11.
2011
Waldkirch-St.Gallen besiegt GC
Die Frage, ob die Grasshoppers mit Ex-WaSa-Trainer Svensson die Gastgeber mit Manndeckung überraschen wollten oder ob es das übliche GC Anfangspressing sein sollte, kann nicht gänzlich beantworten werden. Denn bereits nach 21 Sekunden gingen die Olmastädter durch Roman Mittelholzer in Führung und die Zürcher übten danach nur noch richtig Druck auf die WaSa-Abwehr aus, wenn ihnen diese nicht sattelfest schien. Im ersten Drittel war dies jedoch nur selten der Fall. Alle drei Linien erfüllten ihre Aufgaben mehrheitlich zuverlässig. Dass dies auch nötig ist, wurde in der zehnten Spielminute aufgezeigt. Nachdem die Gäste den Ball über einige Stationen zirkulieren liessen, stimmte die Zuordnung nicht mehr und GC konnte ausgleichen. Die beiden Überzahlsituationen im Startdrittel hatten keinen Einfluss auf das Resultat. Das WaSa-Powerplay funktionierte im Gegensatz zum letzten Spiel gegen die Jets gar nicht. Ein weiteres mit Spannung erwartetes Duell endete unentschieden. Die beiden grössten Brocken beider Teams (Preisig und Wolfer) wollten endgültig mal klären, wer der stärkste im ganzen Unihockey ist. Das Duell endete erst unentschieden und wurde dann aber unverständlicherweise vom Schiedsrichtergespann vorzeitig beendet.
Im zweiten Drittel waren Torchancen Mangelware. Weder WaSa noch GC konnten die beiden Torhüter beschäftigten. Vor allem die vielgelobte Offensive der Zürcher konnte in der baldigen WM-Halle praktisch keine Akzente setzen. Es dauerte rund zwölf Minuten bis die Partie wieder Fahrt aufnahm. WaSa hatte dabei gleich vier sehr gute Torchancen. Mit seinem Pfostenschuss kam Jeanot Eschbach einem WaSa-Treffer noch am nächsten. Die Ostschweizer merkten nun, dass gegen den Tabellendritten einiges drin liegt und erspielten sich Chancen im Minutentakt. Das 2:1 durch Arnold Brunner nach Traumpass von Lukas Hess war mehr als nur verdient. Dass GC ein Spitzenteam ist, bewiesen sie jedoch ebenfalls eindrücklich. Die ersten 17 Spielminuten im Mitteldrittel kaum am Spiel teilgenommen und keine zwei Minuten nach der WaSa-Führung wieder den Ausgleich bewerkstelligt. Mit dem Resultat von 2:2 wurden letztmals die Seite gewechselt.
Den letzten Abschnitt begannen die Zürcher nur noch mit zwei Linien und deutlich engagierter. Vor allem die erste Linie der Gäste setzte die WaSa-Abwehr ziemlich unter Druck. Das Heimteam konnte sich kaum mehr aus der eigenen Zone lösen. Dass die Führung dann jedoch aus einem Freistoss entstehen musste, ist nicht nur ärgerlich sondern vorallem auch unnötig. Die Folgeminuten zeigten aber, dass die Führung absolut verdient ist. Scheinbar noch unter Schock stehend waren die Olmastädter ausschliesslich mit Defensivarbeit beschäftigt und erspielten sich nicht eine einzige Torchance. Dank Torhüter Birrer und einigem Glück überstanden sie die heikle Phase jedoch unbeschadet. Nach zehn Minuten war es die heute starke Linie um Center Jaakko Rissanen welche wieder erste Akzente setzen konnte. Der Ausgleich durch Roman Mittelholzer kam zu diesem Zeitpunkt dann aber doch eher überraschend. Als Fabian Jucker die WaSa-Farben gar in Führung brachte, war die Partie total auf den Kopf gestellt. Das Spiel bot den Zuschauern nun spannendstes Unihockey. Während WaSa zwei Riesenchancen ausliess, zauberte Merki im Gegenzug mit einem Traumvolley den Ball in die WaSa-Maschen zum erneuten Ausgleich. Die dritte Verlängerung in Folge war Tatsache.
Diese dauerte im Gegensatz zu den zwei letzten nicht einmal eine Minute. Jeanot Eschbach krönte seine starke Leistung in der Verlängerung mit einem Treffer und sicherte so den Ostschweizern den Zusatzpunkt. In der Tabelle konnte der Anschluss an die Playoffplätze so einigermassen gehalten werden.
Waldkirch-St. Gallen - Grasshoppers Zürich 5:4 n.V. (2:1, 0:1, 2:2, 1:0)
Athletik-Zentrum St. Gallen. - 255 Zuschauer. - SR Baumgartner/Kläsi.
Tore: 1. Roman Mittelholzer (Chris Eschbach) 1:0. 10. Zimmermann (Nater) 1:1. 18. Brunner (Lukas Hess) 2:1. 39. Thomas Grüter (Zürcher) 2:2. 44. Scalvinoni (Helfenstein) 2:3. 52. Roman Mittelholzer (Väänänen) 3:3. 55. Jucker (Brunner) 4:3. 57. Philipp Merki (Adank) 4:4. 61. Jeanot Eschbach (Lieberherr) 5:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 1mal 2 Minuten gegen Grasshoppers Zürich.