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2022
Nati Frauen A | Autor: swiss unihockey

Frauen und U19 bezwingen Finnland

Was für ein Start in die neue Kampagne des U19-Nationalteams der Frauen: Im ersten Länderspiel - an der Euro Floorball Tour (EFT) im schwedischen Uppsala - gewinnt das Team von Amos Coppe mit 8:5 gegen Finnland. Und nach der U19 gewinnen auch die Frauen A am Freitag gegen Finnland! Obwohl die Finninnen die Partie gegen Ende nochmals so richtig spannend machten, konnten die Schweizerinnen den 4:3-Sieg ins Trockene bringen.

Frauen und U19 bezwingen Finnland Nina Metzger feierte in ihrem dritten Länderspiel den zweiten Sieg. (Bild: Dieter Meierhans)

Vor gut einem Jahr, an der EFT im finnischen Tampere, traf die Schweiz letztmals auf Finnland und musste sich dort erst nach Penalty bezwingen lassen. Seither hat sich das Team stark verändert. Mit Oscar Lundin steht ein anderer Trainer an der Bande und bei seiner Länderspiel-Premiere im September nominierte er gleich 13 Spielerinnen erstmals für die A-Nati. Wie präsentieren sich diese gegen die Vizeweltmeisterinnen? Die Antwort lieferte in der 12. Minute stellvertretend Marylin Thomi: Unbeeindruckt. In ihrem dritten Länderspiel erzielte die Verteidigerin, auf einen sehenswerten Pass von Isabelle Gerig aus einer Drehbewegung heraus, ihr erstes Nati-Tor. Es sollte das einzige im Startdrittel bleiben. Zahlreiche Chancen auf beiden Seiten blieben ungenutzt, erwähnenswert ist auch die gute Blockarbeit.

Auch im Mittelabschnitt gab es nur einen Treffer und erneut konnte die Schweiz jubeln. Auch für Isabelle Gerig war das Tor speziell: Es war zwar nicht ihr erstes Tor für die A-Nati, doch ein lang ersehntes. Nach etlichen vergebenen Chancen in diesem Spiel reüssierte die Stürmerin endlich. Lara Heini hielt ihr Tor weiterhin sauber, selbst dann, als es 15 Sekunden vor der Pause nochmals richtig heiss vor ihr wurde. Wie auch die beiden ersten Drittel, startete der Schlussabschnitt torlos. Die Partie war nicht unattraktiv, bot viele sehenswerte Szenen, aber eben keine weiteren Tore. Bis sich Thomi vornahm, zu beweisen, dass ihr erstes Tor kein Zufall gewesen war. Sie setzte an der Mittellinie an und der satte Schuss fand irgendwie die Lücke in das Netz - 3:0 für die Schweiz. Kein Tor gegen die Schweiz, das wollten die Finninnen dann doch nicht auf sich sitzen lassen. Es war Oona Kauppi, die den Score für ihr Team eröffnete. Doch einen zweiten Treffer auf dem Konto dieses Spiels wollte auch Gerig, die vier Minuten vor Spielschluss auf Pass von Nathalie Spichiger einnetzte. Nach dem finnischen Timeout agierten die Blauweissen mit einer Spielerin mehr auf dem Feld, was sich auszahlte und das Spiel in den Schlussminuten zu einem richtigen Krimi gestaltete. In der 58. Minute traf Daniela Westerlund und in der 59. Minute Milla Nordlund. Doch dann kam für die Schweizerinnen die erlösende Schlusssirene.

In 61 Spielen war dies der 14. Sieg nach 60 Minuten für die Schweiz gegen Finnland. Nach dem Spiel lobte Seraina Fitzi, die heute ihr erstes Länderspiel für die A-Nati spielte, vor allem die Defensive ihres Teams. «Dort wurde wirklich gute Arbeit geleistet. Die letzten zehn Minuten müssen wir im Hinblick auf das Spiel morgen gegen Schweden jedoch nochmals anschauen. Dort müssen wir konstanter werden und dürfen diese Tore nicht mehr erhalten.»

