10.
2011
Wiler-Ersigen holt auch den zweiten Pflichtsieg
Für die Spieler von Wiler-Ersigen war es nicht einfach, 24 Stunden nach dem 19:1-Kantersieg gegen Zug im zweiten Wochenendspiel gegen Waldkirch-St. Gallen sich wieder auf grössere Gegenwehr einzustellen. Das wurde im ersten Drittel denn auch klar ersichtlich. Zwar gingen die Berner bereits in der zweiten Minute in Führung, doch in der Folge benötigte der Meister eine gewisse Anlaufzeit, bis er auf Touren kam. „Es war tatsächlich nicht einfach, sich auf dieses Spiel einzustellen, nachdem wir am Samstag kaum Zweikämpfe austragen mussten, während Waldkirch am Sonntag dann sehr körperbetont agierte", bestätigte Wiler-Stürmer Christoph Hofbauer. Aus diesem Grunde sei man im ersten Drittel auch eine Spur zu bequem unterwegs gewesen. „Wir mussten uns richtig in die Partie reinbeissen", meinte der dreifache Torschütze.
Schnelles und verwirrendes Kombinationsspiel wechselte sich mit leichtsinnigen Fehlern und Ballverlusten ab. Im Abschluss mangelte es zudem an der nötigen Präzision und Entschlossenheit. So vergaben die Wiler-Akteure zum Teil leichtfertig ihre Chancen. Das wiederum ermöglichte den Gästen, Spiel und Resultat einigermassen ausgeglichen zu gestalten. Auch verzeichneten die Ostschweizer einige gute Konter, bei denen sich jedoch Wiler-Keeper Pascal Haab glänzend in Szene zu setzen wusste. Während des ganzen ersten Drittels hatte man jedoch den Eindruck, dass Wiler notfalls einen Zacken zulegen könnte.
Demonstration des Meisters
Dies bestätigte sich dann im zweiten Abschnitt schnell. Denn nun war der Wiler-Motor warm gelaufen. Bereits nach 21 Sekunden erhöhte Christoph Hofbauer auf 2:0. Von da an spielte nur noch ein Team. Sobald die Berner aufs Tempo drückten, wurde es kritisch für die St. Galler. Was folgte, war eine Demonstration des Meisters, bei dem sich die Gebrüder Hofbauer einmal mehr als kaltblütige Vollstrecker erwiesen und der Finne Esa Jussila als grossartiger Regisseur, der mit einer tollen Übersicht und genialen Pässen glänzte.
Die St. Galler standen dem Wiler-Sturmlauf machtlos gegenüber und mussten neidlos anerkennen, dass die Differenz zwischen ihnen und dem Meister einfach viel zu gross war. Daran ändert auch das (unverständliche) Nachlassen von Wiler im letzten Abschnitt nichts, das den Gästen ermöglichte, sich einigermassen ehrenvoll aus der Affäre zu ziehen. „Nach dem 7:0 liess die Konzentration schlagartig nach. Wir hatten zu früh mit dieser Partie abgeschlossen", übte der 28-jährige Wiler-Stürmer Christoph Hofbauer Selbstkritik, um sogleich anzufügen, dass man in den beiden Spielen vom Wochenende aber auch viele gute Sachen gesehen habe, „die es nun gilt zu stabilisieren und zu automatisieren."
Wiler-Ersigen - Waldkirch-St. Gallen 8:4 (1:0, 5:0, 2:4)
Sportzentrum Zuchwil. - 405 Zuschauer. - SR Peter, Hürzeler.
Tore: 2. Quist (Wittwer) 1:0. 21. (20:21) C. Hofbauer (M. Hofbauer) 2:0. 28. M. Hofbauer (Schmocker) 3:0. 34. Wittwer (Quist) 4:0. 37. C. Hofbauer (Bichsel/Ausschlüsse Fankhauser und R. Mittelholzer) 5:0. 39. Oilinki (Jussila) 6:0. 43. C. Hofbauer 7:0. 47. Eschbach 7:1. 51. Eschbach (Kumpulainen) 7:2. 54. R. Mittelholzer (Rissanen/Ausschluss Steffen) 7:3. 60. (59:15) Oilink (C. Hofbauer/Ausschluss Zellweger) 8:3. 60. (59:51) Eschbach (Kumpulainen) 8:4.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Wiler; 2-mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.
Wiler-Ersigen: Haab; Schmocker, Bichsel; Quist, Wittwer; Bieber, Hirschi; C. Hofbauer, M. Hofbauer, Berlinger; Zimmermann, Jussila, Mendelin; Fankhauser, Oilinki, Rüegsegger; Meister, Nussbächer, Steffen.
Waldkirch-St. Gallen: Birrer; Hühler, Preisig; Brunner, Zellweger; Meier, Lieberherr; Eschbach, Väänänen, Kumpulainen; Rissanen, T. Mittelholzer, R. Mittelholzer; Haag, T. Hess, L- Hess; Jucker, Petrini.