09.
2011
Schweizerinnen bleiben siegreich
Mit zwei Siegen in der Tasche, starteten die Schweizerinnen am zweiten Tag des Polish Open gegen Tschechien. Lange brauchte die Schweizer Equipe bis sie ins Spiel fand. Erst in der 15. Minute gelang Corin Rüttimann in Überzahl der 1:1-Ausgleich. Es bedarfte aber einer starken Monika Schmid im Schweizer Tor, dass das Unentschieden in die Pause gerettet werden konnte. Besser ging der Start ins zweite Drittel. Nina Bärtschi traf auf Pass von Priska von Rickenbach zur 2:1-Führung (23.). Erneut kamen die Tschechinnen heran (33.), doch Violetta Vögeli traf am weiten Pfosten stehend, kurz vor der zweiten Drittelspause zur erneuten Führung. Mit diversen Wechseln brachten Felix Coray und Marco Moser neuen Schwung in die Schweizer Equipe. Auf die Tore von Natalie Stadelmann (49.) und erneut Bärtschi (55.) konnten die Tschechinnen nicht mehr reagieren. Fazit: Trotz einer mässigen Leistung gewannen die Schweizerinnen sicher mit 5:2.
Hartnäckiges Norwegen
Mehr Konzentration forderten die Schweizer Trainer auch vor dem vierten Spiel gegen Norwegen. Doch die physisch starken Norwegerinnen waren ein überraschend hartnäckiger Widersacher. Erst in der 58. Minute gelang Priska von Rickenbach der erlösende 4:3-Siegestreffer. Zuvor lagen die Schweizerinnen zweimal in Rückstand, erst in der 52. Minute ging die Schweiz durch Seraina Ulber in Führung. Vor allem das erste Drittel war enttäuschend. Mit einem 0:1-Rückstand gingen die Schweizerinnen in die Kabine. Katrin Zwinggi (25.) und Daniela Stettler (33.), welche als beste Spielerin ausgezeichnet wurde, glichen im Mitteldrittel jeweils aus. Erst die neuformierte Linie mit von Rickenbach und Corin Rüttimann sorgte im Schlussabschnitt für den Unterschied. „Wir haben Norwegen mit unseren vielen Fehlern zusätzlich stark gemacht", erkannte Stettler selbstkritisch. Am Sonntag gegen Gastgeber Polen (Anpfiff 12 Uhr) könnten die Schweizerinnen den Polish Cup mit einem Sieg für sich entscheiden.
Viel Arbeit für Nykky
Weniger Grund zum Feiern hatten die Schweizer Männer. Auch die zweite Partie innert 24 Stunden gegen Finnland ging klar verloren. In Tampere setzte es eine 1:7-Niederlage ab. Wie im ersten Spiel führten die Finnen nach dem ersten Drittel bereits vorentscheidend mit 3:0. Der dritte Treffer war so etwas wie ein halbes Schweizer Tor. Der Churer Kari Koskelainen traf auf Zuspiel des Neo-Hoppers Lauri Kapanen (19.). Ebenfalls drei Gegentreffer mussten die Schweizer im zweiten Abschnitt hinnehmen. Wenigstens mit einem kleinen Erfolgserlebnis endete der Schlussabschnitt. Erstmals nach fünf verlorenen Dritteln konnten sie einen Spielabschnitt auch resultatmässig ausgeglichen gestalten. Linard Parlis Ehrentreffer (46.) beantwortete Mikko Kohonen fünf Minuten später mit dem 7:1-Endstand. „Wir haben viel Hunger gezeigt", sagte Wilers-Finne Esa Jussila zufrieden und freute sich zusammen mit seinen Teamkollegen über das Debüt von Nico Salo. Der 17-jährige ist der jüngste Debütant Finnlands überhaupt. Weniger erfreut war der Schweizer Nationaltrainer Petteri Nykky. „Es bleibt noch viel zu tun, bis wir an den Top-Nationen dran sind", lautete sein Fazit nach den beiden Niederlagen gegen den Weltmeister.