01.
12.
2021
Nati Frauen A | Autor: unihockey.ch

Gredig: "Energielevel war zu tief"

Nach dem letzten Gruppenspiel der Schweiz konnten wir uns mit Chiara Gredig über die zähen 40 Minuten gegen Polen, den bisherigen Turnierverlauf und das WM-Feeling in ihrer derzeitigen Heimat Uppsala unterhalten.

Gredig: Chiara Gredig bestreitet ihre zweite A-WM. (Bild: Per Wiklund)

Vor zwei Jahren war Chiara Gredig an der Heim-WM in Neuchâtel eine von nur zwei Debütantinnen im Schweizer Kader, genau wie Mirjam Hintermann ist sie auch dieses Jahr in Uppsala wieder mit dabei. Die IFU-Arena kennt sie genau wie ihre Mitspielerinnen Tanja Stella und Michelle Wiki bestens, da sie hier auch mit Sirius IBK zuhause ist. Wir konnten uns mit der 25-jährigen Bündnerin über das Polen-Spiel und die bisherige WM im Allgemeinen unterhalten.

Chiara, ihr habt euch gegen die Polinnen 40 Minuten lang ziemlich schwer getan. Woran lag das?
Chiara Gredig: Ich denke zuerst einmal muss man sagen, dass Polen mit Abstand der stärkere Gegner war als Lettland zuvor. Das muss man auch anerkenne: Sie haben ihre Sache wirklich gut gemacht. Bei uns war in den ersten beiden Dritteln sicher das Energielevel zu tief, wir waren etwas auf Sparflamme. Es ist halt auch ein bisschen eine Frage der Konzentration, auch wenn man sich das vor solchen Spielen immer wieder vornimmt. Da wir dennoch sehr viel am Ball waren, steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Fehlern kommt. Die Polinnen hatten einige sehr gute Konter, wie bei ihren Toren, aber viele Chancen konnten wir auch gekonnt unterbinden.

Rolf Kern sah im zweiten Drittel nicht unbedingt happy aus. Was gab er euch für Inputs mit, sei es während dem Spiel oder in den beiden Drittelspausen?
Er war nicht der einzige, der nicht happy war - alle Spielerinnen waren unzufrieden mit der Mannschaftsleistung. Der Staff probierte uns, zu zeigen wie wir die einfachen Sachen richtig machen sollen. Die Inputs sind immer lösungsorientiert. Auch mussten wir unbedingt bessere Ballkontrolle kriegen.

Du selber warst wie Tanja Stella und Michelle Wiki eine der auffälligsten Figuren, ihr drei wart praktisch an allen Toren direkt beteiligt. Alle drei spielt ihr in dieser Halle auch für Sirius. Ist es für euch auch ein bisschen eine Heim-WM hier, beflügelt das? 
Es ist nicht das gleiche wie wenn wir in der Schweiz spielen würden. Es ist halt "jetzt gerade" unser Zuhause. Vor dem Turnier war das aber schon ein besonderes Gefühl, der Weg von der eigenen Wohnung in das Teamhotel war sicher noch nie so kurz. Ich merke es auch in der Halle, wo ich viele der anwesenden Leute wie zum Beispiel die Helfer schon kenne. Es ist auch ein Vorteil, um gewisse Sachen mit dem Team zu organisieren, wenn wir in der spielfreien Zeit irgendwo hin wollen oder mal ins Restaurant gehen. Andererseits sind wir in der Regel halt ziemlich abgeschottet. Der grösste Unterschied, warum es dennoch keine Heim-WM ist, sind die Fans. Natürlich ist es verständlich, dass nicht sehr viele Leute kommen, aber die Halle ist eigentlich nur voll, wenn Schweden spielt. So gesehen ist es definitiv keine Heim-WM für uns.

Jetzt habt ihr fast drei ganze Tage kein Spiel. Was steht auf dem Programm? 
Heute (Mittwoch) stand am Vormittag zuerst einmal der Physio-Termin an. Das war schon relativ intensiv, viele sind zur Regeneration auch auf den Hometrainer gestiegen. An den spielfreien Tagen organisieren wir auch ein paar Team-Aktivitäten, wobei wir halt doch auch in unserer "Bubble" bleiben müssen. Ansonsten kriegen wir von der WM selber schon nicht besonders viel mit, doch das war in Neuchâtel ähnlich. Wenn wir Spiele der anderen Nationen schauen, beispielsweise Tschechien oder Schweden, dann vor dem Fernseher.

Du warst vor zwei Jahren eine von zwei WM-Neulingen, diesmal stehen sechs Spielerinnen erstmals an einer Weltmeisterschaft im Einsatz, darunter auch Céline Stettler und Anja Wyss, die erst vor kurzem noch in der U19 waren. Wie gut haben sie sich eingefügt, und wie sehr erinnert dich das an deine erste WM-Teilnahme? 
Es ist schon ein ziemlicher Gegensatz, ob es zwei oder sechs neue sind. Das ist ja quasi ein Drittel des Teams. Diesmal ist es für einige eine Premiere, und sie lassen sich von den erfahrenen Spielerinnen mitreissen. Alle sind super integriert. Das sind sehr schöne Momente, die sie erleben dürfen, und es ist auch sehr schön sie dabei zu begleiten. Das wichtigste ist, dass man als Debütantin frei aufspielt, so soll es sein und so machen sie es meiner Meinung nach bisher auch.

 

 

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