28.
11.
2021
Nati Frauen A | Autor: Güngerich Etienne

Finnland mit Mühe, Schweden unbeirrt

Am zweiten Tag der Frauen-WM in Uppsala erzielt Gastgeber Schweden auch gegen Deutschland 20 Tore. Finnland bekundet gegen die Slowakei zuerst Mühe, gewinnt dann aber auch klar. In der Gruppe D fährt Norwegen mit einem 11:1 gegen Estland den zweiten Sieg ein.

Finnland mit Mühe, Schweden unbeirrt Nach kleinen Startschwierigkeiten setzt sich Finnland schliesslich doch souverän durch. (Bild: Per Wiklund)

Eröffnet wurde der zweite WM-Spieltag mit der Partie zwischen Polen und Lettland, den beiden nächsten Gruppengegnern der Schweiz. Als nach wenigen Minuten Polens Krzywak auf die Strafbank geschickt wurde, ging das Powerplay für die Lettinnen gründlich in die Hosen. Denn statt der frühen Führung lagen sie nach zwei erhaltenen Shorthandern bereits mit zwei Treffern zurück. Immerhin konnte Berzina dann doch noch treffen und die Powerplay-Bilanz auf -1 setzen. Der frühe Zwei-Tore-Rückstand war aber irgendwie sinnbildlich fürs Spiel. Lettland gelang es danach nie, näher als auf zwei Tore heran zu kommen und musste sich am Ende mit 4:6 geschlagen geben.

Wenig später standen auch Italien und Thailand erstmals an diesem Turnier im Einsatz. Bis zur Spielmitte konnten die Asiatinnen auf 4:0 davonziehen, ehe Livia Dossegger (Lok Reinach) das erste Tor für die Italienerinnen glückte. Zum Sieg reichte es trotzdem nicht: auf den 2:4-Anschlusstreffer reagierte Thailand mit dem 5:2. Schon zwei komplette Runden absolviert hat die Gruppe D. Norwegen liess auf den gestrigen 7:3-Startsieg gegen Russland ein klares 11:1 gegen Estland folgen. Damit haben die Skandinavierinnen den Gruppensieg praktisch schon auf sicher. Denn im anderen Duell trennten sich Singapur und Russland mit 5:5. Den Asiatinnen gelang der Ausgleich erst vier Sekunden vor Schluss durch ein Tor von Angela Model.

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Emelie Wibron war gegen Deutschland vier Mal erfolgreich. (Bild: Per Wiklund)

Slowakei mit Steigerung
Um 15:30 Uhr warteten die Zuschauer in der IFU-Arena gespannt auf den zweiten Auftritt des schwedischen Nationalteams. Nach dem 22:3-Sieg zum Auftakt verwöhnte das Team von Asa Karlsson ihre Anhänger auch in der zweiten Partie gegen Deutschland mit vielen Toren. Nach dem ersten Drittel stand es bereits 11:0 für Schweden, nach dem zweiten 18:0. Erst im letzten Abschnitt nahm der Rekord-Weltmeister - zum ersten Mal in diesem Turnier - den Fuss etwas vom Gaspedal. Zum «doppelten Stängeli» reichte es aber auch so. Wie krass die Dominanz der Schwedinnen war, belegt beispielsweise die Schussstatistik von 71:9. Oder, dass Deutschland während einer zweiminütigen Überzahl zwei Shorthander kassierte.

Ausgeglichener verlief die zweite Partie der Gruppe B zwischen Finnland und der Slowakei, in der der erste Treffer erst nach 15 Minuten fiel. My Kippilä brachte Finnland nach langen Bemühungen mit einem Weitschuss (endlich) in Führung. Dass das Spiel eigentlich auch nach zwei Dritteln (5:1) noch nicht entschieden war, lag auch an den Slowakinnen, die sich gegenüber der Auftakt-Schlappe gegen Schweden erheblich steigerten und in der Defensive massierter auftraten. Veera Kauppi gelangen beim 7:2-Sieg drei Tore, BEO-Akteurin Sara Piispa war 16 Sekunden vor dem Ende für den Schlusspunkt besorgt.

WM 2021, Uppsala - 2. Spieltag

Gruppe A:
Polen - Lettland 6:4

Gruppe B:
Schweden - Deutschland 20:0
Slowakei - Finnland 2:7

Gruppe C:
Italien - Thailand 2:5

Gruppe D:
Singapur - Russland 5:5
Estland - Norwegen 1:11

 

 

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