04.
09.
2021
Nati Frauen A | Autor: Streiter Constantin

Aufholjagd durch Strafen gebremst

Die Schweizer Nationalmannschaft der Frauen verliert auch das zweite Spiel am Vierländerturnier in Gümligen. Nach einem zwischenzeitlichen 1:5 kommen die Schweizerinnen gegen Schweden bis auf ein Tor heran, kassieren dann aber zwei Powerplay-Tore und einem Treffer ins leere Tor.

Aufholjagd durch Strafen gebremst Isabelle Gerig und ihre Teamkolleginnen zeigten liessen es an Effizienz mangeln. (Bild: Fabian Trees)

Schon vor dem Spiel gab es für die Schweizer Kapitänin Flurina Marti etwas zu feiern - unter grossem Applaus wurde sie für ihr 100. Länderspiel geehrt. Die Bündnerin, die diese Saison neu für Pixbo in der SSL spielt, wurde in Abwesenheit von Corin Rüttimann (verletzt), Michelle Wiki (private Gründe) und Andrea Gämperli (angeschlagen, nach der Hälfte des Spiels eingewechselt) auf der ungewohnten Center-Position eingesetzt.

Die Schweizerinnen starteten ebenbürtig in das Spiel, doch Monika Schmid musste in der 7. Minute ein erstes Mal hinter sich greifen. Emelie Wibron traf aus kurzer Distanz freistehend zum 0:1. Drei Minuten später war die Jets-Torhüterin mit einem sensationellen Save gegen Amanda Johansson Delgado zur Stelle. In der 13. Minute setzte Wildermuth für die Schweiz mit einem Lattenschuss nach einem schnellen Konter ein erstes Ausrufezeichen und leitete damit eine Druckphase des Heimteams ein. Drei Minuten später war es erneut Wildermuth, die gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte, doch diesmal war ihr Abschluss etwas zu hoch. Die Schweiz, in dieser Phase des Spiels temporär nur mit zwei Linien, machte mächtig Druck auf den Ausgleich. Stella, Marti und Wildermuth hatten weitere gute Möglichkeiten, doch den einheimischen Fans blieb der Torjubel im ersten Drittel verwehrt.

Kalte Dusche und Aufholjagd
Dies rächte sich kurz nach der Pause, also Sofia Joelsson nach gerade mal 31 Sekunden in der Mitte schön angespielt wurde und zum Zwei-Tore-Vorsprung für die Skandinavierinnen traf. Doch die Schweizerinnen, nun wieder mit drei Linien, liessen sich dadurch nicht beeindrucken und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten. In der 26. Minute war der Bann dann endlich gebrochen, Vera Meer traf in ihrem erst 2. Länderspiel mit einem Weitschuss zum Anschlusstor. Die gute Stimmung auf den Rängen wurde jedoch schnell wieder getrübt - nur 24 Sekunden später erhöhte Wibron auf 3:1 für ihre Farben. In der 28. Minute erzielten Sjöberg und Tschöp gar zwei weitere Tore zum 5:1.

Eine ganze bittere Pille und eine Lektion in Sachen Effizienz für das (zugegebenermassen sehr unerfahrene) Team von Rolf Kern, der nun sein Timeout nahm und die leicht angeschlagene Andrea Gämperli einwechselte. Diese lieferte bei ihrem ersten Einsatz prompt den Pass zum 2:5 durch Isabelle Gerig, es kam wieder etwas Hoffnung auf. Und zwei Minuten später waren die Schweizerinnen zurück im Spiel, Wildermuth verkürzte für die mit viel Moral und grossem Laufpensum kämpfenden Schweizerinnen auf 3:5. Trotz weiterhin guten Chancen auf beiden Seiten fielen bis zur zweiten Pause keine Tore mehr - die Schweizerinnen waren leicht überlegen, am gefährlichsten wurde es jedoch bei einem Pfostenschuss durch Augutsson in der 37. Minute.

Durch Strafen gebremst
Im dritten Drittel waren es endlich einmal die Schweizerinnen, die den besseren Start erwischten. Hanimann traf nach schönem Zuspiel von Kühne zum 4:5, nur ein einziges Tor fehlte zu einer weiteren gelungenen Aufholjagd auf heimischem Boden und Spichiger hatte schon bald die nächste gute Möglichkeit. Dann gab es jedoch die erste Strafe des Spiels gegen Gerig, die Schweden zum 4:6 ausnutzte. Insgesamt ein halbes Dutzend Strafen gab es im letzten Drittel, abwechselnd auf beiden Seiten - mit dem Unterschied, dass Schweden zwei von drei Möglichkeiten nutzte und die Schweiz keine einzige. So konnten die Schweizerinnen ihr zuvor überzeugendes, energiereiches Spiel nicht mehr aufziehen - doch die mangelnde Effizienz in Überzahl war schlussendlich  genauso ausschlaggebend für die verpasste Aufholjagd. Nach dem 4:7 in der 57. Minute ersetzte Rolf Kern Torhüterin Monika Schmid durch eine 6. Feldspielerin, doch nach 67 Sekunden fiel mit dem 4:8 ins leere Tor die definitive Entscheidung.

So zeigten die Schweizerinnen wie schon am Freitag zwar gute Moral, musste aber gegen effiziente Schwedinnen und ohne zwei wichtige Spielerinnen mit 4:8 als logische Verliererinnen vom Feld. Am Sonntag bietet sich gegen Tschechien die Chance, das Vierländerturnier mit einem Sieg abzuschliessen. Die Osteuropäerinnen kassierten in Gümligen bisher mit 2:14 gegen Schweden und 4:9 gegen Finnland zwei klare Niederlagen.

 


Schweiz - Schweden 4:8 (0:1, 3:4, 1:3)
Mobiliar Arena, Gümligen. 343 Zuschauer. SR Hejnova/Beranova (CZE)
Tore: 7. Wibron (Tschöp) 0:1. 21. Joelsson (Wibron) 0:2. 26. (25.15) Meer (Jeyabalasingam) 1:2. 26. (25.39) Wibron 1:3. 28. (27.02.) Sjöberg 1:4. 28. (27.36) Tschöp (Joelsson) 1:5. 29. (28.15) Gerig (Gämperli) 2:5. 31. Wildermuth (Marti) 3:5. 43. Hanimann (Kühne) 4:5. 45. Wibron (Tschöp/Ausschluss Gerig) 4:6. 57. (56.20) Delgado Johansson (Bäckstedt/Ausschluss Mischler) 4:7. 58. (57.27) Bäckstedt 4:8 (ins leere Tor).
Strafen: 3x2 Minuten gegen die Schweiz. 3x2 Minuten gegen Schweden.
Schweiz: Schmid; Stella, Mischler; Liechti, Gredig; Meer, Berger; Spichiger, Kühne, Gerig; Wildermuth, Marti, Hintermann; Hanimann, Cattaneo, Jeyabalasingam; Gämperli.
Schweden: Fällman; Tschöp, Sundberg; Carlsson, Andersson; Forsell, Adelöw; Boric; Joelsson, Molin, Wibron; Delgado Johansson, Rasmussen, Gustafsson; Sjöberg, Augutsson, Loneberg; Bäckstedt, Johansson.
Bemerkungen: Andrea Wildermuth (Schweiz) und Emelie Wibron (Schweden) als beste Spielerinnen ausgezeichnet. 13. Lattenschuss Wildermuth. 28.15 Timeout Schweiz. 37. Pfostenschuss Augutsson. Die Schweiz zwischen dem 4:7 und dem 4:8 ohne Torhüterin.

 

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
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4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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