04.
10.
2021
NLA Männer | Autor: Zug United

Zug offensiv zu harmlos

Zug United kassierte in der 5. Runde der NLA die zweite Niederlage in Folge und abermals zuhause. In der Tabelle fielen die Zuger vom 2. auf den 5. Rang zurück.

Zug offensiv zu harmlos André Andersson hatte gegen Nils Conrad und Co. zu oft das Nachsehen. (Bild: Michael Peter)

Wie wenig vorne für Zug United an diesem Sonntag zusammenpasste, manifestierte sich in den Schlussminuten. Mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torhüters und einer ordentlichen Portion Verzweiflung suchte das Heimteam den Anschlusstreffer. Die Aktionen waren indes zu wenig bedacht und Nicolas Schüpbach hatte oft leichtes Spiel, weil er freie Sicht hatte. So auch beim Schuss von Alexander Hallén. Schüpbach fing den Ball und lancierte den nach vorne sprintenden Noah Püntener. Nils Schälin hechtete zwar noch irgendwie Richtung Tor, kam aber zu spät. Das 5:2 der Gäste knapp anderthalb Minuten vor dem Ende war die Entscheidung.

Den Erfolg verdienten sich die Winterthurer mit einem disziplinierten und konzentrierten Vortrag. In der Defensive gelang es den Gästen, die Zuger in aufreibende Zweikämpfe zu verwickeln und bremsten so frühzeitig offensiven Zuger Schwung. Und offensiv war Rachenberg bedacht, mit viel Geduld und wenig Risiko zu spielen, um den Zentralschweizern keine Konter anzubieten. Dieser Gameplan ging, sehr zum Frust von Zugs Trainer Antti Ruokonen, perfekt auf. «Vier Tore zu kassieren, ist nicht ein Problem», sinnierte der finnische Coach. «Aber wir erzielen nur zwei Treffer und davon war eines im Powerplay - das ist zu wenig.»

Dazu kam, dass die Zuger, ungleich dem Gegner, sich im eigenen Offensivspiel Fehler leisteten. So stand ein Ballverlust Zugs dem 1:0 der Gäste Pate. Die Strafe, die zum 2:1 führte, handelten sich die Zuger mit einem ungeschickten Wechsel ein. Und das kursweisende 4:2 erzielten die Zürcher im Anschluss an einen Freischlag der Zuger in der offensiven Ecke. Einzig das dritte Gegentor entsprang einem ruhigen Spielaufbau des HCR, wobei die Zuger Abwehr den Torschützen Ryan Neubauer auf der linken Seite komplett vergessen hatten.

Dabei hatten sich die Zentralschweizer zweimal irgendwie in die Partie zurückgebissen. Eine etwas hart ausgesprochene Strafe gegen Luca Dall'Oglio nutzte Mario Stocker mit einem schönen Schlenzer zum 1:1-Ausgleich. Adrian Furger verwandelte einen Flippass von Adrian Bachmann, der den Ball an der Mittellinie erobert hatte, herrlich zum 2:2. Weil aber Neubauer nur rund zwei Minuten später die Gäste abermals in Führung brachte und die Winterthurer diese in den verbleibenden acht Minuten mehr oder weniger sicher verwalteten, blieb Zug erstmals in dieser Saison ohne Punkte.


 

Zug United - HC Rychenberg Winterthur 2:5 (0:1, 1:1, 1:3)
Dreifachsporthalle Kantonsschule Zug, Zug. 145 Zuschauer. SR Ambühl/Brechbühler.
Tore: 18. Schaub (Gutknecht) 0:1. 22. Stocker (Andersson/Ausschluss Dall'Oglio) 1:1. 30. Nils Conrad (Lindgjerdet/Ausschluss Andri Flütsch) 1:2. 49. Furger (Bachmann) 2:2. 52. Neubauer (Krebs) 2:3. 56. Levin Conrad (Neubauer) 2:4. 59. Püntener (Schüpbach!) 2:5.
Strafen: je 1 Mal 2 Minuten.
Zug United: Schälin; Uhr, Schelbert; Menon, Khan; Knüsel, Tobias Flütsch; Hallén, Nigg, Andersson; Maurer, Stocker, Andri Flütsch; Bachmann, Laely, Furger; Schmidiger.
HC Rychenberg: Schüpbach; Nils Conrad, Noah Aeschimann; Gutknecht, Rutz; Levin Conrad, Foelix; Püntener, Dall'Oglio, Lindgjerdet; Kühl, Ott, Schaub; Oesch, Krebs, Keller; Neubauer.
Bemerkungen: Zug ohne Nilsson (abwesend), Bäcklin, Egli, Larsson, Mock, Odermatt, Staub (alle verletzt), Hess, Neidhart und Scharmin (nicht eingesetzt), Rychenberg ohne Tim Aeschimann, Kern, Lutz und Studer (alle verletzt). 59. Timeout Zug. Zug ab 58:04 bei Ballbesitz ohne Torhüter.

 

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5.Ticino Unihockey+1235.000
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11.UHC Lok Reinach-2418.000
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