04.
2011
Harmlose Schweizerinnen verlieren EFT-Auftaktspiel
Auf der Torlinie wollte die Schweizer Verteidigerin Christine Zimmermann in der 53. Minute einen finnischen Schuss abwehren. Torhüterin Helen Bircher brachte ihre Finger aber noch an den Ball - auf Strafstoss musste das dänische Schiedsrichterduo trotzdem entscheiden. Die letztjährige Dietlikon-Söldnerin Eliisa Alanko liess sich nicht zweimal bitten und verwertete souverän zum 3:0. Damit war die zwar intensive, aber selten hochstehende Partie zwischen der Schweiz und Finnland entschieden.
Zwar versuchten die Schweizerinnen am Schluss zu sechst noch zumindest den Ehrentreffer zu erzielen. Doch viel zu selten kamen die sie in gute Abschlusspositionen, noch konnten sie sich im finnischen Drittel festsetzen. Was aufs Tor kam, wurde zur sicheren Beute von Torhüterin Jonna Mäkelä. Sie war, wie auf der Gegenseite Bircher, die beste ihres Teams.
Präzision fehlte
40 Minuten war die Partie zwar schnell, aber meist etwas unkoordiniert. Vor allem im Angriff liessen beide Teams die Genauigkeit vermissen. So blieben Torchancen meist Mangelware. Das einzige Tor in den ersten beiden Drittel konnten die Finninnen bejubeln. In der 32. Minute reagierte die ehemalige Churerin Elina Kujala am schnellsten auf einen Abpraller. Die beste Chance zum Ausgleich vergab die aufgerückte Verteidigerin Zimmermann kurz vor der zweiten Pause. Ihr Schuss verfehlte das leere Tor aber.Besser machte es Mia Karjalainen in der 45. Minute. Freistehend kam die grossgewachsene Verteidigerin zum Abschluss und traf zum 2:0 für Finnland. Bis dahin waren die Schweizerinnen nicht das schlechtere, aber auch nicht das bessere Team.
Schweden im Schongang
Das erste Spiel des Tages gewann Schweden deutlich. Mit 8:3 besiegten sie die Tschechinnen. Zogen die Schwedinnen das Tempo an, waren die jungen Tschechinnen vor allem in der Abwehr rasch überfordert. Vor allem Emilie Lindström - nur eine von zwei Spielerinnen des frischgebackenen Meisters Djurgarden - zeigte viel Übersicht. Ihr Zuckerpass zu Josefina Eiremos 4:1 (25.) war denn auch einer der Höhepunkte der einseitigen Partie. Mit 6:2 führten die Schwedinnen bereits nach zwei Dritteln. Erst gegen Ende der Partie kamen die Ost-Europäerinnen nochmals auf. Vor allem im Penaltyschiessen zeigten sie Nervenstärke - allen voran Red-Ants-Meistertorhüterin Jana Christianova - und gewannen dies mit 1:0.
Schweiz - Finnland 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)
Athletik-Zentrum, St.Gallen - 400 Zuschauer - SR Juul/Kronow (DEN).
Tore: 32. Elina Kujala (Mertsalmi) 0:1, 47. Karjalainen (Saarinen) 0:2, 54. Eliisa Alanko (Penalty) 0:3.
Penaltyschiessen: Bärtschi -, Timonen 0:1, Arpagaus 1:1, Roisko -, Marti -, Rantanen 1:2..
Strafen: keine.
Schweiz: Bircher; Marti, Berner; Arpagaus, Limacher; Gabathuler, Zimmermann; Ulber, Rüttimann, Anderegg; Bärtschi, von Rickenbach, Stettler; Suter, Wiki (30. Stadelmann), Stella (30. Frick).
Finnland: Mäkelä; Kokko, Karjalainen; Roisko; Jouhten, Korhonen; Peltonkangas, Saarinen, Ukkonen; Ella Alanko, Elina Kujala, Ilmola; Timonen, Pasanen, Rantanenen; Karoliina Kujala, Eliisa Alanko.
Bemerkungen: Schweiz ohne Zwinggi und Hofstetter (überzählig), Nötzli (krank)
Bestplayer: von Rickenbach (SUI) / Mäkelä (FIN).
Tschechien-Schweden 3:8 (1:2, 1:4, 1:2)
Athletik Zentrum, St.Gallen. -190 Zuschauer - SR Brändle/Niedermann (SUI)
Tore: 3. Reingard (Larsson) 0:1 8. Urbánková (Simácková) 1:1 17. Kristoffersson 1:2 22. Eiremo (Lindström) 1:3 25. Eiremo (Lindström) 1:4 27. Wikström (Widar) 1:5 31. Steglová (Bocanová) 2:5 26. Reingard (Larsson) 2:6 43. Samuelsson (Widar) 2:7 49. Widar (Strömberg) 2:8 58. Billá 3:8 (Penalty)
Strafen: keine gegen Tschechien, 2-mal 2 Minuten gegen Schweden.
Tschechien: Suková; Simácková, Jarolímová, Vojácková, Urbanková, Billá, Kabeláková, Bocanová, Krízová, Steglová, Kotíková, Macurová, Hasová, Paulovicová, Girgleová
Schweden: Pettersson; Scheer, Eriksson, Eiremo, Kristoffersson, Lindström, Samuelsson, Wibron, Widar, Strömberg, Wikström, Göransson, Gustafsson, Lundström, Reingard, Larsson
Bemerkungen: Tschechien gewinnt das Penaltyschiessen nach dem Spiel mit 1:0
Bestplayer: Urbanková (CZE) Eiremo (SWE)