09.
2011
Kantersieg zum Abschluss
Zum Abschluss der dritten Polish Open mass sich das Schweizer Unihockey-Nationalteam mit Gastgeber Polen. Mit einem Doppelschlag in der ersten Minute und dem 6:0-Zwischenstand nach dem ersten Drittel war der Match schnell entschieden. Dennoch blieb die Mannschaft von Felix Coray und Marco Moser weiterhin klar überlegen und hielt den Druck ungebremst hoch. Im Mittelabschnitt gelang der bei Burgdorf unter Vertrag stehenden Polin Ella Piotrowska in Überzahl der Ehrentreffer, ansonsten schossen die Eidgenossinnen munter weiter ihre Tore. Nina Bärtschi und Corin Rüttimann buchten je drei Torerfolge, Mirca Anderegg liess sich insgesamt sechs Skorerpunkte (3 Tore/3 Assists) gutschreiben.
Im Schlussdrittel nachgelassen
Die Müdigkeit des intensiven Programms in Polen war den Rot-Weissen im Schlussdrittel anzusehen. Sie verloren an Genauigkeit und es schlichen sich immer wieder unnötige Fehler ein. Am klaren Verdikt änderte das allerdings nichts und die Schweiz gewann auch in dieser Höhe absolut verdient mit 14:1-Toren.
Vorbereitung auf die WM
Die WM-Vorbereitung geht Ende Oktober mit dem Trainingslager in Filzbach weiter. Im Anschluss daran findet die EuroFloorballTour in Finnland statt, bei welcher mit den Top-Mannschaften ein letzter Härtetest vor den Weltmeisterschaften in St. Gallen (4. bis 11. Dezember 2011) ansteht.
Kurz-Interview mit Mirca Anderegg
Mirca Anderegg erzielte im Spiel gegen Deutschland anlässlich der 3. Polish Open ihren 100. Skorerpunkt für die Schweizer Nationalmannschaft. Ihr Debüt gab Anderegg vor gut zwölf Jahren am 12.02.1999. Seither hat die 30-Jährige 94 Spiele in Rot-Weiss absolviert. Grund genug, Anderegg zu einem Kurz-Interview einzulanden.
Herzliche Gratulation, Mirca! Was ist das Geheimnis hinter diesem persönlichen Erfolg?
Mirca Anderegg (MA): Ich hatte sicher das Glück, oft und schon in jungen Jahren für die Nati aufgeboten zu werden. Die Farben der Schweiz trage ich immer mit viel Stolz und es ist nach wie vor eine Ehre für mich, ein Aufgebot zu erhalten. Auf dem Feld gebe ich in jedem Spiel Vollgas!
Wie siehst du deine Rolle in der Nationalmannschaft?
MA: Meine Rolle hat sich Laufe der Zeit sicher verändert. Heute sehe ich meine Aufgabe darin, mit den jungen Spielerinnen zu arbeiten, sie optimal zu integrieren. Ich will dem Team eine Stütze sein und meine Leader-Rolle wahrnehmen. Zudem lasse ich wann immer ich kann meine langjährigen Erfahrungen spielen.
Was hast du nach gut 12 Jahren als Nationalspielerin noch für Ziele mit der Nati?
MA: Das nächste grosse Ziel sind die Weltmeisterschaften in St. Gallen im kommenden Dezember. Da wollen wir als Team ein super Turnier spielen und uns von Match zu Match steigern. Ich freue mich sehr und werde mich für den Erfolg unserer Mannschaft voll einsetzen!
Polen - Schweiz 1:14 (0:6, 1:5, 0:3)
Arena Zbaszyn - 140 Zuschauer.- SR: Gross/Larinovs (Lettland).
Tore: 1. Rüttimann (Gabathuler) 0:1. 1. Bärtschi (Arpagaus) 0:2. 3. Rüttimann (Anderegg) 0:3. 9. Bärtschi (Hofstetter) 0:4. 18. Von Rickenbach (Marti) 0:5. 19. Suter (Berner) 0:6. 23. Anderegg (Gabathuler) 0:7. 26. Rüttimann (Gabathuler) 0:8. 27. Bärtschi (Marti) 0:9. 28. Suter (Anderegg) 0:10. 29. Piotrowska (Ausschluss Von Rickenbach) 1:10. 40. Anderegg (Suter) 1:11. 50. Zwinggi 1:12. 54. Anderegg (Nötzli, Ausschluss Legowska) 1:13. 60. Vögeli 1:14.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Schweiz, 1-mal 2 Minuten gegen Polen.
Schweiz: Bircher; Berner, Gabathuler; Arpagaus, Marti; Rittmeyer (ab 30. Nötzli), Zimmermann; Rüttimann, Anderegg, Suter; Von Rickenbach, Bärtschi (ab 30. Zwinggi), Hofstetter; Stella (ab 30. Frick), Vögeli, Stettler.
Bemerkungen: Schweiz ohne Schmid, Stadelmann, Wiki, Kunz, Ulber, Limacher (alle nicht eingesetzt).
Bestplayer: Berner (SUI). Piotrowska (POL).