U19 gewinnt zum Kampagnen-Start
Was darf man vom neuen U19-Jahrgang erwarten? Die Euro Floorball Tour in Uppsala (SWE) soll eine erste Antwort darauf geben. Im Kader von Amos Coppe haben nur gerade Jill Wiedmer, Laura Bertini und Lisa von Arx schon Länderspiel-Erfahrung mit der U19. Davon konnte das ganze Team profitieren, wie Marla Siegenthaler nach dem Spiel erzählte. «Wir waren am Anfang ein bisschen nervös. Aber die Erfahrung der älteren Spielerinnen beruhigte uns, so dass wir gut in das Spiel starten konnten.» Prompt war es denn Siegenthaler, die nach knapp zwei Spielminuten einen finnischen Fehlpass vor deren Tor eiskalt ausnutzte, so dass die Schweiz den ersten Treffer der Partie für sich buchen konnten. «Ich bin sehr stolz auf mich selber, dass mir gleich in meinem ersten Länderspiel auch das erste Tor gelang», freute sich die Schützin nach der Partie. Doch die finnische Reaktion liess nicht lange auf sich warten, in der vierten Minute war ein langer Schuss für Jana Pleisch haltlos. Der zweite Torschuss der Finninnen touchierte zuerst das Gehäuse, fand dann aber doch noch den Weg über die Linie. Das Auftaktspiel an der EFT blieb spannend, Corin Haldemann eroberte in der zwölften Minute den Ball in der Mittelzone und passte ihn entscheidend zu Salome Müller, die perfekt mitlief. Für den dritten Schweizer Treffer war Norina Reusser verantwortlich, die einen Ball ins Tor schob, an dem die finnische Torhüterin Nuppu Tikkakoski eigentlich schon dran war. Das anschliessende Powerplay vermochte die Schweiz nicht zu nutzen, stattdessen glichen die Finninnen gut zwei Minuten vor der Pause nach einem Gestocher vor Pleisch noch zum 3:3 aus.

In das zweite Drittel konnten die Finninnen mit einer Frau mehr starten, doch auch sie nutzten ihre erste Powerplay-Chance nicht. Erneut war es die Schweiz, die nach einem herrlich herausgespielten Ball mit 4:3 in Führung ging. Doch zu mehr als einem Tor Vorsprung reichte es keinem der beiden Teams. Dem bisherigen Spielmuster stringent folgend, war es erneut Finnland, das ausglich und auch wieder vorlegte. Nun wäre es wieder an der Schweiz gewesen, auszugleichen. Doch Finnland erarbeitete sich mehr Zeit am Ball. Zu einem Tor reichte es jedoch nicht. Das zweite Powerplay kurz vor der zweiten Pause nutzten die Schweizerinnen dann aus, erneut ging es unentschieden in die Pause.

Ungewohnt torlos ging es im dritten Drittel weiter. Gut 13 Minuten verstrichen, ohne dass sich eine der beiden Torhüterinnen hätte bezwingen lassen müssen. Änderte das dritte Powerplay der Schweiz etwas daran? Ja, der zweite Treffer in Überzahl gelang Dana Misteli, womit es gut fünf Minuten vor Schluss 6:5 für das Team von Amos Coppe hiess. Und es kam sogar noch besser: In der 57. Minute konnte die Schweiz dank einem Treffer von Corin Haldemann erstmals mit zwei Toren Vorsprung in Führung geben. Dies veranlasste Finnland zu ihrem Timeout. Coach Simo Leppanen tauschte daraufhin die Torfrau gegen eine sechste Feldspielerin aus. Doch auch dieses Rezept verhalf den Finninnen nicht zurück zum Toreschiessen. Es war Enya Fassler, die auf das Schlussresultat 8:5 für die Schweiz erhöhte, zu diesem Zeitpunkt war die finnische Torfrau wieder drinnen. «Ich bin mit der Leistung des Teams sehr zufrieden», sagt Siegenthaler. «Die Trainer gaben uns Inputs, die wir als Team gut umsetzen konnten.»

