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Nati Frauen A | Autor: swiss unihockey

Drei Silberheldinnen mit Nati-Rücktritt

Katrin Zwinggi, Alexandra Frick und Géraldine Rossier haben sich entschieden, dass die Heim-WM in Neuenburg mit dem Gewinn der Silbermedaille der Schlusspunkt ihrer Karriere mit dem Nationalteam war. Aus dem erweiterten Nati-Kader treten Simone Wyss und Jael Koller zurück.

Drei Silberheldinnen mit Nati-Rücktritt Katrin Zwinggi absolvierte für die Schweiz 84 Länderspiele. (Bild: Dieter Meierhans)

Für einige Nationalspielerinnen war schon seit längerer Zeit klar, dass diese Saison - mit dem Höhepunkt der Heim-WM in Neuenburg - ihre letzte sein sollte. Doch durch den plötzlichen Abbruch der Meisterschaft auf Grund des Coronavirus, stellten viele Spielerinnen ihren Entschluss wieder in Frage. Wollen sie ihre Karriere wirklich so beenden? Kein einfacher Entscheid, weshalb sich auch noch nicht alle festlegen konnten. Eine Spielerin, die noch weitermacht, ist Tanja Stella. Sie verlängerte heute Freitag den Vertrag mit den Kloten-Dietlikon Jets und möchte auch weiterhin im Nationalteam spielen.

Entschieden haben sich auch Géraldine Rossier, Alexandra Frick und Katrin Zwinggi, allerdings in die andere Richtung: Alle drei treten aus dem Nationalteam zurück. Während Rossier und Frick ihren Unihockey-Stock ganz an den Nagel hängen, ist es bei Zwinggi noch nicht sicher, wie es bei ihr auf Vereinsebene weitergeht. Für alle drei war bereits vor der Heim-WM im letzten Dezember klar, dass es die letzte Endrunde im Schweizer Dress sein wird. «Der Zeitpunkt mit der Heim-WM war perfekt», sagt Rossier zum Rücktritt. Mit dem Gewinn der Silbermedaille ist es zugleich der Höhepunkt für die drei.

«So etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Die Atmosphäre und alles was dazu gehört, waren einfach unbeschreiblich», so Zwinggi. 2013 nahm sie erstmals an einer WM mit dem A-Nationalteam teil und verpasste seither keine mehr. Insgesamt bestritt sie 84 Länderspiele und erzielte dabei 60 Skorerpunkte. «Ich durfte mit der Nati so viele schöne Momente erleben, vor allem auch neben dem Spielfeld.» Am meisten wird die Stürmerin von Piranha Chur deshalb die Leute vermissen: «Mit dem Team auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, miteinander Zeit verbringen, sich gegenseitig fordern und gemeinsam weiterkommen - all das wird mir fehlen. In der Nati lernt man Leute kennen, die man sonst nur von der anderen Seite vom Spielfeld kennt. Das fand ich immer sehr spannend.»

Reise und Beruf waren ausschlaggeben für Rücktritte
Auch Alexandra Frick gab 2013 ihr WM-Debüt mit dem A-Nationalteam und beendet nun nach zwei weiteren Weltmeisterschaften und 86 Länderspielen ihre Karriere. «Die Entscheidung fiel mir einfach. Im kommenden Winter habe ich eine längere Reise geplant. Darum war klar, dass dies gleichzeitig das Ende der Unihockey-Karriere bedeutet», so die 30-Jährige. Nebst der Heim-WM zählt der Weltmeistertitel mit der U19-Nati im Jahr 2008 in Polen zu ihren Highlights. Mit den Red Ants konnte Frick drei Mal hintereinander den Cuptitel (2010-2012) und 2011 die Meisterschaft gewinnen. «Das Teamleben wird mir fehlen. Es ist ein schönes Gefühl, Teil eines Teams zu sein und es wird speziell sein, wenn dies plötzlich wegfällt», sagt Frick. Nun wird sie sich in ihrer Freizeit vermehrt dem Tennisspielen widmen.

Ihre Teamkollegin bei den Red Ants und im Nationalteam, Géraldine Rossier, gab ebenfalls den Rücktritt vom Unihockey bekannt. «Nächste Woche schliesse ich meine Ausbildung als Polizistin ab und trete, wenn alles nach Plan läuft, im Mai meine neue Arbeitsstelle am Flughafen Zürich an. Ich werde im Schichtdienst arbeiten, was auch ein Grund für das Aufhören war», sagt die 31-Jährige. Sie werde vor allem die Emotionen vermissen - positive wie auch negative. Unvergesslich bleibt der erste Meistertitel 2010 mit Piranha Chur, ihre Zeit in Schweden und vor allem die letzten Playoffs: «Die Halle war immer voll mit Zuschauern. Ich bekam jedes Mal Gänsehaut beim Betreten», so Rossier. Mit dem Nationalteam zählen ihre erste WM in Bratislava 2017 und ihre letzte 2019 in Neuenburg zu den Highlights: «Vor so einem Publikum eine fast schon legendäre WM zu spielen, kann man fast nicht toppen», blickt sie auf letzten Dezember zurück.

Nebst den drei Nationalspielerinnen gaben auch Simone Wyss (35 Länderspiele) und Jael Koller (acht Länderspiele), die zum erweiterten Kader gehören, den Rücktritt bekannt. Koller beendet gleichzeitig auch ihre Karriere bei den Red Ants, Wyss hängt nach dem abrupten Meisterschaftsende noch ein Jahr bei den Wizards Bern Burgdorf an.

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Auch Géraldine Rossier wird der Schweizer Nationalmannschaft nicht mehr zur Verfügung stehen. (Bild: Dieter Meierhans)

 

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