12.
05.
2007
Nati Frauen A | Autor: Voneschen Reto

Erster Schweizer Sieg im Spargang

Die WM hat für die Schweiz erfolgreich begonnen: Im Startspiel gewannen die Schweizerinnen problemlos gegen Gastgeber Dänemark mit 9:2. Nach dem ersten Drittel war die Partie bereits entschieden.
Erster Schweizer Sieg im Spargang

Einige strahlende Gesichter sah man nach der Partie – überraschenderweise aber mehrheitlich beim dänischen Team. „Ja, ich bin zufrieden“, teilte Dänemarks Nationaltrainer Preben Pedersen mit, „wir haben gegen das beste Team der Welt teilweise sehr gut ausgesehen.“ Dass dies so war, lag aber vor allem auch an der Schweizer Equipe. Nach einigen knorzigen Startminuten – Sandie Bagge verfehlte in der fünften Minute das leere Tor – fanden die Eidgenossinnen nach neun Minuten den Faden. Bis zur ersten Sirene erhöhten auf 5:0 – gleich dreimal durfte sich Petra Kundert als Torschützin feiern lassen, auch wenn das erste Tor irrtümlich Steffi Rüegg zugeschrieben wurde. Nach einem 1:1 im Mitteldrittel, erhöhte die Schweiz in den letzten zehn Minuten noch auf das standesgemässe 9:2. Alle Tore erzielte die Linie um Mirca Anderegg und Martina Mätzener.

Zu viele Fehler

„Die Däninnen haben uns stark gefordert und nicht alles hat nach Wunsch geklappt“, gab sich auch Teamcaptain Simone Berner selbstkritisch. Felix Coray konkretisierte die grössten Fehlerquellen. „In der Mittelzone und in der Abwehr haben wir zu viele Fehler gemacht. Gegen stärkere Gegner wird das sofort bestraft“, meinte Coray. Trotzdem war er jederzeit vom Sieg seiner Mannschaft überzeugt, „ich wusste, dass die Tore kommen aber der zehnten Minute.“ Positiv befand er, dass er 16 Spielerinnen einsetzen konnte, denn „für die Spielerinnen ist es wichtig, einen guten Start ins Turnier zu haben.“ Steigerungsmöglichkeiten sieht der Nationaltrainer vor allem noch in der Konzentration. „Wir müssen daran arbeiten, während dem ganzen Spiel die Konzentration hochzuhalten.“

Rittmeyer in der Abwehr
Mit zwei Linien spielte die Schweiz durch – die Formation um Center Andrea Benz spielte durch, die beiden anderen teilten sich je eine Hälfte. Mit einer Zwei-Linien Strategie möchte die Schweizer Trainercrew auch die nächsten Partien bestreiten. Einen Testlauf gabs für Marion Rittmeyer – überraschend agierte die Zugerin in der Verteidigung. „Wir suchen noch einen starken vierten Back“, erklärte Coray Rittmeyers Nomination in der Abwehr. Ob diese die Chance genutzt hat, ist schwer zu beurteilen. Offensiv wusste die gelernte Mittelstürmerin aber wie erwartet zu überzeugen. Nach dem sonntäglichen Ruhetag treten die Schweizerinnen am Montag gegen Lettland an (14 Uhr).


Dänemark - Schweiz 2:9 (0:5, 1:1, 1:3)
Arena Nord, Frederikshavn (DEN) - 380 Zuschauer
SR: Ingebrigtsli/Holmberg (NOR)
Tore: 08:59 M. Rittmeyer (S. Rüegg) 0:1, 12:00 P. Kundert (S. Berner) 0:2, 13:30 M. Flückiger (A. Benz) 0:3, 13:50 P. Kundert 0:4, 19:21 P. Kundert (S. Berner) 0:5, 23:27 N. Stadelmann (S. Schäfer) 0:6, 26:28 P. Aagaard (J. Nielsen) 1:6, 43:30 S. Bagge (M. Jensen) 2:6, 51:01 M. Anderegg (M. Rittmeyer) 2:7, 54:43 D. Morf (M. Mätzener) 2:8, 58:10 M. Mätzener (M. Anderegg) 2:9
Strafen: 25:59 S. Schäfer 2', 49:39 C. Idskou 2', 59:52 K. Vester 2'
Schweiz: Tomatis; Berner, Hofstetter;Rittmeyer, Wüst; Bürgi, Breitenstein; Stadelmann, Schäfer, Kundert; Rüegg, Benz, Flückiger; Morf, Anderegg, Mätzener; Stettler.
Dänemark: Kjeldgaard; Munk, Groenebach; Aagaard, Jensen; Moerup, Olausson; Samuelsen, Svendsen, Nielsen; Krabbe, Bengtsson, Krabbe; Idskou, Riis, Jörgensen; Madsen.

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