 

 


 


Finnland - Schweiz 3:4 (0:1, 0:1, 3:2)
IFU Arena, Uppsala (SWE), 121 Zuschauende, SR Ludvig Broadhall, Robert Nordin (SWE)
Tore: 12. Thomi (Gerig) 0:1. 32. Gerig (Spichiger) 0:2. 40. Thomi (Rüttimann) 0:3. 42. O. Kauppi (V. Kauppi) 1:3. 46. Gerig (Spichiger) 1:4. 58. Westerlund (V. Kauppi) 2:4. 59. Nordlund (V. Kauppi) 3:4.
Strafen: Keine Strafen gegen Finnland. Keine Strafen gegen die Schweiz.
Finnland: Vuorela; Westerlund, Kippilä; Rantanen, Manninen; Laitila, Vallenius; Pietilä; Piispa, V. Kauppi, O. Kauppi; Nordlund, Saario, Sundström; Homi, Valtola, Niemelä; Hoynala, Leino.
Schweiz: Heini; Thomi, Rensch; Bertini, Stettler; Gredig, Sturzenegger; Berger; Gerig, Rüttimann, Spichiger; Wyss, Ediz, Metzger; Larsson, Hanimann, Fitzi; Cattaneo, Wieland.
Bemerkungen: Milla Nordlund (FIN) und Lara Heini (SUI) als beste Spielerinnen ausgezeichnet. Ab der 57. Minute Finnland zum Teil ohne Torhüterin.


Finnland U19 - Schweiz U19 5:8 (3:3, 2:2, 0:3)
IFU Arena, Uppsala (SWE), 83 Zuschauende, SR Martin Reichelt, Tomas Kostinek (CZE)
Tore: 2. Siegenthaler 0:1. 4. Turunen (Kahila) 1:1. 10. Rinne (Parviainen) 2:1. 11. S. Müller (Haldemann) 2:2. 14. Reusser (Wiedmer) 2:3. 18. Rytkonen (Lahti) 3:3. 24. S. Müller (von Arx) 3:4. 27. Oikarinen (Turunen) 4:4. 31. Eko (Rinne) 5:4. 40. Misteli (Moser, Ausschluss Nousiainen) 5:5. 55. Reusser (Misteli, Ausschluss Mertanen) 5:6. 57. Haldemann (S. Müller) 5:7. 58. Fassler (Reusser) 5:8.
Strafen: 3x2 Minuten gegen Finnland. 1x2 Minuten gegen die Schweiz.
Finnland U19: Tikkakoski; Leppanen, Kahila; Lehtinen, Lahti; Ranne, Niemi; Turunen, Nousiainen, Oikarinen; Rytkonen, Mertanan, Nupponen; Rinne, Parviainen, Eko; Granlund, Kuusela, Kaihua.
Schweiz U19: Pleisch; Morf, Fassler; Bertini, Wiedmer; Moser, Gasser; L. Müller; Haldemann, von Arx, S. Müller; Misteli, von Rotz, Reusser; Schilliger, Helbling, Siegenthaler; Wyss.
Bemerkungen: Jenni Leppanen (FIN) und Dana Misteli (SUI) als beste Spielerinnen ausgezeichnet. Ab der 57. Minute Finnland zum Teil ohne Torhüterin.

 

 

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1.Floorball Fribourg+4053.000
2.Ad Astra Obwalden+2950.000
3.Kloten-Dietlikon Jets+6548.000
4.UHC Thun+6247.000
5.Unihockey Limmattal-434.000
6.Ticino Unihockey-1430.000
7.UHC Lok Reinach-1630.000
8.I. M. Davos-Klosters-529.000
9.Regazzi Verbano UH Gordola-2723.000
10.UHC Grünenmatt-3919.000
11.UHT Eggiwil-4617.000
12.UHC Sarganserland-4516.000
1.Waldkirch-St. Gallen+6146.000
2.Unihockey Basel Regio+2338.000
3.UH Lejon Zäziwil+3137.000
4.Nesslau Sharks+734.000
5.UH Appenzell+2229.000
6.Chilis Rümlang-Regensdorf+829.000
7.Floorball Uri+1628.000
8.Visper Lions-5312.000
9.UH Red Lions Frauenfeld-339.000
10.UH Zulgtal Eagles-828.000

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