25.
09.
2011
NLA Männer | Autor: UHC Grünenmatt

Verdienter Sieg nach turbulenter Schlussphase

Nach dem Auswärtssieg in St.Gallen waren die Mätteler gewillt, auch den Kloten Bülach Jets auswärts 3 Punkte abzuknüpfen.

Grünenmatt hatte zu Beginn des ersten Drittels mehr vom Spiel und erspielte sich einige gute Chancen. Nach gut 10 Minuten war es dann so weit: Simon Liechti machte da weiter wo er im Match gegen St.Gallen aufgehört hatte und schoss die Emmentaler in Führung. Der UHCG blieb auch in der Folge die aktivere Mannschaft. Kloten spielte - wie nicht anders zu erwarten war - ein defensives Unihockey und lauerte auf Konter. Klare Chancen waren für die Zürcher im ersten Drittel Mangelware. Völlig überraschend deshalb das 1:1 für Kloten in der 16. Spielminute. Das Spiel war nun lanciert und vermehrt kamen auch Emotionen auf, was dazu führte, dass Grünenmatt vor der Pause in doppelter Überzahl spielen konnte. Bis zur Pause bliebs aber beim 1:1.

Auch nach dem Pausentee konnte der UHCG im Poweplay nicht reüssieren. Im Gegenteil: Kurz nach Ablauf der Strafe kam Kloten zum Handkuss und ging erstmals in Führung. Dieser Treffer gab den Zürchern Aufwind - sie hatten nun mehr vom Spiel als noch im ersten Drittel. Grünenmatt nahm aber das Spieldiktat sofort wieder in die Hand: Zuerst traf Simon Flühmann im Powerplay nach einem herrlichen Querpass von Jarmo Eskelinen. Dann erzielte Thomas Chrapek auf Zuspiel seines tschechischen Landsmanns Daniel Sebek den 2:3 Führungstreffer. Dieses Resultat nahmen die Teams mit in die 2. Drittelspause.

Der Start ins Schlussdrittel misslang dem UHCG völlig: bereits nach gut 30 Sekunden zappelte der Ball hinter Alain Burri im Netz. Dieser Treffer war Gift für das Spiel der Emmentaler. Die Klotener witterten nun ihre Chance und wurden immer wieder mit Nadelstichen gefährlich. Und diese Spielweise wurde belohnt: das 4:3 durch einen Weitschuss und das 5:3 durch einen Freistoss in der 51. Spielminute brachten das Heimteam erstmals mit 2 Toren in Führung. Viele Zuschauer glaubten zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr an einen Emmentaler Sieg, umso weniger als Eskelinen 5 Minuten vor Schluss für 2 Minuten die Strafbank drücken musste. Die Strafe wurde aber schadlos überstanden und in den Schlussminuten spielte nur noch Grünenmatt. In traumwandlerischer Sicherheit erspielte sich die Truppe Hiltbrunner/Sikora Chance um Chance. Und im Gegensatz zu den ersten 2 Dritteln zeigte sich der UHCG nun treffsicher. Zuerst verkürzte Chrapek in der 58. Minute auf Zuspiel von Sebek mit einem Weitschuss auf 4:5. Dann Traf Jens Frejd in der 59. Minute nach einem schönen Querpass von Eskelinen zum Ausgleich. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein: 40 Sekunden vor der Sirene scheiterte Chrapek mit einem Schuss am klotener Torhüter, doch Jo Dennis Bärtschi besorgte mit seinem Abpraller den Rest und schoss den UHCG ins Glück! Der UHCG bescherte sich somit ein Happy-End, an das wohl niemand mehr so recht geglaubt hatte.

Dies war kein Unihockey-Abend für schwache Nerven! Entscheidet man ein Spiel 40 Sekunden vor Schluss, dann ist sicher auch etwas Glück dabei. Der UHCG hat diesen Sieg aber keineswegs gestohlen - im Gegenteil: Man machte über die 60 Minuten gesehen mehr fürs Spiel und führte die feinere Klinge. Wie schon gegen St. Gallen konnte man das Spiel in den letzten 10 Minuten noch drehen, was für die Nervenstärke der Emmentaler spricht. Auf ein solches „Hitchcock-Finale" wird man sich aber nicht immer verlassen können. Bereits am Mittwoch wartet mit Köniz eine deutlich stärkere Equipe. Man tut also gut daran, bereits in den ersten 57 Minuten die Tore zu schiessen.

Kloten-Bülach Jets - UHC Grünenmatt 5:6 (1:1, 1:2, 3:3)
Ruebisbach Kloten. - 250 Zuschauer. - SR Baumgartner/Kläsi.
Tore: 11. Liechti (Lüthi) 0:1. 16. Jaunin (Adank) 1:1. 25. Daniel Dürst (Schwarz) 2:1. 33. Flühmann (Eskelinen) 2:2. 37. Chrapek (Sebek) 2:3. 41. Jaunin (Thierstein) 3:3. 49. Dominik Dürst (Adank) 4:3. 51. Daniel Dürst (Boggia) 5:3. 58. Chrapek (Sebek) 5:4. 59. Frejd (Eskelinen) 5:5. 60. (59:20) Bärtschi (Chrapek) 5:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (Zolliker), 1mal 10 Minuten (Brandenberger) gegen Kloten-Bülach Jets. 2mal 2 Minuten gegen UHC Grünenmatt.

 

 

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5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
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3.Nesslau Sharks+1533.000
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5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
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