12.
2025
Norina Reusser: «Wir haben noch Hausaufgaben»
WM-Debütantin Norina Reusser kam ihrem ersten WM-Treffer bei einem Pfostenschuss nahe. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Wie war die WM-Premiere?
Norina Reusser: Es war unglaublich, in dieser Arena spielen zu dürfen. Meine Linie hatte etwas Mühe, ins Spiel zu finden - wir waren schon etwas nervös. Mit der Zeit ging es aber immer besser.
Bist du nach deiner Hirnerschütterung im Herbst wieder voll parat?
Ja. Da ich noch eine ganze Partie spielte, bevor ich die Hirnerschütterung bemerkte, dauerte die Pause etwas länger als geplant. Aber seit drei bis vier Wochen ist das kein Thema mehr.
Wo seid Ihr untergebracht - mitten in der Stadt oder etwas ausserhalb?
Bezüglich Geografie fragst du die Falsche (lacht). Ich weiss nur, dass es per Car bis zur Halle 10 bis 15 Minuten sind. Ein schönes Hotel.
Gegentore nach eigenen Treffern nach vier oder acht Sekunden, wie es heute zweimal passierte - eine Konzentrationsfrage? Oder wurde gegen diesen Gegner die Defensive gar nicht gross angeschaut in der Vorbereitung?
Doch doch, natürlich haben wir uns vorbereitet. Wir waren in diesen Momenten direkt nach dem Bully einfach nicht genug wach. Das können wir als Hausaufgabe mitnehmen.
Solche Nachlässigkeiten kann man sich als Top-Nation in der Gruppenphase auch noch leisten.
Ja, auch wenn wir alle hoffen, dass Unihockey international ausgeglichener wird. Für uns ging es darum, uns bei Ballbesitz ein gutes Gefühl zu holen. Das ist uns je länger desto besser gelungen.
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Gibt es abgesehen von Länderspieltaufen eigentlich auch WM-Taufen?
Nein, nur das Singen der Hymne beim ersten Länderspiel. Und das ist ja nicht schlimm (lacht).
Hast du dir vom ersten WM-Spiel ein Andenken gesichert, einen Ball oder so?
Nein, einen Final-Ball hole ich mir dann.
Siehst du die Schweiz im Final?
Wir wollen jedes Spiel gewinnen - wenn das gelingt, stehen wir im Final.
Die Partie heute gegen Lettland begann um 10 Uhr. Ist das eine Zeit, die dir besser liegt als Sportjournalisten?
Es war schon früh, die Vorbereitung verlief anders. Statt Zmorgen und Pasta ging es nach dem Zmorgen schon los. Wir trafen uns um 6.50 Uhr zu einem Spaziergang, das ist gewöhnungsbedürftig.