12.
2009
Schweden eine Nummer zu gross
Es war alles angerichtet für die Schwedische Nationalmannschaft. 4‘521 Zuschauer - so viele wie noch nie an einem Frauen Weltmeisterschaftsspiel - sorgten für einen würdigen Rahmen des Finalspiels zwischen Schweden und der Schweiz. Die meisten von ihnen durften am Schluss auch den vierten Titel der Nordländerinnen beklatschen. Die „gelben Roboter", wie die Schwedinnen nach den beeindruckenden Leistungen an dieser WM scherzhaft genannt wurden, waren auch im Finale eine Klasse für sich. Die Schweizerinnen rieben sich praktisch an der schwedischen Wand auf.
Fehler ausgenutzt
Fünf schwache Minuten im Mitteldrittel zerstörten den Schweizer Goldtraum. Nach einem 0:1 zur ersten Pause - Karolina Widar verwertete einen Strafstoss souverän (14.) - war die Schweizer Auswahl für kurze Zeit unkonzentriert und musste gleich vier Gegentore bis zur 26. Minute hinnehmen. Dazwischen traf nur Andrea Hofstetter (25.) für die Schweiz. Zehn Minuten später verkürzte Corin Rüttimann wenigstens noch auf 2:5. Bitter vor allem: die meisten schwedischen Tore fielen nach individuellen Fehlern in der Schweizer Abwehr. „Die Gegentore haben uns das Genick ein wenig gebrochen", musste die Schweizer Angreiferin Andrea Benz denn auch eingestehen.
„Enormen Aufwand betrieben"
Im Schlussdrittel setzten die Schweizer Trainer Felix Coray und Marco Moser alles auf eine Karte. Spielten teilweise mit vier Stürmerinnen in einem Block - doch nach einem erneuten kapitalen Fehlzuspiel fiel Victoria Wikström in der 49. Minute der Ball praktisch auf den Stock. Ohne Mühe konnte sie zum entscheidenden 2:6 einschieben. Die Schweizerinnen waren zwar gewillt den Anschlusstreffer erneut zu erzielen, doch war einigen die Müdigkeit deutlich anzuspüren. „Wir mussten einen enormen Aufwand betreiben um vor ihr Tor zu kommen", erklärte Verteidigerin Ramona Gabathuler den Leistungsabfall.
Schweden mit breiterem Kader
Den Schweizerinnen blieb nichts anderes übrig, als die Niederlage einzugestehen. „Wir haben nicht die Breite der Schwedinnen", musste Nationaltrainer Coray eingestehen. Auf zwei Formationen bündelte er seine besten Kräfte, doch blieben die Qualitätsunterschiede deutlich. Im zweiten Schweizer Block spielten beispielsweise drei Spielerinnen, welche noch im letzten Jahr an der U19 Weltmeisterschaft im Einsatz standen. Schweden hingegen konnte mit drei Blöcken viel Druck auf die Schweizer Abwehr ausüben. Druck, der eben zu Fehlern führte. Klar die beste Schweizer Akteurin war auch heute Torhüterin Laura Tomatis, welche neben Simone Berner, verdient ins Allstar-Team berufen wurde. An ihr bissen sich selbst die besten Schwedinnen lange die Zähne aus.
Wichtige Erfahrungen gesammelt
Im Hinblick auf die Heim-Weltmeisterschaften 2011 haben die Schweizerinnen aber wichtige Erfahrungen sammeln können. „Wir haben uns geschworen, in zwei Jahren schlagen wir Schweden", sagte Verteidigerin Gabathuler kurz nach Spielschluss. Vor allem die jungen Schweizerinnen sind ein Versprechen für die Zukunft. Stellvertretend für sie der Auftritt von Corin Rüttimann, welche als 17-jährige erstaunlich abgebrüht spielte. Zu hoffen bleibt ebenso, dass die Routiniers, wie Berner, Natalie Stadelmann oder Mirca Anderegg auch in zwei Jahren noch dabei sind. „Wir haben mit ihnen noch nicht gesprochen, aber ich hoffe, dass sie weitermachen", so Coray abschliessend.
Schweden - Schweiz 6:2 (1:0, 4:2, 1:0)
ABB-Arena-Nord Västeras (SWE) - 4521 Zuschauer - SR Bartosek / Bartosek (CZE)
Tore: 14. Widar (Penalty) 1:0. 21. Tuominen (Eiremo) 2:0. 24. (23.52) Lindström 3:0. 25. (24.07) Hofstetter (Stettler) 3:1. 26. (25.45) Dalbjer (Wibron) 4:1. 26. (25.59) Dahlerus (Samuelsson) 5:1. 37. Rüttimann (Stettler) 5:2. 49. Wikström 6:2.
Strafen: je 1-mal 2 Minuten.
Schweden: Pettersson; Renström, Samuelsson; Eriksson, Wibron; Krantz, Reinestrand; Dahlerus, Wijk, Lindström; Dalbjer, Tuominen, Eiremo; Kristoffersson, Wikström, Widar.
Schweiz: Tomatis; Gabathuler, Berner; Hofstetter, Nötzli; Morf (50. Ulber), Stadelmann, Anderegg; Stettler, Rüttimann, Benz (30. Suter).
Bemerkungen: Schweiz ohne Casutt (verletzt), Arpagaus, Schäfer, Stella, Suter, Vögeli, Zimmermann (alle nicht eingesetzt).
maverick
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