30.
04.
2012
Nati Frauen A | Autor: swiss unihockey

Geglückte WM-Revanche

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft gewinnt zum Abschluss des World Challenge in Karlstad (Schweden) mit 8:5 gegen Tschechien. Damit schliesst die Schweiz das Turnier auf dem dritten Rang ab.

Geglückte WM-Revanche Die Schweizerinnen trafen diesmal ins tschechische Tor (Bild Erwin Keller)

Dass zum Abschluss dieses EFT nochmals ein hartes Stück Arbeit auf die Schweizer Truppe warten würde, war im Vorfeld des Spieles allen bewusst. Umso mehr erfreute der Führungstreffer durch Hermann in der 2. Spielminute. Auf den Ausgleichstreffer der Tschechinnen reagiert Captain Marion Rittmeyer mit einem Distanzschuss zum erneuten Führungstreffer. Doch das erste Drittel sollte als das Schlechteste dieses EFT eingehen. Die Schweizerinnen verloren nicht nur zu viele Zweikämpfe sondern zuweilen auch den Fokus auf die wichtigen Sachen in diesem Spiel. Mittels Powerplay erzielte Tschechien den Ausgleich und noch vor der ersten Pause erhöhten sie auf 4:2. Auch das zwete Powerplay wussten die Tschechinnen auszunützen. Brendler reagierte auf diesen Rückstand mit personellen Veränderungen die sich auszahlten. In ihrem ersten Einsatz verkürzte Seraina Ulber auf 3:5 und kurz vor der Pause erzielte Violetta Vögeli den Anschlusstreffer.

Mit diesem guten Gefühl und dem Wissen eine 5-minütige-Unterzahl schadlos überstanden zu haben, starteten die Schweizerinnen in den letzten Abschnitt. Gleich nach Wiederanpfiff erzielte Silvana Nötzli den Ausgleich. Auch wenn die Kräfte spürbar schwanden, hatten die Schweizerinnen das Spiel nun wieder unter Kontrolle. Den Gegnerinnen wurden nur noch wenige Abschlüsse zugelassen und der Druck bis zum Schluss aufrecht gehalten. So erzielten auch noch Michaela Kathriner und Verteidigerin Larissa Locher in ihrem zweiten Nati-Spiel je einen Treffer. Den Schlusspunkt setzte Julia Suter im Powerplay kurz vor dem Schluss. Die Niederlage im abschliessenden Penaltyschiessen war zu verkraften, belegen die Schweizerinnen nach diesem Sieg doch den dritten Rang.

Captain Marion Rittmeyer zum Spiel und zu diesem EFT Wochenende: „Wir starteten gut ins Spiel, sind dann aber unserem Spiel nicht mehr treu geblieben. Wir haben ab dem Mitteldrittel wieder zu unserem Spiel zurückgefunden und trotz der vielen Boxplaysituation gut gekämpft. Natürlich haben wir Revanche für die WM-Niederlage nehmen wollen. Wir sind mit einem deutlich verjüngten und unerfahrenen Team an diesen EFT gereist und mussten innerhalb weniger Tage ein neues offensiveres System umsetzten. Dies ist uns schon sehr gut gelungen und wir haben es auch geschafft, wieder den nötigen Respekt der gegnerischen Mannschaften zu holen. Alle neuen Spielerinnen haben sich super ins Team integriert und ich freue mich darauf, mit diesem Team weiterzuarbeiten."


Tschechien - Schweiz 5:8 (4:2; 1:2; 0:4)
Tingvallahallarna, Karlstad (SWE). - 203 Zuschauer - SR Koskinen/Rannikko (FIN)
Tore: 2. Hermann (Scheidegger) 0:1; 5. Niemcova (Billa) 1:1; 6. Rittmeyer (Wüthrich) 1:2; 13. Hasova (Krizová, Ausschluss Frick) 2:2, 14. Macurová (Dvoráková) 3:2; 17. Konicková 4:2; 25. Konicková (Krizová, Ausschluss Nötzli) 5:2; 29. Ulber (Zwinggi) 5:3; 40. Vögeli (Rittmeyer) 5:4; 41. Nötzli (Marti) 5:5; 47. Kathriner (Nötzli) 5:6; 48. Locher (Kunz) 5:7; 59. Suter (Nötzli, Ausschluss Polaková) 5:8
Penaltyschiessen: Locher (Hornáková hält), Lacková 1:0; Hermann (Hornáková hält), Hasová (Schwendener hält), Chalverat (Hornáková hält)
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Tschechien, 3mal 2 Minuten und 1mal 5 Minuten (Suter) gegen Schweiz.
Schweiz: Schwendener, Rittmeyer, Wüthrich, Marti, Nötzli, von Rickenbach, Kunz, Vögeli, Frick, Wiki, Suter, Zwinggi, Stella, Scheidegger, Hermann, Chalverat, Kathriner, Locher, Ulmer
Tschechien: Hornáková, Theodosiosová, Hasová, Konicková, Krizová, Poláková, Paulovicova, Lacková, Niemcová, Pastuskova, Vojackova, Billá, Cepek Zizkova, Macurová, Párysová, Dveráková, Skopková, Beránková, Kabeláková
Bemerkungen: Schweiz ohne Aebi (Ersatz), Bühler (überzählig). - 14. Time-Out Schweiz. - Bestplayer: Konicková (Tschechien) / Nötzli (Schweiz)

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