köniz: Leisi; Geiser, Holdener, Kuchen, Muralt, Neyer, Ottiker, Schmocker, Sigg, Trüssel; Calebsson, Danuser, Fröhlich, Kissling, Wälti, Wälti, Wanner, Zingg
Bemerkungen: Reinach ersetzt ab 56. Torhüter Cazzato durch einen sechsten Feldspieler.

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3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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